Die große Heuchelei (Buch)

Wie der Westen seine Werte verrät

Buch
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Ein großes Plädoyer für Humanismus, eine schonungslose Reportage über das wahre Gesicht unserer Zivilisation und ein Frontbericht aus den Krisengebieten der Welt - das wichtigste Buch von Bestsellerautor... (weiter)

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Details
AutorIn Jürgen Todenhöfer
Edition Neuauflage
Seiten 327
EAN 9783549100035
Sprache deutsch
erschienen bei Propyläen Verlag
Erscheinungsdatum 15.03.2019
Stichwörter Krieg
Frieden
USA
Obama
Trump
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.6 | 34 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.7 |  17 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.6 |  17 Bewertungen

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Lesenswert!
»Was liest Du?«-Rezension von lesestrickeule, am 06.06.2019

Dieses Buch ist ein nachdrückliches Plädoyer für den Frieden. Mittlerweile gibt es sehr viele Kriege in denen der Westen mitmischt. Doch aus welchen Gründen und ist es wirklich hilfreich oder gar notwendig ?

 

Inhalt:

Jürgen Todenhöfer reist in die Länder, wo sich andere nicht hin trauen. Wo Krieg herrscht. Dort versucht er die Situation zu begreifen und spricht mit den Menschen.

In der Mitte des Buches befinden sich bewegende Bilder.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist für mich eine sehr bewegende Reportage, die meiner Meinung nach jeder lesen sollte. Es ist brandaktuell und öffnet die Augen.

Da jedes Kapitel in kleine Abschnitte eingeteilt ist, verliert man nicht den Überblick und es fällt leicht dem Autor zu folgen.

"Niemand wird die Verantwortung für seinen Tod übernehmen. Warum auch? Westliche Piloten töten ja angeblich für eine gute Sache. Für unsere Werte. Für höhere Ziele. Glauben das nicht auch Terroristen?" ( S.26)

Er und sein Sohn Frederick versuchen den Krieg zu begreifen und den Lesern zu schildern was dort wirklich passiert.

"Wenn sie das gesehen haben, was Frederick und ich gesehen haben, sterbende Kinder, sterbende Rebellen, sterbende Soldaten. Menschen im Todeskampf. Da können sie nicht schweigen, wenn sie nach Deutschland zurückkommen. Da können sie nicht schweigen."

Sie schauen nicht nur zu, sondern versuchen auch zu helfen , in dem sie kriegsversehrte Kinder in Syrien mit Prothesen versorgen. Der Erlös aus dem Verkauf ihres Buch geht auch nach Syrien.

Es ist ein Sachbuch, das unter die Haut geht und einem noch sehr lange nachhängt.

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Kann man so und so sehen
»Was liest Du?«-Rezension von Bianca Klemm, am 30.05.2019

 

Jürgen Todenhöfer erklärt an vielen Beispielen, dass es der Westen in seiner Außenpolitik nicht besser macht als der Osten. An erster Stelle stehen die eigenen Interessen. Und Kriege kann man gut führen, so lange sie weit genug weg sind von der eigenen Heimat. Sein Appell an den Westen ist klar definiert. Nur wenn wir selbst die Menschenrechte vorlegen, anstatt sie nur vorzuheucheln, kann es Frieden geben. Die anderen so zu akzeptieren wie sie sind und nicht alles und jedem den eigenen Stempel aufdrücken zu wollen. Dafür reist Jürgen Todenhöfer mit seinem Sohn in die gefährlichsten Gebiete dieser Welt. Hierzu spricht er mit wichtigen Menschen der betroffenen Länder. In diesem Buch sind nicht nur die bekannten Krisengebiete aufgeführt. Kann es ein friedliches gemeinsames Miteinander geben?

Das Lesen dieses Buches lässt mich zwiegespalten zurück. Zuerst einmal der Schreibstil. Fast jedes Kapitel endet mit einer Frage. Das ist mir persönlich einfach zu viel. Klar soll das Buch zum Nachdenken anregen. Aber so ist das einfach too much! Nach dem ich das Buch fertiggelesen habe, kommt es mir persönlich auch ein bisschen so vor, wie wenn es nur schwarz oder weiß gäbe. Wenn man es überspitzt darstellt, macht der Westen im Umgang mit dem Osten in Sachen Außenpolitik alles falsch. Hier hätte es bestimmt auch genügend Ansatzpunkte gegeben, in denen erläutert werden kann, wo es schon gut gemacht wurde. Worauf man aufbauen kann. Solche Aspekte werden, falls überhaupt vorhanden, nur sehr kurz beleuchtet. Ein persönliches Lesehighlight war das letzte Kapitel. Die Beschreibung der Flucht eines jungen Menschen. Dies ist sehr genau und sehr emotional geschrieben. Somit kann sich der Leser auf jeden Fall ein konkretes Bild davon machen, wie es ist auf der Flucht zu sein. Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Ich kann 3 Sterne hinterlassen!

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Ein großes Plädoyer für Humanismus, eine schonungslose Reportage über das wahre Gesicht unserer Zivilisation und ein Frontbericht aus den Krisengebieten der Welt - das wichtigste Buch von Bestsellerautor Jürgen Todenhöfer Die Außenpolitik des Westens beruht auf einer zentralen Lüge: Seine oft terroristischen Militärinterventionen dienen nie der Freiheit und Demokratie, sondern stets ökonomischen und geostrategischen Interessen. Unter Lebensgefahr recherchierte Jürgen Todenhöfer dies zusammen mit seinem Sohn Frederic in den gefährlichsten Krisengebieten der Welt. Sein Fazit: Der Westen muss die Menschenrechte vorleben, statt sie nur vorzuheucheln. Und seine Medien müssen damit aufhören, diese Heuchelei zu decken. Der Westen wird sonst alle Katastrophen der Vergangenheit erneut erleben. Er muss andere Völker und Kulturen so behandeln, wie er selbst behandelt werden will. Nur dann hat er eine Zukunft.

Todenhöfer, Jürgen Jürgen Todenhöfer wurde 1940 in Offenburg geboren. Von 1972 bis 1990 war er CDU-Bundestagsabgeordneter, von 1987 bis 2008 Stellvertretender Vorsitzender eines großen internationalen Medienkonzerns. Er zählt zu den kenntnisreichsten Kritikern der Militärinterventionen im Mittleren Osten. Seit über fünfzig Jahren bereist er dessen Krisengebiete. Er versucht stets, mit allen Seiten zu sprechen: mit Rebellen, Terroristen, Präsidenten und Diktatoren. Vor allem aber mit der leidenden Bevölkerung. Seine Bücher sind allesamt Bestseller und wurden weltweit übersetzt.