Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Die letzten Tage von Rabbit Hayes (Taschenbuch)

Roman

Anna McPartlin

Übersetzung: Sabine Längsfeld

Taschenbuch
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Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt. Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich... (weiter)

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Details
AutorIn Anna McPartlin
Übersetzung Sabine Längsfeld
Edition 6. Aufl.
Seiten 464
EAN 9783499269226
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt TB.
Erscheinungsdatum 17.03.2015
Ursprungstitel The Last Days of Rabbit Hayes
Serien rororo Taschenbücher
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.4 | 375 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.5 |  126 Rezensionen
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Traurige, aber herzerwärmende Geschichte
»Was liest Du?«-Rezension von Hannicake, am 09.01.2020

Mia - genannt Rabbit - Hayes ist Anfang Vierzig und leidet zum zweiten Mal an Brustkrebs. Nachdem sie ihn beim ersten Mal erfolgreich bezwingen konnte, hat er wenige Jahre später gestreut und lebenswichtige Organe sowie ihre Knochen befallen. Schnell wird klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie der Krankheit erliegt. Im Hospiz angekommen, bleiben ihr nur noch wenige Tage zu leben.
Diese neun letzen Tage erlebt der Leser aus verschiedenen Perspektiven ihrer Verwandten und ihrer Freunde.

Die Geschichte wird nicht lediglich aus der Perspektive von Rabbit erzählt, sondern zum Großteil aus der ihrer Eltern, ihrer Geschwister, ihrem ehemaligen Freund und ihrer zwölfjährigen Tochter Juliet.
Jeder hat neben der Betroffenheit und Erschütterung, die Rabbits Tod zwangsläufig mit sich bringt, seine eigenen Probleme. Die Multiperspektivität sorgt dafür, dass der Leser Einblick in die Gedanken und Gefühle aller beteiligten Personen bekommt und sieht, wie unterschiedlich die einzelnen Charaktere mit der Situation umgehen. Zudem werden die Emotionen stärker und unmittelbarer auf den Leser übertragen.
Der Leser erfährt viel über die Vergangenheit der Familie Hayes, die zwangsläufig als eine Art Rückblick im Angesicht des bevorstehenden Todes aufkommt. Dabei hat jeder Protagonist andere Erinnerungen, die einen guten Überblick über das Leben aller vor Rabbits Erkrankung darstellen. Das hat dazu geführt, dass nicht allein traurige Seiten dargestellt wurden, sondern auch unbeschwerte fröhliche Erinnerungen aufkamen. Zudem wurden viele hoffnungsvolle Elemente eingearbeitet, die den Beteiligten Trost spenden.

Der Schreibstil ist detailgenau und an die verschiedenen Charaktere angepasst, die alle eine individuelle eigenen Persönlichkeit aufweisen. Geschrieben ist der Schreibstil in der dritten Person. Dadurch hat es zuerst gedauert, in die Geschichte reinzufinden, aber im Laufe des Buches hat man sich daran gewöhnt und dies nicht mehr als allzu störend empfunden. Der Leser kann sich beim Lesen ein gutes Bild machen und die Situation gut nachempfinden.

In diesem Buch stehen keine Spannungselemente im Vordergrund, sondern im Wesentlichen geht es um die Emotionen und Gefühle, die in einer solchen Situation aufkommen. Beim Lesen schleicht sich mehrfach ein Lächeln in das Gesicht, aber genauso oft kann man nicht verhindern, dass einem Tränen in den Augen stehen.

Das Buch ist jedem zu empfehlen, der eine emotionale Geschichte lesen möchte, und nicht vor traurigen geschilderten Momenten zurückschreckt. Es ist eine herzerwärmende Geschichte, bei der die Seiten nur so dahinfliegen.

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Emotionen pur
»Was liest Du?«-Rezension von Bisco, am 16.07.2019

 

Stell dir vor du bist Teil einer großen Familie und einer tollen Tochter. Du bist 38 Jahre jung und erhältst die Diagnose Brustkrebs. Du kämpfst. Zwei Jahre später steht aber fest das du den Kampf verloren hast. Genau so geht es Rabbit. Sie ist Mutter einer 12jährigen Tochter und es sind die letzten 9 Tage ihres Lebens.

Rabbit ist ein Lebensbejahender Mensch und eine Kämpferin. Schon in der Vergangenheit hat sie genügend zu kämpfen gehabt. Teil einer Großfamilie, Erste Liebe, Alleinerziehend. All das erfahren wir in den Träumen und Erinnerungen von Rabbit während sie im Hospiz lebt. Wir lernen alle Menschen ihres Lebens kenne, sei es bereits tot oder noch lebendig. Ihre Schwester mit den vielen Kindern, ihr unselbstständiger Bruder, die über 70jährigen Eltern.

Die Geschichten sind mal traurig, mal lustig. Man ist sehr schnell ein Teil von Rabbits Leben. Nicht zu vergessen ist das sie im Sterben liegt. Alle wissen das. Und neben der Trauer, die sie erleben, lachen sie dennoch und Rabbit muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Wer wird ihre Tochter nach ihrem Tod übernehmen.  

Ein Buch der Erinnerungen und des Abschieds nehmen. Ein wahnsinnig einfühlsamer Roman. Ich habe auf den letzten Seiten weinen müssen. Man weiß wie es vorbeigeht, aber es trifft einen doch so unvorbereitet als wären es mehr als nur neun Tage gewesen welche wir Rabbit erleben.

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Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt. Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ... Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich.

McPartlin, Anna Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing. Nebenbei stand sie auch als Comedienne auf der Bühne, doch ihre wahre Liebe galt dem Schreiben, das sie bald zum Beruf machte. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Mit ihm lebt sie heute in Dublin. Bereits ihr Debüt «Weil du bei mir bist» war international ein Bestseller. Mit dem Roman «Die letzten Tage von Rabbit Hayes», in dem Anna McPartlin viel von ihrer eigenen Vergangenheit verarbeitet hat, rührte und begeisterte sie unzählige Leserinnen und Leser und landete einen Riesenerfolg. Längsfeld, Sabine Sabine Längsfeld übersetzt bereits in zweiter Generation Literatur verschiedenster Genres aus dem Englischen in ihre Muttersprache. Zu den von ihr übertragenen AutorInnen zählen unter anderem Anna McPartlin, Sara Gruen, Malala Yousafzai, Amitav Ghosh und Simon Beckett.