Gespräche mit Freunden (Buch)

Roman

Sally Rooney

Übersetzung: Zoë Beck

Buch
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Frances und ihre Freundin Bobbi, Studentinnen in Dublin, lernen das gut zehn Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Sie treffen sich bei Events, zum Essen, führen Gespräche. Persönlich und online... (weiter)

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Details
AutorIn Sally Rooney
Übersetzung Zoë Beck
Edition Deutsche Erstausgabe
Seiten 381
EAN 9783630875415
Sprache deutsch
erschienen bei Luchterhand Literaturvlg.
Erscheinungsdatum 22.07.2019
Ursprungstitel Conversations with Friends
Stichwörter Dublin
Spoken Word Poetry
Spiegel-Bestseller 2019
Daniela Krien
Sex
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.8 | 45 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.9 |  26 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.8 |  19 Bewertungen

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Ausloten von Möglichkeiten
»Was liest Du?«-Rezension von urmeli, am 07.11.2019

~~Frances und Bobbi, beide Anfang 20 und Studentinnen, leben als lesbisches Paar in Dublin zusammen. Bei einer Poetry Slam Veranstaltungen treffen sie das ca. 10 Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick, sie Fotografin, er Schauspieler. Sie unterhalten sich und tauschen Telefonnummern aus. Seitdem treffen sie sich bei vielen öffentlichen Veranstaltungen wieder, sie mailen einander und bald stellt sich heraus, dass Bobbi sich zu Melissa hingezogen fühlt während Frances Nick sehr attraktiv findet.
Dieser Roman kreist um die vier Protagonisten mit ihren Ansichten und Lebenseinstellungen, mit ihrem Umgang miteinander. Es geht um Untreue und Sex, um das Ausloten von Möglichkeiten, um die Irrungen und Wirrungen in der Liebe. Aus der Sicht von Frances wird die Handlung erzählt, die jedoch wenig Handlung und viel Inneneinsichten bietet. Teils sehr langatmig und immer sehr Ichbezogen.

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Im unaufgeregtem Stil geschrieben
»Was liest Du?«-Rezension von Ingrid von buchsichten.de, am 05.11.2019

Der Roman „Gespräche mit Freunden“ der Irin Sally Rooney ist eine Erzählung über verschiedene Beziehungen in einer Freundschaft zwischen drei Frauen und einem Mann. Erzählt wird die Geschichte von der 21-jährigen Frances. Neben ihrem Studium hat sie einen Praktikantenplatz bei einer Literaturagentur. Sie ist in einfachen Verhältnissen in Dublin aufgewachsen. Ihre Eltern haben sich getrennt als sie 12 Jahre alt war und sie leben jetzt einige Kilometer westlich.

Frances ist seit ihrem 17. Lebensjahr mit Bobbi befreundet. Beide waren für ein Jahr ein Paar, trennten sich, blieben Freunde und treten bei Poetry Veranstaltungen auf, bei denen sie die Spoken-Wort-Stücke von Frances zusammen aufführen. An einem dieser Abende lernen sie die 37-jährige Fotojournalistin Melissa kennen, die mit einem fünf Jahre jüngeren Schauspieler verheiratet ist. Melissa lädt die beiden zu einem Abendessen zu sich nach Hause ein. Hierbei und auch später entwickeln die Anwesenden in unterschiedlichen Konstellationen tiefere Gefühle füreinander.

Frances ist eine eher introvertierte Persönlichkeit. Außer Bobbi hat sie keine nennenswerten Freunde. Sie hält weiterhin losen Kontakt zu ihren Eltern, wobei sie das Verhalten ihres Vaters bedrückt. Bei ihren Auftritten mit Bobbi agieren beide gleichwertig. Nachdem die zwei Freundinnen Melissa und ihren Ehemann Nick kennengelernt haben, kann Frances einen Anflug von Eifersucht auf Bobbi dem Leser gegenüber jedoch nicht verbergen. Sie selbst hält sich für wenig emotional, doch sie zeigt, dass sie es genießt, geliebt zu werden. Während der gesamten Geschichte versucht sie immer wieder ihre Grenzen auszuloten, lehnt sich auf und versucht Provokationen abzuwenden.

Vielleicht ist es der ungewohnte Input durch die vielen Gespräche mit den neuen Freunden über die verschiedensten, auch kritischen Themen, von denen ihr Innerstes aufgewühlt wird.  Immer häufiger sucht sie durch das Beibringen von Schmerzen von ihrem quälenden Verhalten, dem Ergründen wann sie sich wie verhalten soll, abzulenken.

„Gespräche mit Freunden“ ist das Debüt von Sally Rooney. In einem eher unaufgeregten Stil steuert die Geschichte auf ein von mir vermutetes aber nicht gewünschtes Ende zu. Die Autorin beeindruckte mich dadurch, dass sie jede Stimmungslage erfassen, beschreiben und mir als Leser auf eine manchmal beiläufigen Art vermitteln konnte. 

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Frances und ihre Freundin Bobbi, Studentinnen in Dublin, lernen das gut zehn Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Sie treffen sich bei Events, zum Essen, führen Gespräche. Persönlich und online diskutieren sie über Sex und Freundschaft, Kunst und Literatur, Politik und Genderfragen und, natürlich, über sich selbst. Während Bobbi von Melissa fasziniert ist, fühlt sich Frances immer stärker zu Nick hingezogen ... Ein intensiver Roman über Intimität, Untreue und die Möglichkeit der Liebe, eine hinreißende, kluge Antwort auf die Frage, wie es ist, heute jung und weiblich zu sein.

Rooney, Sally Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normal People« kam auf die Longlist des Man Booker Prize 2018, war Waterstones Book of the Year, ist auf der Shortlist des Costa Novel Award und gewann den An Post Irish Novel of the Year Award. Beck, Zoë Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.