Find mich da, wo Liebe ist (eBook)

Anstey Harris

Übersetzung: Silke Jellinghaus, Karolina Fell

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Grace stand vor einer großen musikalischen Karriere, bis ein traumatisches Ereignis alles veränderte. Nun repariert sie in ihrem kleinen englischen Dorf Musikinstrumente. Ihr Leben dreht sich vor allem um David, ihre große... (weiter)

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nette Unterhaltung
»Was liest Du?«-Rezension von helene, am 07.07.2019

Die hochtalentierte Cellistin Grace verlässt nach einem Vorfall die Musikhochschule und kann seitdem – traumatisiert - nicht mehr vor anderen Menschen spielen. Stattdessen lässt sie sich zu einer Geigenbauerin ausbilden und macht sich selbständig. Privat ist sie seit 8 Jahren mit David zusammen, der jedoch verheiratet ist und Kinder hat. Seine Ehefrau weiss von der Affaire, nur die Kinder sollen weiterhin behütet aufwachsen. Eines Tages gerät jedoch dieses Arrangement in Gefahr...

Die Leseprobe versprach irgendwie mehr, als das Buch dann halten konnte. Titel und Cover passen auch nicht so recht zum Inhalt.

Mit Grace wurde ich nicht so ganz warm, ich konnte mich nicht gut in sie hinein versetzen. Einerseits erscheint sie so stark und andererseits so naiv David gegenüber und irgendwie weltfremd schüchtern. David empfand ich als unsympathisch und irgendwie zu blass. Hier ist es der Autorin nicht gelungen, seine Attraktivität plausibel zu machen.

Auch Nadja, die 17 jährige Aushilfe, erreichte mich nicht. Ich fand sie irgendwie zu klischeehaft. Eine schöne und hochbegabte Geigerin, mit starkem Charakter aus schwierigem und reichen Eltenhaus... Naja, und dann natürlich noch der gute, alte, allzeitbereite Helfer Mr. Williams, der in der größten Krise mit Rat und Tat zur Seite steht und auch selbst sein Glück (wieder) findet... der zwar sehr sympathisch war, aber doch auch wieder etwas unrealistisch...:)

Die Thematik "Betrug" war ein stetig wiederkehrendes Motiv. So gut wie jede Person hatte irgendwas mit einer vergebenen Person. Die großen Worte, dass dies eine Folge der patriarchalischen Gesellschaftsordnung sei, Frauen eigentlich zusammen halten und generell mehr fordern müssen, formuliert die Frau von David. Mr. Williams hingegen wirft da nur milde lächelnd ein, dass dies doch einfach in der menschlichen Natur liege... Daraus hätte man wahrlich mehr machen können.

Wirklich toll gefiel mir alles rund um das Thema Musik. Der Bau von Streichinstrumenten mitsamt den verschiedenen Holzarten, das Spielen und Üben, die Atmosphäre auf der Musikhochschule, die Schilderung des großen internationalen Geigenbauwettbewerbs im italienischen Cremona fand ich sehr gelungen, bereichernd und auch irgendwie erdend.

Parallel lauschte ich den erwähnten Musikstücken und fand einige wirklich sehr schön.

Insgesamt liest sich das Buch zudem flüssig und warmherzig und kann mit positiven Lebensbotschaften punkten.

Fazit: nette Unterhaltung

ein rundum nettes Buch
»Was liest Du?«-Rezension von steffywhoelse, am 02.07.2019



Grace betreibt einen Laden, wo sie Instrumente wie Geigen, Cellos und Violinen repariert. Sie ist eine begnadetet Cellistin, doch nach einem traumatischem Erlebnis spielt sie nicht mehr vor Anderen. Wenn sie nicht in einem kleinen englischen Ort Instrumente restauriert, fährt sie nach Paris, da sie seit fast neun Jahren eine Beziehung zu einem verheirateten Mann führt. 

Das Buch hat mich zeitweise unterhalten, doch es hat mich nicht sonderlich berührt. 

Die Protragonistin wirkt nicht wie eine 40-jährige auf mich, sondern eher wie Anfang 20. Grace hat nur davon geredet, was sie und David tun werden, sobald seine Kinder erwachsen sind und er sich von seiner Frau trennen kann. Als Leser wird einem schnell klar, dass es niemals so kommen wird, schließlich ist sie seit fast neun Jahren seine Geliebte. Ich war mir nicht sicher ob sie mir leid tun sollte oder ob ich sie nur dämlich finde. David ist ein selbstsüchtiger Idiot, während Grace alles stehen lässt sobald er ruft. Es fiel mir schwer zu verstehen, wieso Grace sich so von ihm blenden lässt und seine ständigen Ausreden runterschluckt. Auch sehr unrealistisch fand ich, wie sie mit ihrem kleinen Laden ständig nach Paris fahren konnte. Es gab noch so einige Momente, wo ich nur die Augen gerollt habe, denn manche Erleuchtungen kamen ihr einfach so spät oder gar nicht. 

Die Nebenfiguren, Mr. Williams, ein Kunde von Grace, ist wirklich gelungen. Seine Gelassenheit, Unterstützung und Freundlichkeit hat Grace gebraucht. Ein Charakter so weise, liebenswert und mit so viel Herz. Die trotzige Teenagern und talentierte Geigerin Nadia, die im Laden von Grace aushilft hat zu Hause mit ihren Eltern zu kämpfen, doch auch sie entpuppt sich als eine große Stütze. Ihre Lockerheit und Passion für die Musik und das Spielen waren bewundernswert. Die Freundschaft die sich zwischen drei dreien entwickelt war vermutlich der spannendste Teil dieser Geschichte. 

Ich kenne mich mit klassischer Musik nicht großartig aus, und die Autorin scheint viel Zeit in die Recherche für die präzisen Beschreibungen der Restaurierungen investiert zu haben, doch oftmals war das alles sehr langatmig, ausschweifend und die Geschichte selbst verlief dadurch schleppend. 

Den Originaltitel "Goodbye, Paris" finde ich viel entsprechender und das letzte Kapitel das auf den Titel hinweist hat mir auch gut gefallen. 

Das Ende war nahezu perfekt, was generell zu diesem Wohlfühlroman gepasst hat. Rundum ein nettes Buch.