Die Opfer, die man bringt (Buch)

Ein Fall für Sebastian Bergman

Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt

Übersetzung: Ursel Allenstein, Ulla Ackermann

Buch
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Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe. Er ist hochintelligent. Steht vor seiner schwersten Entscheidung. Aber wird er auch das Richtige tun? Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich damit abgefunden, dass er Kommissar... (weiter)

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Details
AutorIn Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt
Übersetzung Ursel Allenstein, Ulla Ackermann
Edition 2. Aufl.
Seiten 555
EAN 9783805250887
Sprache deutsch
erschienen bei Wunderlich Verlag
Erscheinungsdatum 23.10.2018
Ursprungstitel En högre rättvisa
Stichwörter Tsunami
Reichsmordkommission
Bergman
skandinavische Krimis
Ekelpaket
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.8 | 9 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 5 |  3 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.8 |  6 Bewertungen

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Geniale Fortsetzung
»Was liest Du?«-Rezension von Silly2207, am 04.11.2018

Achtung, Spoiler zu den vorangegangenen Bänden vorhanden, da Band 6 einer Reihe!

Nachdem Sebastian Bergman auf Grund seiner Handlungen nicht mehr im Team der Reichskriminalpolizei willkommen ist, befindet er sich auf einer Lesereise. Seine Tochter Vanja will in keinster Weise zu ihm Kontakt und hat eine neue Stelle bei der Polizei in Uppsala angetreten. Doch in Uppsala gibt es einen Serienvergewaltiger und Chefin der Polizeibehörde Anne-Lie Ulander bittet Bergman um Hilfe. Das missfällt Vanja so sehr, dass sie bereitwillig zurück zur Reichskommission wechselt, doch es scheint für Vanja kein Entkommen gegenüber Bergman zu geben. Mittlerweile scheint es nämlich als seien zu den Vergewaltigungen auch noch ein Mord hinzugekommen und plötzlich sind die Polizei von Uppsala und die Reichskriminalpolizei miteinander verbunden und das alte Team unfreiwillig vereint.
Meine Meinung
Passend zu den bereits erschienenen Bänden der Reihe ist auch Band 6 in seinem üblichen Gewand zu finden, was natürlich dem Erkennungswert entgegen kommt.
Ich für meinen Teil habe mich riesig gefreut, als ich entdeckte, dass es endlich wieder einen neuen Fall für den wohl egoistischsten Ermittler aller Zeiten geben wird und konnte es kaum abwarten, mit dem Lesen zu beginnen.
Da es bereits eine ganze Weile her war, dass ich den vorangegangenen Band gelesen hatte, musste ich mir gerade zu Beginn doch immer wieder die einzelnen Personen ins Gedächtnis rufen. Doch das erleichtern die Autoren dem Leser ungemein, in dem sie immer wieder bei den einzelnen Charakteren kurze Einblicke in vergangene Ereignisse geben. So war ich dann doch nach kurzer Zeit wieder mitten in Schweden und bei der Reichskommission.
Der Schreibstil liest sich, wie gewohnt, leicht und locker. Schnell wird man von der leichten und klaren Sprache gefesselt und will einfach nur noch wissen, wie es bei den so unterschiedlichen Charakteren weitergeht. Allerdings würde ich sagen, dass es hier doch notwendig ist, die bereits erschienenen Bände zu kennen, denn mittlerweile gibt es doch zu beinahe jedem Charakter eine eigene Geschichte, die von Band zu Band intensiviert wird. Wenn man da nicht völlig im Walde stehen möchte, sollte man also wissen, was es mit den Personen so auf sich hat.
Bei diesem Band hatte ich den Eindruck, dass es hier vielmehr um die Entwicklung der handelnden Personen geht. Es gibt zwar, wie auch sonst immer, einen sehr spannenden Fall, den es zu lösen gilt, doch jeder der Ermittler hat hier seine Geschichte zu erzählen. All das wirkt zusammen sehr komplex und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
In kurzen Kapiteln wechseln die Perspektiven permanent und in einem Tempo, dass man der Handlung atemlos folgt. Bergman, Vanja, Billy, die Opfer und noch mehr Perspektiven kommen zum Zuge und halten den Lesefluss hoch. Man hat hier fast schon das Gefühl, dass in diesem Band bereits auf den nächsten hingearbeitet wird, denn natürlich bleibt man mit dem gewohnten Clffhanger zurück.
Sebastian Bergman, ich mag ihn nicht und doch fasziniert er mich immer wieder aufs Neue. Es ist schon erstaunlich, wie es den Autoren gelungen ist, solch eine Figur zu erschaffen, die man zwar nicht leiden kann, von der man aber trotzdem wissen will, wie es mit ihm weitergeht. Bergman hat mich bisher immer wieder mit seiner Intelligenz beeindrucken können und doch ist er einfach kein Sympathieträger. Seine Beziehung zu Tochter Vanja ist und bleibt schwierig, aber völlig nachvollziehbar. Kaum zu glauben, dass Vanja Bergmans Tochter ist, obwohl sie, was die Intelligenz angeht, wohl wenig in Bermans Schatten steht.
Doch neben Bergman steht dieses Mal der Kriminaltechniker Billy mit im Vordergrund. Bereits in Band 5 gab es eine Situation, die mich entsetzt zurückließ und diese gesamte Entwicklung weiterzuverfolgen, las sich mindestens so spannend, wie der eigentliche Fall.
Alles in allem konnten mich die Autoren Hjorth und Rosenfeldt mit ihren Charakteren wieder einmal völlig überzeugen und zeigten mir all die unterschiedlichen Facetten, die Personen in sich bereit halten.
Mein Fazit
Ein Buch, das mich von Beginn an fesseln und überzeugen konnte. Hier steht einmal nicht der eigentlich Kriminalfall im Vordergrund, sondern die Charaktere, die man schon aus den vorausgegangenen Bänden kennt. Wer diese nicht kennt, dem möchte ich raten, bei dem ersten Band der Reihe zu beginnen. Lesenswert ist jedes einzelne Buch. Mag sein, dass der Fall an sich abgeschlossen endet, doch die Entwicklungen der Personen bauen sich immer mehr auf und zeigen Abgründe, wo man sie nie vermuten möchte. Wer die Reihe mag, für den ist auch der sechste Band ein muss. Ich für mein Teil hoffe sehr, nicht wieder so lange auf eine Fortsetzung warten zu müssen. Komplette Leseempfehlung für die gesamte Reihe!

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Klasse 6. Band
»Was liest Du?«-Rezension von Miss Norge, am 22.10.2018

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe. Er ist hochintelligent. Steht vor seiner schwersten Entscheidung. Aber wird er auch das Richtige tun?
Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich damit abgefunden, dass er Kommissar Höglunds Team bei der Reichsmordkommission verlassen musste. Er widmet sich seinem Buchprojekt und hält Vorträge, einzig zu Tatortanalytikerin Ursula hat er noch Kontakt. Seine Tochter Vanja will ihn weder sehen noch sprechen. Vanja arbeitet inzwischen bei der Polizei in Uppsala, sie ermittelt in einer perfiden Vergewaltigungsserie. Als die Reichsmordkommission eingeschaltet und auch Sebastian Bergman hinzugezogen wird, trifft das Team von einst wieder zusammen: Alte Konflikte drohen zu eskalieren. Und der brutale Vergewaltiger schlägt weiter zu. Bei der Suche nach ihm verdichten sich die Hinweise, dass er seine Opfer nicht zufällig auswählt. Doch gleich mehrere Personen scheinen verhindern zu wollen, dass die Verbindung zwischen den Frauen ans Licht kommt und der Täter gefasst wird.
(Quelle: Seite des Rowohlt Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Endlich hatte die lange Wartezeit ein Ende und Band 6 der Serie um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman ist erschienen. Ich wollte mich zügeln und wirklich langsam lesen und genießen, da man als Fan weiß, das es nun wieder einige Jahre dauern kann, bis das nächste Buch erscheint, aber es ging einfach nicht. In zwei Tagen war das Vergnügen vorbei. Die Fälle sind zwar in sich abgeschlossen, aber um das Drumherum und die ganzen Verbindungen des Teams untereinander zu verstehen, sollte man wirklich mit Band 1 beginnen. Ich finde in keiner anderen Reihe ist das so wichtig und unerlässlich wie hier. In diesem Band geht es um Vergewaltigungen und um versuchte Vergewaltigungen. Die Frauen in Uppsala trauen sich kaum noch auf die Straße. 
Beim Lesen spürt man, das hinter allem ein großes und dunkles Geheimnis stecken muss. Anne-Lie Ulander ermittelt in diesen Fällen und sie überredet Sebastian Bergman ihr unter die Arme zu greifen. Man ahnt es schon, denn auch Vanja Lithner ist als Ermittlerin bei diesem Fall eingesetzt und das führt wieder einmal zu Spannungen zwischen ihr und Bergman. Neben diesen schrecklichen Fällen gerät auch Billy, aus dem Torkel-Team, in den Mittelpunkt, denn er kann "die Schlange", also seine mörderischen Gefühle nicht im Zaum halten. Billy ist beim Polizei-Team als PC- und Technikspezialist tätigt, verheiratet mit My, hinter deren Rücken er versucht den Mord an seiner ehemaligen Kollegin und Freundin Jennifer zu vertuschen. Er hält ihre Accounts in den Sozialen Medien am Leben, nach dem Motto, das sie noch putzmunter ist und sich nur eine Aus-Zeit genommen hat. Dieser Teil des Geschichte hat mir extrem gut gefallen, weil ich als Leserin immer Teil seines Tuns und seiner Gedanken war. Sebastian Bergman selbst hat sich, zum Glück, nicht verändert. Er tritt in jedes Fettnäpfchen welches sich ihm bietet und nimmt alle Frauen mit ins Bett, die nicht bei drei auf den Bäumen sind. Er ist und bleibt ein A....loch, aber ich finde diesen Charakter einfach klasse und ungewöhnlich toll. Das Ende? Ja zum Ende hin hauen die beiden Autoren wieder einen Knaller heraus, wo mir der Atem gestockt hat. Das kann doch nicht wahr sein, bitte lass es nicht so sein, wie es angedeutet wird. Und sollte es so sein, also dann, dann weiß ich auch nicht. Ein Cliffhanger der seinesgleichen sucht. 
✿ Fazit ✿
Wieder ein toller und spannender Band aus meiner absoluten Lieblingsserie.

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Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe. Er ist hochintelligent. Steht vor seiner schwersten Entscheidung. Aber wird er auch das Richtige tun? Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich damit abgefunden, dass er Kommissar Höglunds Team bei der Reichsmordkommission verlassen musste. Er widmet sich seinem Buchprojekt und hält Vorträge, einzig zu Tatortanalytikerin Ursula hat er noch Kontakt. Seine Tochter Vanja will ihn weder sehen noch sprechen. Vanja arbeitet inzwischen bei der Polizei in Uppsala, sie ermittelt in einer perfiden Vergewaltigungsserie. Als die Reichsmordkommission eingeschaltet und auch Sebastian Bergman hinzugezogen wird, trifft das Team von einst wieder zusammen: Alte Konflikte drohen zu eskalieren. Und der brutale Vergewaltiger schlägt weiter zu. Bei der Suche nach ihm verdichten sich die Hinweise, dass er seine Opfer nicht zufällig auswählt. Doch gleich mehrere Personen scheinen verhindern zu wollen, dass die Verbindung zwischen den Frauen ans Licht kommt und der Täter gefasst wird.

Hjorth, Michael Michael Hjorth ist ein erfolgreicher schwedischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Verfilmungen der Romane von Henning Mankell. Rosenfeldt, Hans Hans Rosenfeldt, Jahrgang 1964, schreibt Drehbücher, zuletzt für die international bislang erfolgreichste skandinavische Serie 'Die Brücke', die zahlreiche Preise erhielt, sowie für 'Marcella'. In seinem Heimatland Schweden ist er ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator. Allenstein, Ursel Ursel Allenstein, 1978 geboren, übersetzt u.a. Sara Stridsberg, Kjersti Skomsvold und Christina Hesselholdt. 2011 erhielt sie den Hamburger Förderpreis und 2013 den Förderpreis der Kunststiftung NRW.