Die Wikingersklavin (Buch)

Roman

Buch
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Anno Domini 1066: Heimatlos und ihrer Freiheit beraubt, landet die junge Fränkin Sophia in der Wikingerstadt Haithabu. Im Haus der Hurenwirtin Svana trifft sie auf Askell. Der Nordmann mit tiefschwarzem Haar tätigt am Ende einer Handelsreise noch einen letzten Kauf: Sophia wird seine Sklavin. Unsichere Zeiten führen Askell, Sophia und den ebenfalls versklavten Benediktinermönch Aidan über die raue See in die unwirtlichen Wälder des Nordens. Blutige Kämpfe und gefährliche Intrigen lassen Sophias Hoffnung auf ein Leben in Freiheit schwinden. Doch das Schicksal hält noch einige Wendungen bereit. Wo Furcht und Verachtung waren, wachsen allmählich Vertrauen und Zuneigung. Deren Stärke muss sich jedoch in einer letzten Herausforderung erst noch beweisen ...

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Details
AutorIn Sabine Wassermann
Seiten 336
EAN 9783937357621
Sprache deutsch
erschienen bei Bookspot
Erscheinungsdatum 05.11.2013
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.2 | 26 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.5 |  10 Rezensionen
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Ein Schmied, ein Mönch und eine Sklavin - Schicksalsgefährten
»Was liest Du?«-Rezension von Gertie, am 03.08.2015

Sabine Wassermann entführt die Leser in das Jahr 1066. Den meisten durch Wilhelm, den Eroberer, bekannt. Zu dieser Zeit liefern sich Angelsachsen, Dänen und Wikinger blutige Gemetzel. Es geht einerseits um die Vorherrschaft zu Land und zu Wasser andererseits um den Kampf der alten (nordischen) Götter und der Christianisierung der Menschen.

Der Autorin gelingt es scheinbar mühelos, die Leser in die unwirtliche raue Landschaft der norwegischen Fjorde zu versetzen. Die Beschreibung der Charaktere und der Landschaft sind eindringlich und klingen realistisch.

Der Schmied Askell, ein Mann mit vielen Geheimnissen und Anhänger des alten Glaubens ist eine vielschichtige Figur.
Die titelgebende Hauptgestalt Sophia macht im Laufe der Zeit eine sehr große Wandlung durch und findet zu sich selbst.
Auch der Mönch Aidan ist eine durch und durch sympathische Figur, die ihren Weg macht

Das Verknüpfen von alten Bräuchen und Riten, Wahrheit und Fiktion machen dieses Buch zu einem spannenden historischen Roman.
Das ausführliche Glossar am Ende des Buches ist sehr hilfreich und macht Lust auf mehr Information zu diesem Thema.

Fazit:
„Die Wikingersklavin“ konnte mich durch die spannende Handlung und die außergewöhnliche Zeit in der die Geschichte spielt voll und ganz begeistern. Ich hätte gut und gerne noch 200 Seiten mehr lesen können.

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Im hohen Norden bei den Wikingern
»Was liest Du?«-Rezension von Silvia, am 01.07.2014

Handlung

Der Schmied Askell kehrt nach einer Handelsreise nach Haithabu bei einer Hurenwirtin ein, wo er sich die Sklavin Sophia kauft, die er mit sich nach Hause nehmen will, um seine Felle zu wärmen. (Haithabu ist eine Wikinger Handelsstadt zwischen  Hamburg und Flensburg.) Sophia war nicht immer Sklavin. Sie ist in einem  kleinen Dorf bei Bremen als Tochter eines Pelzers aufgewachsen und kann gar nicht damit fertig werden, unfrei zu sein. Sie plant, bei der ersten Gelegenheit zu fliehen.

Askell kauft neben Sophia noch den Mönch Aidan und reist mit diesen beiden von Haithabu nach Norden in sein Dorf Bisund. Auf der Überfahrt nach Norwegen, kommt es zu einem Mordanschlag auf Askell, den er aber überlebt. In seinem Dorf ist er offenbar nicht willkommen. Er holt sich seine geistig zurückgebliebene Schwester Asla und reist weiter in den kargen Norden. Obwohl Askell Sophia als Sklavin recht freundlich behandelt, ist sie ihm gegenüber sehr wortkarg und abweisend, während sie zum Mönch Aidan recht schnell Vertrauen schöpft.

Zu Askell baut sie erst eine gewisse Bindung auf, wenn es schon zu spät erscheint.

 

Meine Meinung

Der Roman entführt den Leser in eine völlig ungewohnte Welt. Das Leben der Menschen in Norwegen zu Beginn des 11.Jahrhunderts ist sehr hart und geprägt von Krieg und Kälte. Sabine Wassermann kreiert eine Vielzahl von sehr interessanten Figuren, die im Laufe der Handlung eine Entwicklung durchmachen. Von den Protagonisten konnte ich mir ein gutes Bild machen, weil sie recht anschaulich beschrieben sind.

Die Autorin lässt sowohl sehr brutale als auch gefühlvolle Szenen zu, dennoch hatte ich immer etwas das Gefühl, nur durch eine dicke Glasscheibe Beobachter zu sein. Ich konnte die Stimmung in den Wikingerhäusern zwar recht gut nachvollziehen, hätte aber gerne etwas genauere Beschreibungen gehabt, wie die Häuser und das Mobiliar ausgesehen haben.

Die Handlung ist mir leider etwas statisch und passiv erschienen. Die interessantesten Abschnitte werden jeweils von einer Person im Buch erzählt, so dass man bei der spannenden Eroberungsschlacht von Hastings durch Wilhelm den Eroberer nur indirekt erfährt. Die einzelnen Handlungsabschnitte gehen mir manchmal nicht rund genug ineinander über, so dass ich mich das eine oder andere Mal etwas überrumpelt fühlte und mir nicht sicher war, ob ich etwas überlesen hatte.

Insgesamt hat mir aber das Buch ein gutes Stimmungsbild der Welt der Wikinger im Mittelalter vermittelt. Die Geschichte, die erzählt wird, ist gut, hätte aber mehr hergeben können.

Von mir erhält es 3,5 Sterne

 

 

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Sabine Wassermann wurde 1965 in Simmern geboren und studierte Kunst an der Städelschule in Frankfurt am Main. Das Interesse an der griechischen Sagenwelt und der Antike brachte sie zum Schreiben. Sie lebt als Malerin und Schriftstellerin in Bad Kreuznach, wo sie 2001 mit dem Förderpreis für Kunst und Kultur ausgezeichnet wurde.