Eine kurze Geschichte der Menschheit

Eine kurze Geschichte der Menschheit (eBook)

Yuval Noah Harari

Übersetzung: Jürgen Neubauer

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Krone der Schöpfung? Vor 100 000 Jahren war der Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit... (weiter)

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Details
AutorIn Yuval Noah Harari
Übersetzung Jürgen Neubauer
Seiten 528
EAN 9783641104986
Sprache deutsch
erschienen bei Deutsche Verlags-Anstalt
Erstverkaufsdatum 02.09.2013
Stichwörter Menschheitsgeschichte
Anthropologie
Ökologie
Zukunft der Menschheit
Gerechtigkeit in der Geschichte
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Kopierschutz social-drm
Dateigröße 13.09 MB
Veröffentlichungsjahr 2013
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Die beeindruckende Entwicklung des Menschen - und seine Fehler
»Was liest Du?«-Rezension von Eva-Maria, am 24.04.2015

Ich war von dem Buch gefesselt. Gerade der erste eher biologische Teil von Eine kurze Geschichte der Menschheit war faszinierend und aus meiner Sicht überaus interessant. Nicht, dass die späteren kulturellen Entwicklungen nicht ebenso beachtenswert sind, aber die natürliche Auslese, die Entwicklung zum homo sapiens ist ein reines Wunder der Natur aus meiner Sicht und ebenso eine erschreckende Entwicklung. Das zeigt auch das Buch auf. So führt Harari beispielsweise die Vermehrung der Menschen in Bezug zur Vermehrung von domestizierten Tieren (Hühnern, Schafen, Kühen) und zeigt gleichzeitig, dass dieser massentechnische Evolutionssieg für diese Lebewesen oft mit einem einzigen Leidensweg (Nahrungsmittelproduktion) verbunden ist.
Ohne zu belehren geht Harari diesen Weg. Stellt die Aufgabe des Normadentums eben nicht nur als geniale Entwicklung dar, sondern belegt welche Einbußen der Mensch dafür hingenommen hat. Dieser reflektierte Blick zieht sich durch das Buch, das mitnichten eine Lobpreisung des großartigen Menschen ist, sondern Positives wie Negatives gegeneinander stellt. So bleibt das Buch auch relativ wertfrei, zeigt kein: Nur so ist es richtig, sondern vielmehr ein: So ist es nunmal.
Etwas schwieriger zu lesen, aber nicht weniger interessant, ist das Buch in Bezug auf die „jüngere“ Geschichte. Vielleicht fand ich die wissenschaftliche Revolution aber auch deswegen nur bedingt ebenso fesselnd wie die kognitive, weil mein Kulturwissenschaftlicher Hintergrund mir da einiges schon vorher klar gemacht hat. Geld als Leitmedium hat immerhin auch mein Doktorvater Jochen Hörisch behandelt. Vielleicht ist es aber auch einfach leichter mit einem weiteren Blick auf die frisch entstandenen Menschen zu sehen, als die Fehler der direkteren Vorfahren vorgeführt zu bekommen – und damit mitunter die eigenen.
Höchst wissens- und damit auch lesenswert ist Eine kurze Geschichte der Menschheit. Mit einem wunderbar unterhaltsamen Stil, der weniger belehrt, als anekdotenreich informiert und die großen Punkte der Menschheitsgeschichte auf so einfache Weise darlegt, kann ich es nur empfehlen.

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Rezension zu "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Noah Harari
»Was liest Du?«-Rezension von Hansekatze, am 09.02.2014

Auf rund 500 Seiten führt uns Harari durch 2,5 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte – von den ersten menschenähnlichen Tieren bis zum modernen Homo sapiens und zeichnet dabei die Entwicklung, wie sie im Zuge der kognitiven, landwirtschaftlichen und wissenschaftlichen Evolution vermutlich stattgefunden hat, nach. Gut gefallen haben mir dabei die Schwerpunkte, die Harari gesetzt hat, bzw. hat setzen müssen. Natürlich ist es bei einem Umfang von etwa 500 Seiten nicht möglich, detailliert und an allen Stellen mit Nennung wissenschaftlicher Belege einen so langen Zeitraum und eine so komplexe Entwicklung nachzuvollziehen. Harari wählt daher den Ansatz, die Hauptaspekte der beschriebenen Epochen, häufig unter Verwendung anschaulicher Beispiele, anzuführen und vermittelt dabei eine gute Vorstellung von den Hauptfaktoren, die zu den unterschiedlichen Zeiten prägend für die Richtung, in die sich die Entwicklung des Menschen bewegt hat, waren. Immer wieder stellt er dabei die Frage, ob die Entwicklungsgeschichte des Menschen  so wie sie stattgefunden hat, unabdingbar war, oder aber welche Alternativ-Möglichkeiten sich außerdem noch geboten hätten.

Harari legt dabei mehr Wert auf den großen Zusammenhang und weniger auf kleinere Details. Besonders gut gefallen hat mir, dass Harari viele Dinge, die wir über die Entwicklung des Menschen als "gegeben" hinnehmen oder die uns in unserem modernen Weltbild als selbstverständlich vorkommen hinterfragt und in einem größeren Zusammenhang stellt, der mich immer wieder dazu gebracht hat, über Dinge wie Gesellschaft, Glück, Politik, Religion, Wahrheit und ähnlich große Begriffe von einer ganz anderen Warte aus nachzudenken. Harari vereint in seinem Buch so große Themenbereiche wie Biologie, Soziologie, Politik, Wirtschaft, Religionswissenschaften, Geschichtsforschung und einige mehr.

Im letzten Abschnitt des Buches versucht Harari dann nicht nur die Frage zu beantworten, woher wir kommen, sondern auch, wohin wir gehen, sprich, wohin sich die Menschheit innerhalb der nächsten historischen Epoche (Jahrzehnte? Jahrhunderte? Jahrtausende?) hin entwickeln wird und welche technischen Möglichkeiten sich dafür bereits abzeichnen.

Harari hat sein Buch für den interessierten Laien geschrieben, nicht für wissenschaftlich vorgebildetes Fachpublikum und erlaubt in seinem Buch auch Spekulationen und das Einfließen seiner eigenen Sicht auf die Dinge. Während mich dies in den meisten Kapiteln nicht gestört hat und es für den Lesefluss und die Verständlichkeit des Buches sicher förderlich war, habe ich mich in einigen Kapiteln dann doch etwas von der Meinung des Autors erdrückt gefühlt. Dabei ging es weniger um die Interpretation von Tatsachen, sondern mehr um Wertvorstellungen, die zur Beurteilung der Menschheits-Entwicklung bzw. der Welt, in der wir heute leben, herangezogen werden. An einigen Stellen hätte ich mir dabei eine weniger eindimensionale und plakative Darstellung gewünscht.

Lohnenswert ist das Buch in meinen Augen aber auf jeden Fall, da wohl jeder etwas darin finden wird, das ihn zum Nachdenken bringen wird.

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Krone der Schöpfung?

Vor 100 000 Jahren war der Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies, und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Bis heute hat sich diese Vorherrschaft stetig zugespitzt: Der Mensch hat die Fähigkeit zu schöpferischem und zu zerstörerischem Handeln wie kein anderes Lebewesen.

Anschaulich, unterhaltsam und stellenweise hochkomisch zeichnet Yuval Harari die Geschichte des Menschen nach und zeigt alle großen, aber auch alle ambivalenten Momente unserer Menschwerdung.

Yuval Noah Harari, geboren 1976, wurde 2002 in Oxford promoviert und ist Professor für Geschichte an der Hebrew University of Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf Universalgeschichte; 2012 wurde Harari mit 25 weiteren Nachwuchswissenschaftlern in die neugegründete Junge israelische Akademie der Wissenschaften gewählt. Sein Kultbuch »Eine kurze Geschichte der Menschheit« wurde in knapp 40 Sprachen übersetzt und weltweit zu einem Bestseller, ebenso wie seine Zukunftsvision »Homo Deus«. 2017 wurde er mit dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet.

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