Düsternbrook (Buch)

Roman

Buch
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Das Kieler Villenviertel Düsternbrook ist die ganze Welt. Hier wächst Axel behütet auf und fühlt sich doch oft fremd. Wie er versucht, sich zurechtzufinden und die in ihn gesetzten Erwartungen zu... (weiter)

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Milberg‘s Welt
»Was liest Du?«-Rezension von Kristall86, am 12.08.2019

Düsternbrook - so heißt das Viertel in dem Axel (von seiner Frau Mama liebevoll „Äxelchen“ genannt, weil Alexander ihr nicht passte) Milberg aufwuchs. Ein Villenviertel in dem immer etwas passierte und in dem sich Milberg sehr wohl fühlte....oder auch nicht?! Milberg erzählt in seinem Debüt sein Leben, sein Erwachsenwerden und seine Laufbahn bis hin zum Schauspieler. Es ist keine große Geschichte sondern immer kurze und zusammenhanglose Geschichten die er hier preisgibt. Sein Schreib- und Erzählstil sind typisch für ihn, ruhig und selbstbewusst. Mit seinen Geschichten und Anekdoten gibt er Einblicke in seine persönliche Welt und seine Sichtweisen. Man merkt schnell, das er anders war und ist als andere. Er zeigt sich offen und unverblümt ehrlich, was mir sehr gefallen hat. Das was er schreibt, sieht man in seiner Art wieder. Er verstellt sich bei keinem geschriebenen Wort was er von sich gibt, kurzum, sein persönlicher Wiedererkennungswert ist hier perfekt getroffen. Man merkt aber auch schnell das er nicht nur anders ist, sondern das er sich selbst immer wieder viele Fragen stellt und diese gilt es für ihn zu beantworten. Er ist auf einer Suche....nur nach was genau? Das ist und bleibt sein Geheimnis, was er gern haben darf. Hat ja schließlich jeder von uns und alles muss man ja nun auch nicht preisgeben....Schön zu lesen ist seine Heimatverbundenheit und natürlich sein spezieller Humor. 

Ich mag Milberg als Schauspieler sehr. Er ist ein besonderes Charakter-Gesicht mit enorm viel schauspielerischem Talent. Das er nun doch ein Buch geschrieben hat, fand ich mutig und spannend zugleich. Dieses Buch erhält von mir 4 von 5 Sternen. Warum nicht 5? Ganz klar: dieses Buch ist speziell geschrieben und damit muss man klar kommen und man kann es getrost nach einigen beendeten Kapiteln auch mal zur Seite legen und nach einiger Zeit wieder neue Kapitel lesen....Anekdote für Anekdote sozusagen....Ein Buch bei dem kein Lesesog entsteht aber eine gewisse Neugier wer denn nun dieser „Milberg“ eigentlich ist. Ich fand es unheimlich klasse geschrieben, nur muss man es wirklich „wollen“ zu lesen....Es ist eben speziell, aber das ist das Leben auch....

Konventionelle Lebensgeschichte
»Was liest Du?«-Rezension von westeraccum, am 26.05.2019

Der bekannte Schauspieler Axel Milberg hat ein autobiographisch gefärbtes Buch über seine Kindheit und Jugend im vornehmen Kieler Stadtteil Düsternbrook geschrieben.

Der Vater stammt aus reichem Hause, verdient gut als Anwalt, die Mutter ist Ärztin, kümmert sich aber um die drei Kinder. Klavierunterricht und Tennisstunden gehören zum Alltag, Man lebt das Leben einer gutbürgerlichen Familie der 1960er Jahre. Doch nach dem Abitur an der Gelehrtenschule entschließt Axel sich die Aufnahmeprüfung an der Falckenbergschule in München zu machen und mit den Erwartungen seiner Familie zu brechen.

Das Buch ist eine Mischung aus Autobiographie und Fiktion, wie wir es schon bei den Büchern anderer Schauspieler kennengelernt haben (Joachim Meyerhoff, Christian Berkel). Man kann anfangs nur erahnen, wie alt der kleine Axel in den Episoden ist, denn Altersangaben gibt es nur vereinzelt. 

Interessant ist, dass der Schreibstil sich im Laufe des Buches verändert. Zuerst ist er noch naiv-kindlich und wird zunehmend erwachsener. Einige Episoden sind recht charmant, andere verstörend. Manchmal blitzt ein ganz trockener Humor auf.

Das Buch ist gut zu lesen, reicht aber längst nicht an die Qualität der Bücher von Milbergs Schauspielkollegen Joachim Meyerhoff heran. Interessant ist sicher das Buch von Milberg selbst gelesen zu hören.