Die Stille des Todes (Taschenbuch)

Thriller

Eva García Sáenz

Übersetzung: Alice Jakubeit

Taschenbuch
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Es sterben immer zwei. Sie sind immer gleich alt. Und sie kennen sich nicht. Der erste Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken Eine Stadt ist in Angst. In der Kathedrale von Vitoria liegt ein totes Paar, völlig... (weiter)

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Mysteriöse Morde im Baskenland
»Was liest Du?«-Rezension von cebra, am 11.07.2019

Als nahe der baskischen Stadt Vitoria die Leichen zweier Menschen gefunden werden, scheint sich ein Alptraum fortzusetzen, der vor zwanzig Jahren seinen Anfang nahm. Denn die Umstände gleichen exakt denen der Morde von damals: jeweils Zwei gleichen Alters, Mädchen und Junge, nackt, eine Hand an der Wange des anderen, abgelegt an einem geschichtlich bedeutsamen Ort. Doch der Mörder wurde gefasst und befindet sich noch immer in Gefangenschaft.

Eva García Sáenz, selbst Baskin, nimmt den Leser in ihrem ersten ins Deutsche übersetzten Kriminalroman um Inspektor Ayala in ihre Heimat mit. Dabei erzeugen die Beschreibungen der Stadt und die historischen Details eine Atmosphäre, der man sich kaum entziehen kann. Landkarte und Stadtplan der inneren Umschlagseiten unterstützen das Eintauchen in die Geschichte.

Die ungewöhnlichen Umstände der Verbrechen fesseln vom ersten Moment an. Mysteriös, rituell, unerklärlich und grausam muten sie an. 

Unai Ayala, genannt der Kraken, berichtet aus Ich-Perspektive. Gemeinsam mit seiner Kollegin Estibaliz nimmt er die Fährte dort auf, wo sie früher geendet hat. Dabei wird durch den hohen Anteil an wörtlicher Rede ein enger Bezug zu den Protagonisten hergestellt, jedoch müssen öfter entbehrliche Belanglosigkeiten in Kauf genommen werden.

Zwischendurch wird eine Geschichte erzählt, die in den Sechzigern begann und sich allmählich auf die aktuellen Geschehnisse zu entwickelt. 

Beide Stränge sind durchaus spannend zu lesen. Der Zusammenhang ist zu ahnen, doch zunächst nicht ersichtlich. Undurchsichtig erscheinen auch viele der Personen, es gibt zahlreiche Verdächtigungen, doch bis zum überraschenden Ende keine Gewissheit.

Auch für eine Spur Romantik ist Platz, was Herz und Gemüt wohl eher befriedigt als das Interesse an den Ermittlungsfortschritten. Ein wenig Alchemie kommt noch mit in die Tüte, ebenso ein Hauch Mystik. Leichte Selbstironie des Erzählers sorgt als Gegengewicht für Erträglichkeit dieser Mixtur.

Einen klaren Sympathiegewinner gibt es: den uralten, geistig wie körperlich erstaunlich leistungsstarken Großvater, der immer die richtigen Ideen zur richtigen Zeit beizusteuern weiß.

 

Wer ganz unangestrengt der Lösung eines ungewöhnlichen und vertrackten Kriminalfalls beiwohnen und dabei baskisches Lebensgefühl atmen möchte, hat hier vielleicht die passende Lektüre gefunden.

Besondere Location
»Was liest Du?«-Rezension von Elefant, am 10.07.2019

Das Buch hat alle Must-Haves eines guten Krimis: einen packenden Fall,  eine fesselnde Handlung, Protagonisten mit Charakter und ein passendes Ambiente. Besonders letzteres hat es mir angetan. Ich kenne mich nicht wirklich im Norden Spanien aus. Vor diesem Buch wusste ich noch nicht einmal, dass es die Stadt Vitoria gibt. Ich habe vorher noch nie ein Buch aus dieser Ecke der Welt gelesen. Aber genau diese seltene Location macht den besonderen Flair des Krimis aus und hebt ihn unter den Massen an Konkurrenten hervor. Jede Pore der Geschichte schwitzt baskisches Temperament aus und durch jede Ader fließt spanisches Blut. Das Setting liefert den Rahmen für einen spannenden Kriminalfall und gibt den Puls der Geschichte vor.