Die Gewürzhändlerin

Die Gewürzhändlerin (Taschenbuch)

Historischer Roman. Originalausgabe

Taschenbuch
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Von der Eifel an den Rhein: Ein Frauenschicksal im Mittelalter. Luzia verbringt mit ihrer Herrschaft die Wintermonate in Koblenz. Die Bauerntochter ist überwältigt: Das Leben in der Stadt ist so aufregend! Ihr... (weiter)

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Details
AutorIn Petra Schier
Edition 5. Aufl.
Seiten 541
EAN 9783499256288
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt TB.
Erscheinungsdatum 22.11.2011
Stichwörter Historische Kriminalromane
Koblenz
Geschichte
Krimi/Thriller
Mittelalter
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.7 | 23 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.9 |  8 Rezensionen
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Luzia + Martin = Feuer + Eis
»Was liest Du?«-Rezension von Sina, am 30.09.2015

Luzia verbringt zusammen mit Elisabeth von Mantern und deren Ehemann die Wintermonate in einem Stadthaus in Koblenz. Dort trifft sie auf Martin Wied, den sie in Kempenich schon kennengelernt hat. Martin wurde als Kind bei einem Feuer schwer verletzt und muss seit dem mit Brandnarben leben. Luzia hilft Martin in dessen Kontor und baut sich selbst eine kleine Kundschaft mit Gewürzen und Buchfarben auf. Als Martin aber des Mordes angeklagt wird, möchte Luzia beweisen, dass er nicht der Schuldige ist.

Nach "Der Eifelgräfin" musste ich sogleich nach dem zweiten Band greifen, den ich ebenso verschlungen habe, wie den ersten. Die Autorin knüpft fast nahtlos an die fesselnde Erzählweise an, die sie in Band 1 schon an den Tag gelegt hat.

Diesmal geht es jedoch nicht vorrangig um Elisabeth, die ja ihr Glück mit Johann schon gefunden hat, sondern um Luzia, Elisabeths Leibmagd und den Händler Martin Wied. Beide sind sehr streitlustig und giften sich fast nur an. Unterschwellig kommt allerdings eine andere Botschaft rüber. Dies zieht sich durchs ganze Buch und bald merkt man: die beiden sind füreinander geschaffen, aber es steht doch einiges im Weg.

Sehr oft wird erwähnt, welchen Stand Luzia hat. Sie ist "nur" eine Bauerstochter, zwar eine freie, doch vom Stand her sehr niedrig. Während Martin als Händler und auch aufgrund seiner Vorfahren einen höheren Stand aufweisen kann. Luzia ist sich dessen sehr wohl bewusst und nimmt dies auch sehr ernst.

Dies hat mich sehr nachdenklich darüber gemacht, wie schwer es damals war und vor allem, wie sehr Wert darauf gelegt wurde, niedrige und hohe Ränge ja nicht zu mischen. Aber es gab dann doch welche, die sich über diese Regeln hinweg gesetzt haben und so ein glückliches und zufriedenes Leben mit denjenigen führen konnten, die sie lieben.

Luzia ist eine - für das "schwere" Mittelalter - sehr toughe Frau, die sich nichts sagen lässt und keinem Streit aus dem Weg geht. Und doch ist sie ein herzensguter Mensch, die diejenigen die sie liebt, mit allen Mitteln verteidigt.
Auch ihren Weg, sich selbst einen kleinen Handel aufzubauen, verfolgt sie stur. Ihr Mut ist bewunderswert und dies merken zum Glück auch die richtigen Menschen.

Der bildhafte Schreibstil erzeugt wieder ein Kopfkino der besonderen Art und man hat das Gefühl, dass man sich mitten in Koblenz bei Luzia und Ihren Lieben befindet.

Auch diesmal kommt das geheimnisvolle Kruzifix sporadisch zum Einsatz. Da nun der dritte Teil "Die Bastardtochter" vorliegt, hoffe ich, dass geklärt werden kann, was es mit dem Kreuz letztendlich auf sich hat.

Fazit:
Wieder ein spannender Roman aus der Feder von Petra Schier.

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Eines meiner Lieblingsbücher
»Was liest Du?«-Rezension von Sonja, am 31.12.2013

Koblenz im 14. Jahrhundert: Die Bauerntochter Luzia ist inzwischen die Leibmagd von Gräfin Elisabeth von Manten. Von ihrer Familie ist ihr nur Anton geblieben, ihr fünf Jahre jüngerer Bruder. Die Eltern und Schwester Trinchen sind an der Pest gestorben. Die Wintermonate verbringen Luzia und Anton mit ihrer Herrschaft im neuen Stadthaus in Koblenz. Anton bekommt dort eine Lehrstelle beim Weinhändler Martin Wied, und auch Luzia wird durch einen Zufall Martins Gehilfin und verkauft Gewürze für ihn auf dem Jahrmarkt. Die Arbeit macht ihr viel Freude…
* Meine Meinung *
Genau wie auch bereits der erste Band „Die Eifelgräfin“ hat mich auch „Die Gewürzhändlerin“ sehr beeindruckt. Man taucht ab in ein Leben im Mittelalter mit originellen Personen, echten Orten und einer durchdachten Handlung. Der Roman hat um die 550 Seiten, und doch fliegen die Kapitel nur so vorbei. Man kann sich fallenlassen in diese Geschichte, sie richtiggehend miterleben und merkt dabei gar nicht, wie die Zeit vergeht. Dieser Roman ist einer von denen, bei deren Lektüre man wirklich alles um sich herum vergessen kann.
Dabei möchte ich auch hier wieder besonders betonen, wie gut ich es finde, dass auch ein Mittelalterroman ohne Gewaltszenen und Kriege auskommen und trotzdem kurzweilig und spannend sein kann.
Die Protagonistin Luzia ist mir sehr sympathisch, ebenso wie ihre Freundin und Herrin Elisabeth von Manten, die aber in diesem Roman eher nur eine Nebenrolle spielt.
Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Luzia und Martin anbahnt, ist zwar immer irgendwie gegenwärtig, aber eher still im Hintergrund. Im Vordergrund steht Luzia und wie sie ihr Leben im Mittelalter meistert.
Das Gute ist, dass man „Die Gewürzhändlerin“ durchaus auch lesen kann, wenn man den ersten Teil nicht kennt. Schöner ist es aber natürlich, beide Romane zu lesen, da sie schon aufeinander aufbauen.
Allen Freunden von Historischen Romanen kann ich „Die Gewürzhändlerin“ nur sehr empfehlen! Es ist ein tolles Buch!

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Von der Eifel an den Rhein: Ein Frauenschicksal im Mittelalter. Luzia verbringt mit ihrer Herrschaft die Wintermonate in Koblenz. Die Bauerntochter ist überwältigt: Das Leben in der Stadt ist so aufregend! Ihr Glück scheint vollkommen, als der Gewürzhändler Martin Wied sie um ihre Mitarbeit bittet: Ingwerwurzeln, Safranfäden, Paradieskörner, Zitronenöl, Muskatnuss - Luzia entdeckt ihre Passion. Ihr Verkaufstalent, ebenso wie ihr hübsches Äußeres, bleibt auch anderen nicht verborgen. Ausgerechnet Siegfried Thal, der Sohn von Martins größtem Konkurrenten, will Luzia zur Frau. Noch bevor Martin ihr seine eigenen Gefühle offenbaren kann, wird er des Mordes angeklagt. Überzeugt von seiner Unschuld, beginnt Luzia nach dem wahren Täter zu suchen ...

Schier, Petra Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2003 als freie Autorin. Ihre historischen Romane, darunter die Reihe um die Apothekerin Adelina, vereinen spannende Fiktion mit genau recherchierten Fakten. Petra Schier ist Mitglied des Vorstands der Autorenvereinigung DELIA.