Die Terranauten

Die Terranauten (Buch)

Roman

Tom Coraghessan Boyle

Übersetzung: Dirk van Gunsteren

Buch
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In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von "Ecosphere 2" verlassen.... (weiter)

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Details
AutorIn Tom Coraghessan Boyle
Übersetzung Dirk van Gunsteren
Edition 3. Aufl.
Seiten 603
EAN 9783446253865
Sprache deutsch
erschienen bei Hanser, Carl GmbH + Co.
Erscheinungsdatum 09.01.2017
Ursprungstitel The Terranauts
Stichwörter 20. Jahrhundert
Bestseller
Ökologie
USA
Wissenschaft
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.2 | 73 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.1 |  29 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.3 |  44 Bewertungen

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unspektakulär
»Was liest Du?«-Rezension von wusl, am 08.05.2019

~~Die Terranauten war mein erstes Buch von T.C. Boyle. Ich war von dem angenehmen Schreibstil überrascht und kam gut in die Geschichte rein. Was sich allerdings anfangs für mich wie ein hochinteressantes Versuchsprojekt anhörte, mutierte für mich zusehends zu einer abgewandelten Version von Big Brother. Soll heißen, hier wurde das Belanglose erzählt und die Niederen Instinkte des Menschen ausgelebt. Die viel zu kleine Versuchsgruppe wurde wie unter einem Brennglas beobachtet aber es gab keine neuen Erkenntnisse, keine wirklich spannenden Entwicklungen. Wie bei Big Brother wurde hier über Belangloses gestritten, es wurde betrogen und gelogen, die eigenen Befindlichkeiten waren den Protagonisten durchweg die Wichtigsten. Das Projekt an sich verkam zu einer unharmonischen WG, die zerstritten und voneinander enttäuscht war.

Alle Protagonisten waren mir ziemlich unsympathisch oder zumindest egal. Teilweise waren sie mir einfach zu unreif, hatten keinen wissenschaftlichen Anspruch. Dieses abgeschlossene Universum hätte Raum geboten für essentielle Fragen und Antworten zum Menschsein, zu Gesellschaften, die vom Rest der Welt abgeschottet sind. Aber da kam mir zu wenig davon rüber. Ich hatte irgendwie immer zu großen Respekt von Boyle. Aber seine Geschichte war erstaunlich nichtssagend für mich.


Das Cover fand ich sehr ansprechend und ich schätze mal, ich muss einen weiteren Boyle versuchen, weil dieser einfach nicht mein Fall war.

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Rezension zu Die Terranauten
»Was liest Du?«-Rezension von KruemelGizmo, am 24.09.2017

In den neunziger Jahren wird in den USA versucht in einem geschlossenen Ökosystem das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang werden acht Bewohner, vier Frauen, vier Männer, in die Glaskuppel „Ecosphere 2“ eingeschlossen. Keiner darf die Kuppel in der Zeit verlassen egal was passiert. Touristen und Fernsehteams können die Bewohner beobachten wie bei einer Reality-Show. In der Kuppel verlieben sich Ramsay und Dawn ineinander und es kommt was nicht passieren darf, Dawn wird schwanger. Kann Dawn das Kind in der Kuppel zur Welt bringen?

Die Terranauten stammen aus der Feder des Autors T. C. Boyle

Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, von Dawn und Ramsey die innerhalb der Kuppel leben und Linda, die außerhalb lebt. Keiner der drei ist ein Sympathieträger, was ja eigentlich nicht stört, allerdings zeigen alle drei Charakterzüge von Egoismus, Neid und Narzissmus in unterschiedlicher Ausprägung und bei Linda mischt sich auch noch eine große Portion Selbstmitleid mit Neid zusammen, was mich beim Lesen leider immer mehr nervte.

Eigentlich hätte die Geschichte genügend Konfliktpotential gehabt um mich wirklich fesseln zu können, denn die Terranauten geraten immer wieder in Schwierigkeiten, die sie an die Grenzen bringen wie Sauerstoffmangel oder Hunger, leider wird dies für mich nicht ausreichend thematisiert sondern läuft nur so nebenbei mit, denn das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf ihre Beziehungen und Sex, wer mit wem und wann. Dadurch hatte ich manchen Abschnitten das Gefühl ich wäre in eine schlechte Reality-Show in Buchform gelandet, was ich wirklich ein wenig schade fand.

Auch hat dieses Buch einige Längen für mich, durch ständige Wiederholungen der Erklärungen des Tagesablaufes, war wer macht und auch dadurch das die drei Protagonisten ein und das selbe Ereignis oder Handlung aus ihrer Sicht nochmal erzählen, was mal interessant sein kann, brachte für mich die Geschichte aber auf Dauer nicht weiter.

Vom Schreibstil her ließ sich das Buch für mich gut lesen und so kam ich trotz der gefühlten Längen gut durch die Geschichte. 

Mein Fazit:

Eine Geschichte mit Längen und Charakteren, die mich nicht überzeugen konnten, aber mit einer Thematik die mich eigentlich schon interessierte.

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In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von "Ecosphere 2" verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität - auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn - und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.

T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, unterrichtete an der University of Southern California in Los Angeles. Bei Hanser erschienen zuletzt Willkommen in Wellville (Roman, 1993), América (Roman, 1996), Riven Rock (Roman, 1998), Fleischeslust (Erzählungen, 1999), Ein Freund der Erde (Roman, 2001), Schluß mit cool (Erzählungen, 2002), Drop City (Roman, 2003), Dr. Sex (Roman, 2005), Talk Talk (Roman, 2006), Zähne und Klauen (Erzählungen, 2008), Die Frauen (Roman, 2009), Das wilde Kind (Erzählung, 2010), Wenn das Schlachten vorbei ist (Roman, 2012), San Miguel (Roman, 2013), die Neuübersetzung von Wassermusik (Roman, 2014), Hart auf hart (Roman, 2015), die Neuübersetzung von Grün ist die Hoffnung (Roman, 2016), Die Terranauten (Roman, 2017) und Good Home (Erzählungen, 2018).