Die Artus-Chroniken 01. Der Winterkönig

Die Artus-Chroniken 01. Der Winterkönig (Taschenbuch)

Historischer Roman

Bernard Cornwell

Übersetzung: Gisela Stege

Taschenbuch
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Winter über Avalon Britannien zum Ende des fünften Jahrhunderts: Die Tage der großen Dunkelheit sind angebrochen. Längst ist die Erinnerung an das römische Imperium verblasst, und die heidnischen... (weiter)

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Details
AutorIn Bernard Cornwell
Übersetzung Gisela Stege
Edition 13. Aufl.
Seiten 688
EAN 9783499246241
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum 09.2008
Ursprungstitel The Winter King
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4 | 11 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4 |  2 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4 |  9 Bewertungen

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3 Sterne
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1 Stern

Eine andere Version der Artus-Sage
»Was liest Du?«-Rezension von MeritSelket, am 26.04.2016

Nachdem ich dieses Buch zu Ende gelesen habe, muß ich sagen das ich es wirklich toll finde. Das war nach den ersten Seiten ganz und gar nicht der Fall. Denn man muß hier etwas umdenken, vorallem, wenn man die weltbekannten Bücher von M. Zimmer Bradly über die Artus Legende gelesen hat. Im "Winterkönig" werden die altbekannten Personen vollkommen anders umschrieben. Doch sobald man sich auf den kautzigen Druiden Merlin, die so ganz anderen Frauen Morgan und Guinevere und vorallem an diesen unmöglichen Lancelot einlässt und sie so akzeptiert wie sie sind, wird man schnell in das Britannien kurz nach der römischen Besatzung eintauchen. 

Der Autor, Bernard Cornwell läßt die Geschichte von einem Zeitzeugen erzählen: den inzwischen hochbetagten Mönch Derfel. Er war natürlich nicht immer Mönch, sondern wurde, nachdem er von Merlin aufgezogen wurde, zum Krieger ausgebildet und nahm an zahlreichen Schlachten gegen die Sais ( die Sachsen) teil. Er schreibt die Ereignisse, um Artus und die sogenannte Tafelrunde auf Bitten seiner Königin Igraine auf. Die Artus Sage bekommt so den Anschein einer real wirkenden, historischen Erzählung, soweit dies bei dieser Thematik möglich ist.

Es gibt noch zwei weitere Bände in denen Derfel die Ereignisse um Artus für Igraine niederschreibt, diese ist allerdings nicht immer begeistert von dem was sie zu lesen bekommt. Denn Derfel gibt wieder, wie es damals wirklich war, Igraine möchte aber lieber die verklährte und verfälschte Version der Barden höhren, Derfels ausführungen sind ihr einfach nicht strahlend genug. Zum Glück bekommt der Leser aber überwiegend die Erinnerungen von Defel zu lesen.

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Zu distanziert und berichtartig
»Was liest Du?«-Rezension von Sabine, am 10.01.2016

~~Inhalt:

Britannien gegen Ende des 5. Jahrhunderts. Großkönig Uther ist alt und muss sich Gedanken um die Thronfolge machen. Der relative Friede und die Einigkeit unter den verschiedenen keltischen Stämmen, für die Uther ein Garant war, droht zu zerbrechen. Mit Mordred gerät schließlich ein Kindkönig auf den Thron, für den Uthers Bastardsohn Arthur die Vormundschaft übernimmt. Dunkle Tage brechen an, denn nicht nur streiten ein immer stärker werdendes Christentum und der einheimische Götterglaube um die Vorherrschaft; auch die Sachsen an der südöstlichen Küsten drängen immer weiter vor, plündern, brandschatzen und morden. Hinzu kommt, dass Arthur nicht von allen seinen Verbündeten anerkannt wird, so dass auch Krieg unter den vereinten Königreichen droht.

Meinung:

Bernard Cornwell zieht seine Arthus-Geschichte anders auf als die vielen Legenden und Mythen, die man vielleicht sonst so kennen mag. Im Vordergrund stehen hier die historischen Gegebenheiten und Verhältnisse, wie sie zu jener Zeit hätten sein können. Da die Quellenlage diesbezüglich mehr als dürftig aussieht - wie der Autor in einem sehr interessanten Nachwort anmerkt -, ist es Cornwell umso höher anzurechnen, dass er ein lebendiges und farbenreiches Bild dieses "dunklen Zeitalters" zeichnet. Immer wieder habe ich mir während der Lektüre gedacht: Ja, so könnte es in der Tat gewesen sein. Dies ist auch die große Stärke des Buches: das Bemühen um historische Authentizität. Cornwell konzentriert sich vor allem auf die politischen und religiösen Auseinandersetzungen und zeichnet diese detailliert nach: Es gibt nur noch Überreste der einstigen römischen Herrscher und die eigentlichen Briten müssen permanent um ihre Identität ringen. Der Frieden unter den verschiedenen Stämmen ist brüchig, das Christentum konkurriert mit dem einheimischen Heidentum und die Sachsen sowie die Iren sind eine grausame Bedrohung für die Menschen besonders in den Küstenregionen.

Dieses ganze große Durcheinander hat mir in Cornwells Darstellung umheimlich gut gefallen, weil es zum einen sehr lehrreich war (selbst wenn man nicht alles als historisch gesichert betrachten darf), zum anderen aber auch richtig spannend. Ich mag diese ganzen politischen Auseinandersetzungen und religiösen Konflikte.

Woran es dem Buch aber eindeutig mangelt, sind Charaktere! Die Geschichte wird uns aus der Sicht von Derfel, einem ehemaligen Kampfgefährten Arthurs, berichtet. Und dabei bleibt es auch: Das komplette Buch gleicht einem Bericht, bei dem ich als Leser durchgehend das Gefühl hatte, außen vor zu bleiben. Ich war nie Teil der Geschehnisse, sondern fühlte mich merkwürdig distanziert und daher auch kalt gelassen von den geschilderten Ereignissen. Mit Arthur konnte ich kaum etwas anfangen, er blieb auch am Ende des Buches für mich blass und unnahbar. Selbst Derfel, der Erzähler, wurde für mich nie zu einer Figur, mit der ich mitfiebern konnte.

Auch der Scheibstil ähnelt dem eines Berichts; echte Emotionen sind bei mir nie aufgekommen, so dass sich die Lektüre als recht zäh und bisweilen langatmig gestaltete. Ob ich den 2. und soger 3. Teil dieser Arthur-Saga lese, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Fazit:

Hervorragend recherchiertes Buch über die Arthur-Zeit, wie sie historisch wirklich hätte sein können. Leider vermisse ich starke, driedimensionale Charaktere. Die Geschichte hat mich zu keiner Zeit an sich herangelassen, alles blieb seltsam distanziert und blass. Für mich ganz klar verschenktes Potenzial.

3 von 5 Sternen

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Winter über Avalon Britannien zum Ende des fünften Jahrhunderts: Die Tage der großen Dunkelheit sind angebrochen. Längst ist die Erinnerung an das römische Imperium verblasst, und die heidnischen Götter weichen vor dem erstarkenden Christentum zurück. Über das Meer dringen die Heere der Sachsen auf die Insel. Eine tödliche Gefahr, denn die Bündnisse zwischen den keltischen Königreichen sind zu zerbrechlich, um dem Ansturm der Feinde auf Dauer standzuhalten. Als der Großkönig Uther Pendragon stirbt und sein Nachfolger noch ein hilfloses Kind ist, gibt es nur einen Mann, der den Thron halten kann: Uthers Bastardsohn, sein Name ist Arthur ... Der erste Band von Bernard Cornwells großer Artus-Trilogie.

Cornwell, Bernard Bernard Cornwell, geboren 1944 in London und aufgewachsen in Essex, arbeitete nach seinem Geschichtsstudium an der University of London lange als Journalist bei der BBC, wo er das Handwerk der gründlichen Recherche lernte (zuletzt als "Head of Current Affairs" in Nordirland). 1980 heiratete er eine Amerikanerin und lebt seither überwiegend in den USA. Weil er dort keine Arbeitserlaubnis bekam, verwirklichte er seinen lang gehegten Wunsch, Bücher zu schreiben. Im englischen Sprachraum gilt er als unangefochtener König des historischen Abenteuerromans. Seine Werke wurden in über 20 Sprachen übersetzt; Gesamtauflage: Mehr als 20 Millionen Exemplare. Die Queen zeichnete ihn mit dem "Order of the British Empire" aus.