Geheimer Ort (Taschenbuch)

Kriminalroman (Der fünfte Fall)

Tana French

Übersetzung: Klaus Timmermann, Ulrike Wasel

Taschenbuch
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Ein Toter. Acht Mädchen. Nur ein Tag für die Wahrheit. Mord im Dubliner Internat: der psychologisch-literarische Kriminalroman von Tana French; Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. "Überwältigend. Die... (weiter)

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Details
AutorIn Tana French
Übersetzung Klaus Timmermann, Ulrike Wasel
Edition 3. Aufl.
Seiten 704
EAN 9783596196142
Sprache deutsch
erschienen bei FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum 29.10.2015
Ursprungstitel The Secret Place
Stichwörter Dublin
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Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.7 | 20 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.5 |  5 Rezensionen
davon Bewertungen:
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✎ Tana French - Mordkommission Dublin 5 Geheimer Ort
»Was liest Du?«-Rezension von Mademoiselle Cake, am 11.09.2017

Ja, ja, ich weiß, es ist wieder mal eine Reihe - und ich habe mittendrin angefangen.
Eigentlich hätte ich gar nicht zu diesem Buch gegriffen, jedoch wurde es mir von einer Arbeitskollegin empfohlen und sie kennt die Vorgänger ebenso wenig. Ist es denn immer nötig, die Reihenfolge einzuhalten? Ich denke, gerade bei Krimis kann man dies auch schon mal außer Acht lassen.

Ich habe mich beim Lesen auch keineswegs so gefühlt, als würde ich etwas vermissen. Es wird nicht sonderlich auf vorhergehende Fälle eingegangen. Lediglich im Bezug auf eine Person - und da weiß ich (noch) nicht, ob Tana French darüber bereits geschrieben hat oder ob es einfach nur ein Detail dieser Geschichte ist.

Mit dem Schreibstil kam ich anfangs gar nicht klar. Ich möchte jetzt mal behaupten, dass dies an der Übersetzung liegt. Oder schreibt die Autorin im englischen Original tatsächlich: "I said: ... "? Das kommt so häufig im Text vor und ist so schlecht integriert, dass dies ein Punkt ist, an dem ich mir zweimal überlege, nochmals ein Werk aus dieser Feder in die Hand zu nehmen.

Dann fand ich die Zeitsprünge, die ohne jedwede Kennung geschehen, manchmal ein wenig mühsam. Klar ist es interessant, die Sicht auf heute und damals zu haben. Aber nicht immer war direkt ersichtlich, wo man sich gerade befindet. Irgendwann wurde das besser, weil ich mich einfach daran gewöhnt hatte.

Was ich auch bis zum Schluss nicht verstanden habe, weil da gar nicht näher darauf eingegangen wird: Was hat dieses mystische Zeugs zu bedeuten? Es passt nicht in das Umfeld. Es hat keine Bewandtnis. Es ist einfach überflüssig.

An sich ist die Hintergrundgeschichte relativ spannend, wird aber in ein Werk gepackt, welches keiner 700 Seiten bedarf. Kürzungen hier und dort hätten ihm sicher gut getan.

Ich möchte allerdings nicht alles schlecht reden an der Geschichte. Die psychologischen Spielchen sind gut herausgearbeitet und toll dargestellt. Die Charaktere nerven nicht alle, andererseits war mir auch keiner sonderlich sympathisch. Die Sprache der Jugendlichen war authentisch dargestellt. Die Auflösung war ok und an sich schlüssig.

Wie gesagt, ich weiß nicht, ob die Schriftstellerin tatsächlich so schreibt, wie hier übersetzt wurde. Wenn ja, rate ich von ihren Werken ab. Wenn nicht, dann könnte man sich mal die Originalausgabe holen und schauen, ob nicht doch ein Talent an ihr verloren gegangen ist.

©2017

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Wenn Freundschaften zum Verhängnis werden...
»Was liest Du?«-Rezension von chipie2909, am 03.08.2016

"Geheimer Ort" ist mein erster Roman von Tana French und ich habe dieses Buch verschlungen!

Das Cover:
Es ist sehr dunkel gehalten und im Hintergrund sieht man die Mauern, die wohl das Mädcheninternat darstellen sollen. Man bekommt sofort das Gefühl, dass sich hinter der Fassade dunkle Geheimnisse verstecken und das Cover macht richtig Lust, sich in die Tiefen des Buches hineinzuwagen.

Inhalt:
Auf dem Gelände des St. Kilda Mädcheninternats wird die Leiche des erschlagenen Teenagers Chris Harpers gefunden, der auf die Jungenschule eine Straße weiter ging. Die Ermittlungen gleich nach dem Mordfall kommen zu keinem Ergebnis, doch ein Jahr später hängt sein Bild auf einem schwarzen Brett - mit der Überschrift: Ich weiss, wer ihn getötet hat. Die Ermittlungen beginnen von erneut und der junge Detective Stephen Moran und Detective Antoinette Conway begeben sich in den Mauern des Mädcheninternats auf die Suche nach der Wahrheit. Im Fokus stehen zwei rivalisierende Mädchencliquen und schon bald bröckelt die Fassade der heilen Welt im Internat.

Die Charaktere:
Zum einen sind da natürlich die Ermittler Stephen Moran und Antoinette Conway. Ich weiss nicht, ich wurde mit beiden leider überhaupt nicht warm. Sie wurden meiner Meinung nach zu charakterlos gezeichnet, dabei liebe ich es, in den Büchern die Protagonisten richtig kennenzulernen... mit ihren Stärken und Schwächen. Das war hier leider unmöglich und ich fand es sehr schade. Dafür wurden die Charaktere der Mädels in den beiden Mädchencliquen umso besser dargestellt. Holly, die Schülerin, die die Ermittlungen wieder ins Rollen bringt, lernt man am besten kennen, aber auch ihre Mädels, Julia, Selena und Rebecca sind sehr gut beschrieben. Ebenso die "Rivalinnen" Joanne, Orla, Allison und Gemma sind für den Leser gut greifbar. Auch Chris, das Opfer, lernt man etwas kennen und man erlebt den Alltag der Teenager bildlich mit.

Eindruck zum Buch:
Tana French versteht es in diesem Buch, ihren Leser in die Welt der Teenager hineinzuziehen und nicht mehr loszulassen. Man träumt mit den Teenagern mit, all ihre Freude, Ängste, Zweifel... Tana French lässt einen richtig in die Psyche der Heranwachsenden hineintauchen. Ich fühlte mich gleich wieder in meine Jugend zurück versetzt ;-) Der Wechsel zwischen den Zeiten... ein Jahr nach dem Mord und die Monate/Wochen vor Chris' Tod, fand ich anfangs etwas verwirrend, kam aber dann doch schnell rein und konnte das Buch kaum noch weglegen. Jedoch schockiert es auch. Wie weit geht man als Teenager für Freundschaften, die einem in diesem Alter wirklich ALLES bedeuten? Wieviel riskiert man für Menschen, bei denen man glaubt, die Tiefe dieser Verbindungen wird ein Leben lang halten? Mich hat das Buch manchmal wirklich beängstigt und schockiert. Es wurde als Kriminalroman veröffentlicht, jedoch trifft es meiner Meinung nach das Wort "Thriller" viel viel viel viel besser! Den Umgang zwischen den Ermittlern fand ich anfangs gewöhnungsbedürftig und wie ich schon schrieb, ich bin mit den beiden leider nicht warm geworden, deshalb, und weil die Zeitsprünge anfangs etwas irritierten, muss ich ein Sternchen abziehen. Aber alles in allem ein tolles Werk von Tana French auf fast 700 Seiten.

Fazit:
"Kriminalroman" trifft es meiner Meinung nach nicht wirklich, viel mehr befindet sich dieses Buch im Bereich Thriller. Und für jeden Thrillerfan ist dieses Werk ein Muss :-) Ganz klare Leseempfehlungen und ich werde mir auch die vier Vorgänger von dieser Autorin besorgen.

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Ein Toter. Acht Mädchen. Nur ein Tag für die Wahrheit. Mord im Dubliner Internat: der psychologisch-literarische Kriminalroman von Tana French; Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. "Überwältigend. Die Sprache glüht." Stephen King "Absolut hypnotisierend." Gillian Flynn Vor einem Jahr ist im Park des traditionsreichen Mädcheninternats St. Kilda der sechzehnjährige Chris Harper erschlagen worden. Nun hängt sein Bild am Schwarzen Brett - mit der Überschrift: ICH WEISS, WER IHN GETÖTET HAT. Nur eines von acht Mädchen kann die Karte aufgehängt haben. In zwei Cliquen stehen sie sich gegenüber - unverbrüchliche Freundinnen, erbarmungslose Feindinnen. Der junge Detective Stephen Moran kann die toughe Ermittlungsleiterin Antoinette Conway überreden, ihn mit nach St. Kilda zu nehmen. Denn Stephen kennt eines der Mädchen, Holly Mackey, aus einem früheren Fall. Die Detectives wissen beide, was auf dem Spiel steht, auch für sie selbst. Doch sie haben unterschätzt, in welch verfängliches Netz sie sich begeben. Tana Frenchs fünfter Kriminalroman

French, Tana »Pflichtlektüre für alle, die unnachgiebige Intelligenz und raffinierte Plots zu schätzen wissen«, sagt die New York Times über Tana French. Die irische Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet; ihre Romane und ihre Kriminalliteratur stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Tana French wuchs in Irland, Italien und Malawi auf. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung am Trinity College und arbeitete für Theater, Film und Fernsehen. Mit ihrer eindrücklichen Sprache zeichnet sie markante Porträts der irischen Gesellschaft und schaut tief in die Seelen von Tätern, Opfern, Ermittlern. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im nördlichen Teil von Dublin.