Die Optimisten (Buch)

Roman. Ausgezeichnet: Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction 2019, Ausgezeichnet: LA Times Book Prize for Fiction 2019, Ausgezeichnet: The Stonewall Book Award

Rebecca Makkai

Übersetzung: Bettina Abarbanell

Buch
Für Bewertung bitte einloggen!

Die Liebe in schwierigen Zeiten. Chicago, 1985: Yale ist ein junger Kunstexperte, der mit Feuereifer nach Neuerwerbungen für seine Galerie sucht. Gerade ist er einer Gemäldesammlung auf der Spur, die seiner Karriere... (weiter)

€ 24,00 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 19,99
  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Rebecca Makkai
Übersetzung Bettina Abarbanell
Seiten 624
EAN 9783961610778
Sprache deutsch
erschienen bei Julia Eisele Verlag GmbH
Erscheinungsdatum 04.2020
Ursprungstitel The Great Believers
Stichwörter AIDS
Chicago
Paris
Mütter und Töchter
80er-Jahre
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø5 | 3 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 5 |  2 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 5 |  1 Bewertung

5 Sterne
( 1 )
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Stern

Von 1985 bis 2015
»Was liest Du?«-Rezension von Fabian, am 30.03.2020

 

Die Optimisten, geschrieben von der Autorin Rebecca Makkai ist ein spannender Roman. Der Schauplatz des Romans ist Chicago und Paris und wird in zwei Zeitebenen erzählt.

1985 sind die Anfangsjahre der HIV Erkrankung und wird in der Homoszene, der Chicago Boys Town, dargestellt. Der schwule Kunstexperte Yale Tischmann erzählt aus seiner Perspektive von der Liebe und den Ängsten vor Ansteckung und Tod.

 

30 Jahre später 2015 sucht Fiona, die die Schwester eines damals Gestorbenen ist, ihre Tochter Claire in Paris. Dort trifft sie Bekannte aus Chicago wieder.

 

Die Autorin versteht es mit ihrem guten eindringlichen Stil den Leser in ihren Bann zu ziehen.

 

Die Optimistin ist eine spannende bewegende Geschichte.

 

 

mehr zeigen ...

Rebecca Makkai - Die Optimisten
»Was liest Du?«-Rezension von Miss.mesmerized, am 24.03.2020

„Sie hatte so viele Schuldgefühle, wenn sie an ihre Freunde zurückdachte – sie wünschte, sie hätte einige von ihnen überredet, sich früher testen zu lassen, wünschte, sie könnte die Zeit zurückdrehen (...)“

 

2015, Fiona sucht nach ihrer Tochter, schon seit Jahren hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihr, jetzt gibt es Hinweise darauf, dass sie sich in Paris aufhalten könnte. Während der Suche quartiert sie sich bei ihren alten Freunden ein, die sie schon in den 80er Jahren kannte, als es in Chicago eine Gruppe von jungen Künstlern gab, vorwiegend Männer und schwul, die nicht nur die Liebe zur Kunst teilten, sondern auch die Angst vor dem noch unbekannten, todbringenden Virus, der nach und nach den Kreis der Freunde dezimierte, unter anderem auch Fionas Bruder Nico und ihren guten Freund Yale. Zwischen Erinnerungen an die damalige Zeit und der Nachforschungen nach Claire muss sich Fiona der Frage stellen, was sie in ihrem Leben richtig und falsch gemacht hat und vor allem, wie sie die Verbindung zu ihrer eigenen Tochter verlieren konnte.

 

Rebecca Makkais dritter Roman gehörte 2018 zu einem der erfolgreichsten Bücher des Jahres und war unter anderem Finalist für den Pulitzer Prize in der Kategorie Fiction. Es ist eine berauschende Geschichte, die voller Leben und voller Leben in Angst vor dem Tod ist. Viele Figuren existieren nur noch in der Erinnerung und gleichzeitig fällt es jenen, die zeitgleich leben schwer, zueinander zu finden. Auf mehreren Ebenen angesiedelt – 2015 sucht Fiona nach ihrer Tochter in Paris, 1985 lebt die Kunst-Clique in Chicago, Nora erinnert sich an die Zeit der 1920er in Paris im Kreis der großen Maler und Autoren – zeigen sich wiederkehrende Verhaltensweisen und das Leben in Angst wird gespiegelt. Das verbindende Element ist fraglos die Kunst, denn diese überdauert und kann gestern wie heute Emotionen auslösen, Momente konservieren und vergessene Episoden wieder aus den Tiefen des Gedächtnisses hervorbringen.

 

Sowohl die Nachwehen des 1. Weltkrieges wie auch die Anschläge auf das Bataclan 2015 sind nur die Leinwand, auf der die Handlung und das Lebensgefühl gezeichnet werden. Sie verschwinden unter dem Leben der Figuren, verblassen und bilden nur mehr einen Schatten. Ganz anders sieht die Bedrohung durch das noch unbekannte und damit unkontrollierbare AIDS Virus der 1980er Jahre aus.  Dieses lässt sich nicht verdrängen oder übermalen, geradezu übermächtig bestimmt es immer wieder die Gedankenwelt der Figuren und lässt sich nur kurz vergessen, um zu leben.

 

Eine ausdrucksstarke Erzählung, die mich stark an Donna Tartt oder auch Paul Auster erinnert. „Die Optimisten“ steht durch und durch in der Tradition der Great American Novel, denn Makkai fängt überzeugend den Geist und das Lebensgefühl der 80er Jahre Kunstszene ein. Zwischen einerseits großer Begeisterung für die Malerei oder auch Fotografie und Film und andererseits der lähmenden Angst vor der unheilbaren Immunschwäche, liefern sich Leben und Sterben einen Wettkampf, der jedoch das irdische Dasein überdauert und sowohl in den Werken, der Erinnerung wie auch in den Nachkommen letztlich fortbesteht.

 

Vielschichtig und komplex, dabei wunderbar erzählt – ein Buch, das tief bewegt.

mehr zeigen ...

Die Liebe in schwierigen Zeiten. Chicago, 1985: Yale ist ein junger Kunstexperte, der mit Feuereifer nach Neuerwerbungen für seine Galerie sucht. Gerade ist er einer Gemäldesammlung auf der Spur, die seiner Karriere den entscheidenden Schub verleihen konnte. Er ahnt nicht, dass ein Virus, das gerade in Chicagos "Boys Town" zu wüten begonnen hat, einen nach dem anderen seiner Freunde in den Abgrund reißen wird. Paris, 2015: Fiona spürt ihrer Tochter nach, die sich offenbar nicht finden lassen will. Die Suche nach der Tochter gestaltet sich ebenso zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, denn in Paris trifft sie auf alte Freunde aus Chicago, die sie an das Gefühlschaos der Achtzigerjahre erinnern und sie mit einem großen Schmerz von damals konfrontieren. Die Optimisten ist eine zutiefst bewegende Geschichte darüber, wie Liebe uns retten, aber ebenso vernichten kann, und wie uns traumatische Ereignisse ein Leben lang prägen können, bis Heilung möglich wird. PULITZER PRIZE FINALIST NATIONAL BOOK AWARD SHORTLIST AUSGEZEICHNET MIT DER ANDREW CARNEGIE MEDAL AUSGEZEICHNET MIT DEM LOS ANGELES TIMES BOOK PRIZE NEW YORK TIMES 10 BEST BOOKS 2018

Makkai, Rebecca Rebecca Makkai lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Tochtern in der Nahe von Chicago. Die Optimisten ist ihr dritter Roman und bedeutete für die Autorin den großen Durchbruch. Nicht nur wurde er ein New-York-Times-Bestseller, sondern schaffte es darüber hinaus sowohl auf die Shortlist des Pulitzer Prize als auch des National Book Award, wurde mit der Carnegie Medal und dem Los Angeles Times Book Prize for Fiction ausgezeichnet und zu einem der New York Times Best Books 2018 gewählt. Derzeit ist eine auf dem Roman basierende TV-Serie in Vorbereitung.