Die Geschichte des Wassers (Buch)

Roman

Maja Lunde

Übersetzung: Ursel Allenstein

Buch
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Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. An Bord eine Fracht, die das Schicksal des... (weiter)

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Details
AutorIn Maja Lunde
Übersetzung Ursel Allenstein
Seiten 480
EAN 9783442757749
Sprache deutsch
erschienen bei Btb
Erscheinungsdatum 12.03.2018
Ursprungstitel Blå
Stichwörter Wasser
Klima & Klimawandel
Bestsellerliste Spiegel
Familienroman
Flucht
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 131 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.1 |  67 Rezensionen
davon Bewertungen:
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Einfach erzählt - aber nachdrücklich.
»Was liest Du?«-Rezension von wandagreen, am 05.07.2018

In ihrem zweiten Roman „Die Geschichte des Wassers“ bringt Maja Lunde ihrer Leserschaft in zwei zeitlich versetzten Erzählsträngen nahe, wie wichtig das Element Wasser auf unserem Erdball ist. Ohne Wasser kein Leben. Daran sollte man beim nächsten Regen denken.
Es ist leider notwendig, dass es einfach geschriebene, leicht zugängliche Romane gibt, die die brennenden Umweltthemen unserer Zeit auf eine nette Art und Weise an eine größere Leserschaft herantragen. Die Fachleute hat man über. Eventuell sogar das Thema. Dabei ist heute schon vieles möglich. Die Idee, Eisberge in wärmere, trockene Gebiete zu schleppen, zum Beispiel, existiert schon seit vierzig Jahren und wird gerade wiederbelebt. Der Mensch kennt keine Grenzen mehr.

Maja Lundes Roman „Die Geschichte des Wassers“ ist sicherlich kein literarisches Meisterwerk, aber der Roman ist trotz seiner einfach gehaltenen Romanfiguren, unterhaltend genug, um Wirkung zu erzielen und das Bewusstsein zu schärfen für die Kostbarkeit der Natur. Besonders für das junge Publikum sind Umweltromane, die gut zu unterhalten vermögen, wichtig. So ist „Die Geschichte des Wassers“ eigentlich auch ein Jugendroman und dürfte in dieser Sparte am besten funktionieren.

Auf die Wasserknappheit hinzuweisen, die bewahrende Aufgabe des Menschen für die natürlichen Ressourcen ins Bewusstsein zu rufen und gleichzeitig anzuprangern, wie oft die Menschheit ihrer Verantwortung für Umwelt und Nachwelt nicht nachkommt, sondern ihr geradezu krass zuwiderläuft, kann im Zeitalter der Unterhaltung am besten mit ihr entsprechenden Mitteln der Unterhaltungsmedien geschehen. Dann kommt die Botschaft an.

Fazit: Die Botschaft kommt an. Informiert über die natürlichen Ressourcen der Erde und regt den einen oder anderen Jugendlichen vielleicht dazu an, sich in einem Umweltprojekt zu engagieren.

Kategorie: Unterhaltung. Jugendroman
Verlag: btb, 2018

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Kann seinem Vorgänger leider nicht das Wasser reichen
»Was liest Du?«-Rezension von BuboBubo, am 21.05.2018

2017 - Die Norwegerin Signe liebt ihre Heimat und die Flüsse, Fjorde und Gletscher.
Doch das damit verbundene Wasser soll anderweitig genutzt werden.
Ausgerechnet ihre Mutter und ihr späterer Ex-Freund schalachten die wunderschöne norwegische Natur ist. Signe versteht nicht, wie man sie mutwillig zerstören kann und versucht alles, das die Natur so wie sie ist, erhalten bleibt.
2041 - Einige Jahrzehnte später flüchtet David mit seiner kleinen Tochter in ein Flüchtlingslanger in Frankreich. Durch einen Brand wurde sein Heimatort zerstört und nun ist er auf der Flucht vor der Hitze und dem Wassermangel, der überall auf der Welt zu spüren ist. Er hat seine Frau und seinen einjährigen Sohn verloren und hofft sie bei ihrem ausgemachten Treffpunkt, das Lager, wieder zu finden.
„Die Geschichte des Wassers“ ist ähnlich aufgebaut wie sein Vorgänger „Die Geschichte der Bienen“.
Zu unterschiedlichen Zeiten begleiten wir unterschiedliche Personen, die doch irgendwie miteinander verwoben sind, wie die Natur zu Grunde geht.
Ohne Wasser kein Überleben.  Es ist unser Lebenselixier. Doch die Menschen gehen unvorsichtig mit der Welt um und zerstören ihre Lebensgrundlage. Auch hier schafft Maja Lunde eine dystopische Zukunft und zeigt uns Lesern auf, was passieren könnte, wenn wir weiterhin so gedankenlos mit der Natur umgehen. Ein Thema, das zum Nachdenken anregt.
Leider hat mit ihr zweiter Roman weniger gut gefallen, als ihr erster.
Vielleicht lag es daran, dass wir hier nur zwei Perspektiven haben, und im Vorgänger drei.
Die Zerstörung wurde hier nicht ganz so deutlich, beziehungsweise ging mir nicht so nahe.
Mit Signe bin ich erst ganz zum Schluss warm geworden und hab zwischenzeitlich ihren Handlungsstrang gar nicht verstanden. Ich wusste nicht wer in ihrer Familie auf welcher Seite steht und was genau passiert – erst zum Ende hin wurde es deutlich, aber da habe ich schon so gut wie vollständig das Interesse an ihrer Story verloren.
Ganz anders bei David und seiner kleinen Tochter. Die Handlung fand ich spannend und habe sehr mitgefühlt. Manche Handlungen von ihm konnte ich nicht ganz nachvollziehen – beispielsweise die Rangelei – aber das hat dem Ganzen kein Abbruch getan. Ich wollte unbedingt wissen wie es mit ihm und seiner Tochter weitergeht. Besonders mitgefiebert habe ich bei der Suche nach seiner Frau und seiner Tochter. Es hat mich innerlich fast zerrissen, dennoch muss ich sagen, dass die Thematik des Wassers zwar vorhanden war, aber nicht drastisch genug für mich ausgearbeitet wurde.  Dabei bietet das Thema Wasser beziehungsweise Wassermangel so viel Potential.
Im Vergleich zu „Die Geschichte der Bienen“ war dieser Roman leider sehr schwach, aber an für sich ein guter und solider Roman.
Ich bin gespannt, welche Thematiken sie in den weiteren zwei Teilen bearbeiten wird und ob sie mich wieder mehr begeistern können.
 
Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar aus dem btb-Verlag.
 
 

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Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. An Bord eine Fracht, die das Schicksal des blauen Planeten verändern kann. Frankreich, 2041. Eine große Dürre zwingt die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden, es ist längst nicht genug Trinkwasser für alle da. Doch bei dem jungen Vater David und seiner Tochter Lou keimt Hoffnung auf, als sie in einem vertrockneten Garten ein uraltes Segelboot entdecken. Signes Segelboot. Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit.