Ein wenig Leben (Buch)

Roman

Hanya Yanagihara

Übersetzung: Stephan Kleiner

Buch
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"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum... (weiter)

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Details
AutorIn Hanya Yanagihara
Übersetzung Stephan Kleiner
Edition 9. Aufl.
Seiten 960
EAN 9783446254718
Sprache deutsch
erschienen bei Hanser Berlin
Erscheinungsdatum 02.2017
Ursprungstitel A Litlle Life
Stichwörter 21. Jahrhundert
Freundschaft
Krankheit
Liebesgeschichten
Mann
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.7 | 43 Meinungen

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Ø 4.9 |  15 Rezensionen
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So viel Schmerz und Leid
»Was liest Du?«-Rezension von ulrike rabe, am 27.01.2019

Wo fängt man an bei diesem Buch, wie fängt man an. Es ist die Geschichte einer lebenslangen Freundschaft. Vier junge Männer, Jude, Willem, Malcolm und JB lernen sich am College kennen und auch wenn ihre Leben sich unterschiedlich entwickeln, bleiben sie einander verbunden. Zentrale Figur ist der kluge und charismatische Jude. Doch sein Leben ist überschattet von einer schrecklichen Kindheit, eine Vergangenheit, die so unaussprechlich ist, dass Jude sich niemanden anvertraut. Auch wenn es ihm gelingt, eine Karriere aufzubauen, tiefe Freundschaft zu erfahren und geliebt wird. All diese wunderbaren Dinge können nicht aufwiegen, was ihm als Kind angetan wurde. Es ist eine nicht enden wollende Spirale an Leid, Schmerz und Qual, aus der es kein Entkommen gibt.

Hanya Yanagihra seziert diese leidende Seele so präzise, die Worte schneiden so tief wie Klingen.  Dieser fremde und fiktive Kummer hat mich so mitgenommen, dass ich an manchen Stellen einfach nur wollte, dass es aufhört. Diese Ausweglosigkeit des Leides und die Hilflosigkeit der Menschen, die nur ihre Liebe und Zuneigung zu geben haben, die aber nicht ausreicht, den Schmerz zu lindern. Eigentlich glaube ich mit Entsetzen, so viel Leid kann man gar nicht erfinden. Es gibt nur ganz wenige Bücher, die mich nicht nur psychisch und auch physisch mitgenommen haben (eines davon war „Und es schmilzt“ von Lize Spit), dieses Buch gehört dazu.

Ich weiß, dass dieses Buch und vor allem die Gefühle, die mir beim Lesen entstanden noch ganz lange anhalten werden.  Ein wenig Leben ist ein Buch, das man  nicht leichtfertig empfehlen kann. Und trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben, auch wenn ich mir jetzt zum Ende nur mehr nach einem sehne: Trost

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Ein fantastisches Buch, das Schmerzen bereitet
»Was liest Du?«-Rezension von Lealein, am 30.10.2018

Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem ich von vielen Freunden gehört habe, wie toll es sein soll.

Was soll ich sagen? Sie hatten Recht. Eines der ersten Bücher, das mir regelrecht körperliche Schmerzen bereitet hat. Es geht um Liebe, Schmerz, Freundschaft und Selbstzerstörung. Im Fokus: die Lebengeschichte von 4 Freunden, die seit dem College miteinander verbunden sind. Die Charaktere von Wilhelm, Malcom, JB und Jude sind vollkommen unterschiedlich. Trotzdem sind sie wie durch ein unsichtbares Band verbunden.

Jude, die eigentliche Hauptfigur und Zentrum des Freundeskreises lebt in Extremen. Er ist zerfressen von Selbsthass und selbstzerstörerisch (teilweise sehr bildhaft beschrieben) andererseits unglaublich loyal und liebevoll. Er hat eine wirklich grauenhafte Kindheit hinter sich. Die Flashbacks, die Jude durchlebt waren für mich sehr schwer zu ertragen und ich musste zeitweise das Buch zur Seite legen. Dieses Buch war eine Achterbahn der Gefühle für mich. Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich war schockiert, ich war überrascht, ich war wütend (ziemlich oft) aber ich war auch ziemlich oft glücklich. Genau dieses Gefühlschaos macht dieses Buch so besonders für mich. Es war schwere Kost, keine Frage. Ich habe ziemlich lange gebraucht um es zu verdauen. Aber ich habe keine Sekunde bereut dieses Buch gelesen zu haben.

Eine absolute Leseempfehlung von mir!

 

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"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe - ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

Yanagihara, Hanya Hanya Yanagihara, 1974 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem Roman "Ein wenig Leben" gewann sie den Kirkus Award und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. "Ein wenig Leben" ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre. Eine TV-Serie, produziert von Scott Rudin (The Social Network, No Country for Old Men, Frances Ha, Grand Budapest Hotel), ist in Vorbereitung. Yanagihara ist Chefredakteurin des "T Magazine" der "New York Times".