Die Magie der Lüge (Buch)

Roman

Buch
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Anderta Passario führt ein Doppelleben. Tagsüber ist sie eine harmlose Wahrsagerin, nachts eine gerissene Diebin. Sie ist glücklich. Doch eines Tages verändert ein Zauber die Wirklichkeit und Anderta scheint... (weiter)

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Die Magie und die Wahrheit
»Was liest Du?«-Rezension von Katha Kraft, am 14.09.2017

Nachdem mich Band 1 schon begeistern konnte, musste natürlich Band 2 auch her. Auch dieses mal konnte mich die Story fesseln, auch wen es anfangs etwas zu langatmig und langweilig war. Aber das positive ist, es knüpft da an, wo Band 1 zu Ende geht. 

 

In der ersten Hälfte dreht es sich um die Reize zu Tirasan und den Veränderungen, die die Protagonistin durch macht. Es fehlt dabei etwas an Spannung, den die Reie empfand ich als langweilig. Aber ab der zweiten Hälfte wird es dann doch spannender und fesselt dann auch einen mehr. Die Protagonistin hier ist Anderta Passario, die wie ihr Bruder Tirasan, die Wahrheit hört und sagt. Doch sie ist nicht gezwungen dazu immer die Wahrheit zu sagen und vorallem verschließt sie die Augen, vor ihrer eigenen Wahrheit. Ich musste mit ihr erstmal klar kommen, da sie die Wahrheit schamlos ausnutzt. Sie und ihr Partner bestehlen die Reichtümer anderer Leute. Deshalb war sie mir auch zu Anfang unsymphatisch. Kurbabu Londus, Andertas Partner, war mir sowieso unsymphatisch. Er hatte eigentlich nur die Reichtümer im Sinn, um seinen Namen einen neuen Sinn zu geben. Da er durch seinen Namen bekannt ist, immer früh zu sterben. Er möchte aber Reich und lange Leben, ohne Sorgen, deshalb nimmt er nicht jeden Auftrag an. 

Anderta wurde mir aber immer symphatischer, als ich festgestellt habe, das sie so redet wie es ihr passt. Auch die Nebencharakter waren erfrischend. Man trifft neue als auch alte Charakter, die im ersten Band schon Teil der Story waren. 

 

Der Schreibstil war gewohnt locker und leicht zu lesen. Zu Anfang musste ich, wie oben geschrieben, etwas kämpfen aber dennoch war ich gefesselt und neugierig, was die Story weiter bringt. Man sollte allerdings aber Band 1 gelesen haben. Den sonst bleiben zu viele Fragen unbeantwortet. Die Autorin hat sich auch hier wieder mühe gegeben, die Ortschaften sowohl auch die Reise schön bildlich zu beschreiben. Man verfolgt sie zwar die ganze Reise lang, aber es kommen dadurch zu viele nebensächliche Sachen auf. Trotzdem finde ich es eine gute Idee. Was einigen anderen sonst gefehlt hätte, wurde mir aber zu langatmig. Aber beide Storys sind wirklich erfrischend und man hat sie so noch nicht gelesen. Man muss erstmal auf so eine Idee kommen, den Namen eine Magie zu zuteilen. 

Faszinierende Geschichte mit viel Potential für eine weitere Fortsetzung!
»Was liest Du?«-Rezension von fuepsel, am 11.09.2017

Dies ist der Nachfolgeband von "Die Magie der Namen", welcher mir schon sehr gut gefallen hat, aber ich finde, dieser ist noch besser gelungen! Man sollte aber unbedingt den ersten Teil vorher lesen, weil viele Ereignisse darauf aufbauen und man die Besonderheiten der Namensmagie dann viel besser versteht.

Anderta Passario ist eine Wahrheitsfinderin und erlebt deshalb, als eine der wenigen Menschen, bewusst die Veränderung der Wirklichkeit, die Tirasan Passario mit seiner mächtigen Magie ausgelöst hat. Plötzlich wird sie in die Mutterrolle gedrängt und auch sonst ist ihr gesamtes Leben auf den Kopf gestellt und sie versucht verzweifelt, ihr früheres Dasein, an das sie sich im Gegensatz zu allen Anderen erinnern kann,  wiederherzustellen. Doch dazu muss sie den Urheber des Zaubers finden und begibt sich mit ihrem Gefährten, ihrem Sohn und einigen zuerst ungebetenen Gästen auf die gefahrvolle Suche...

Mir war die Figur der Anderta sofort sympathisch, obwohl sie am Anfang sehr egoistisch erscheint, weil sie nur an die gestörte Beziehung zu ihrem Partner Londurs und weniger an das Wohlergehen ihres Sohnes Sanjan denkt. Doch man kann ihre zwiespältigen Gefühle sehr gut nachvollziehen und ich bin beeindruckt, wie einfühlsam und verständlich die Autorin deren erwachende Mutterliebe ausgearbeitet hat. Die persönliche Entwicklung von Anderta und auch die wiedererwachende Liebe zwischen Tirasan und seinem treuen Gefährten Rustan habe ich mit Vergnügen verfolgt. Dabei geht es natürlich nicht ohne Schwierigkeiten und überraschende Wendungen, die die Handlung mit spannenden Szenen würzen.

Herrlich amüsiert habe ich mich über den kleinen Sanjan, der auf der Reise, genau wie die Kinder in unserer Welt, gequengelt und genervt hat, so dass man sich total gut in die Erziehungsnöte seiner Eltern hineinversetzen konnte. Zum Glück gab es noch einen sehr geduldigen Mitreisenden, der mir als Nebencharakter auch sehr gut gefallen hat.

Am Ende des Buches ist ein Verzeichnis angehängt, auf dem man die Erklärungen zu den jeweiligen Namen, Titeln und Dynastien nachschlagen kann. Eine detaillierte und ansprechend gestaltete Karte befindet sich ebenfalls auf den Innendeckeln, was ich sehr liebe, weil ich gerne die Wege verfolge, die die Charaktere in der Handlung zurücklegen.

Das Buch kommt zu einem vollkommen befriedigenden Abschluss, aber ich hoffe sehr, dass es noch eine weitere Fortsetzung geben wird, weil mich die neuartige Idee der Namensmagie nach wie vor fasziniert und die Geschichte noch viel Potential in sich trägt!