Die stummen Wächter von Lockwood Manor

Die stummen Wächter von Lockwood Manor (Audio-CD)

Lesung

Jane Healey

Übersetzung: Susanne Keller

Audio-CD
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1939. Hetty Cartwright bringt eine Sammlung des Londoner Natural History Museums vordem heraufziehenden Krieg in Sicherheit - ins verfallene Herrenhaus Lockwood Manor. Doch das Haus wirkt auf Hetty wie verflucht: Ihre geliebten... (weiter)

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Details
AutorIn Jane Healey
Übersetzung Susanne Keller
EAN 9783869744278
Sprache deutsch
erschienen bei Steinbach Sprechende
Erscheinungsdatum 27.04.2020
Ursprungstitel The Animals of Lockwood Manor
Stichwörter 2. Weltkrieg
Herrenhaus
Ausstellung
Burton
Familiengeheimnis
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.4 | 8 Meinungen

davon Rezensionen:
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davon Bewertungen:
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Geheimnisse in Großbritannien
»Was liest Du?«-Rezension von LESERIN, am 01.04.2020


Geheimnisse in Großbritannien

„[…] Unter ihren dunklen Augen lagen müde Ringe, die das leichte Puder, das sie verwendete, kaum verdeckte, ihre Wangen waren mit Sommersprossen übersät, ihr Kinn war eckig und ihr roter Lippenstift makellos aufgetragen. Sie gehörte zu jenen schönen Frauen, die jeder Makel noch schöner macht – eine kleine Narbe an ihrem Kinn, das linke Ohr bog sich um eine Winzigkeit weiter nach außen als das rechte –, und aus irgendeinem Grund überraschte es mich, ausgerechnet jemanden wie sie in dieser gesetzten Umgebung anzutreffen, aber da man ja nie wusste, wem man an welchem Tag zum ersten Mal begegnet, verstand ich nicht recht, weshalb sie mich derart aus dem Konzept brachte...“

 

Im Jahr 1939 muss die dreißigjährige Kuratorin Hetty Cartwright eine Sammlung des Londoner Natural History Museum retten. Der Zweite Weltkrieg wirft seinen Schatten voraus. Die Exponate werden in ein verfallenes Herrenhaus gebracht, nach Lockwood Manor. (Es muss nicht immer die „Kinderlandverschickung“ sein, wenn Geschichten aus den 1940er Jahren erzählt werden!). Dort führt ein Witwer ein eisernes Regiment. Mit Lord Lockwood ist nicht zu spaßen; besonders seine sensible Tochter Lucy leidet unter seiner Tyrannei. Auf Lockwood Manor ticken die Uhren anders als in der modernen britischen Metropole, wie Hetty verblüfft feststellen muss.

Als die ausgestopften Tiere scheinbar nachts umherwandern und sogar zerstört werden, steht fest – es gibt Geheimnisse, die es zu ergründen gilt…

Jane Healeys Debutroman steht in der Tradition des englischen Schauerromans, außerdem präsentiert Healey eine Geschichte mit feministischem Unterton. Hetty und Lucy könnten unterschiedlicher nicht sein – die eine ist eine resolute Person, die sich in einer Männerdomäne durchsetzen muss, die andere eine überaus ängstliche junge Frau; die Gegensätzlichkeit der Figuren fand ich spannend. Überhaupt muss man sagen, dass die Figuren für das Geschehen wichtiger sind als der plot, einen Roman, in welchem die Handlung dominiert, sollte man also nicht erwarten. Die Grundidee von „Die stummen Wächter von Lockwood Manor“ gefiel mir sehr gut, der Anfang war spannend und das Ende einigermaßen überraschend. Obwohl es Längen und Wiederholungen in der Erzählung gab, habe ich die Lektüre nicht bereut, da ich in eine längst vergangene Zeit „abtauchen“ konnte.

 

Fazit:

 Ich – Erzählerinnen führen durch das Geschehen, der bildhafte Stil der Autorin gefiel mir sehr gut. „Die stummen Wächter von Lockwood Manor“ hat mich trotz kleiner Schwächen gut unterhalten!

 

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Tolles Buch mit Gruselfaktor
»Was liest Du?«-Rezension von Buecherseele79, am 28.03.2020

London 1939 : Der Zweite Weltkrieg steht kurz vor dem Ausbruch und das Natural History Museum in London will so viele seiner Exponate wie möglich für die Nachwelt sichern. Hetty Cartwright, die Kuratorin für die Säugetiere geht zusammen mit ihren Exponaten nach Lookwood Manor, dem großen Anwesen von Major Lookwood und seiner Tochter Lucy. Doch kaum angekommen geschehen seltsame Dinge, Albträume nehmen schlimme Ausmaße und auch Hetty scheint hier mit ihren Tieren nicht sicher zu sein..

Ich bin ehrlich – das Cover alleine hat mich unheimlich neugierig auf die Story gemacht und ich konnte mir unter dem Klappentext nicht viel vorstellen was die Neugier weiter befeuert hat.

Der Schreibstil konnte mich recht schnell begeistern und einnehmen, er ist leicht verständlich, die Autorin benutzt eine sehr bildhafte Beschreibung dass ich mir Lookwood Manor, die Tiere, die Umgebung und alles was mit dieser Geschichte zu tun  hat, sehr gut vorstellen konnte. Man fühlte sich recht schnell „heimisch“ aber auch unheimlich beobachtet.

Der Gruselfaktor spielt hier eine große Rolle und ich würde mich schon als Angsthasen bezeichnen, aber hier spielt die Autorin so gekonnt damit. Es ist immer diese leichte Gänsehaut auf den Armen, immer das Gefühl etwas lauert hinter dem eigenen Rücken und doch versucht der Verstand an diese Gefühle logisch heranzugehen. Ich persönlich fand den Gruselfaktor genau richtig, nicht zu übertrieben, spielerisch oder zu wenig, es war eine verdammt gute Mischung.

Hetty und Lucy spielen hier die Hauptrolle und beide sind, auf ihre Art, mir sehr sympathisch geworden. Hetty liebt ihren Beruf, hat sie sonst nicht viel im Leben was ihr Freude bereitet und muss ständig um Anerkennung als Frau in diesem Beruf kämpfen. Ihre Säugetierausstellung bedeutet ihr alles und auch wenn diese Tiere ausgestopft sind habe ich ihre Liebe und Hingebung zu diesen Exponaten sehr bewundert, überhaupt erfährt man auch viel über den Beruf in einem Museum, man muss dies natürlich mögen oder interessant finden.

Lucy hat vor kurzem ihre Mutter und Großmutter verloren, sie leidet, wie schon ihre Mutter, unter Angstzuständen, Albträumen und fühlt sich auf ewig mit dem Anwesen Lookwood Manor verbunden. Ihr Vater ist sehr besitzergreifend und möchte Lucy vor allen Dingen schützen, ihre eigenen Räume der Möglichkeiten sind stark beschränkt. Und doch entwickelt sich eine Verbindung zwischen Lucy und Hetty.

Es geschehen unerklärliche Dinge in Lookwood Manor, es gruselt einen und doch möchte man erfahren was hier vor sich geht, was in diesen Gemäuern passiert ist. Die Autorin spannt einen Bogen, aber dieser ist nicht stark, es ist eine Geschichte die mit den stattfindenden Ereignissen voranschreitet, mal etwas schneller und mit schnellerem Herzschlagen, mal ruhiger und entspannter.
Einen kleinen Punkt Abzug gibt es für das Ende weil mir in gewissen Punkten nicht alles so ganz klar war.

Ich persönlich bin von diesem Buch sehr begeistert und würde es auf jeden Fall eines meiner Highlights für das Lesejahr 2020 sehen und empfehle es daher sehr gerne weiter.

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1939. Hetty Cartwright bringt eine Sammlung des Londoner Natural History Museums vordem heraufziehenden Krieg in Sicherheit - ins verfallene Herrenhaus Lockwood Manor. Doch das Haus wirkt auf Hetty wie verflucht: Ihre geliebten Exponate, der ausgestopfte Panther, die Kolibris und der Eisbär, verschwinden, werden zerstört und scheinen nachts umherzuwandern. Zusammen mit der Tochter des tyrannischen Hausherrn, Lucy Lockwood, versucht Hetty, die nächtlichen Geschehnisse zu ergründen, und bringt ein tragisches Geheimnis ans Licht. Eine fesselnde und betörende Geschichte über eine große Liebe und den Wahnsinn einer Familie, ihre lang vergrabenen Geheimnisse und versteckten Sehnsüchte.

Healey, Jane Jane Healey wuchs in einem viktorianischen Bauernhaus auf, in dem es Gerüchten zufolge spukte. Sie studierte Kreatives Schreiben in New York und schrieb ihre Abschlussarbeit über übersinnliche Phänomene in Jane Eyre. Jane Healey lebt in London. Keller, Susanne Susanne Keller übersetzt Sachbücher und Belletristik und widmet sich nach etlichen Jahren als Sekretärin für Unternehmensberater, Anwälte und Anthroposophen nur noch ihrem erlernten Beruf. Grün, Franziska Franziska Grün ist ausgebildete Sprecherin und lebt in Köln. Unter anderem für RTL arbeitet sie als Off-Stimme für viele Reportagen.