Gespräche mit Freunden (eBook)

Sally Rooney

Übersetzung: Zoë Beck

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Frances und ihre Freundin Bobbi, Studentinnen in Dublin, lernen das gut zehn Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Sie treffen sich bei Events, zum Essen, führen Gespräche. Persönlich und online diskutieren sie... (weiter)

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Details
AutorIn Sally Rooney
Übersetzung Zoë Beck
EAN 9783641205607
Sprache deutsch
erschienen bei Random House ebook
Erstverkaufsdatum 22.07.2019
Stichwörter Normal People
Weihnachtsgeschenke für Frauen
Geschenk Freundin
BBC-Verfilmung
Dublin
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Veröffentlichungsjahr 2019
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Präzise ausgeleuchtete Alltäglichkeiten
»Was liest Du?«-Rezension von ulrike rabe, am 24.09.2019

Frances und Bobbi waren schon zu Schulzeiten Freundinnen, eigentlich sogar mehr als das. Für kurze Zeit hatten sie miteinander eine Liebesbeziehung. Nun sind beide erwachsen, studieren in Dublin und treten gemeinsam bei Poetry Slam Veranstaltungen auf. Als die beiden das um etwa zehn Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen lernen, verschieben sich die Relationen.

Gespräche mit Freunden ist ein Buch für junge Menschen oder für solche, die sich noch erinnern können, wie es war, als sie noch jung waren.  Das Debüt von Sally Rooney kreist inhaltlich um Liebe und Freundschaft, Vertrauen und Treue, Selbstfindung und Zweifel.

Frances stammt aus finanziell bescheidenen Verhältnissen. Die Autorin lässt Frances immer wieder betonen, sie sei Kommunistin. Das fand ich aus mehreren Gründen seltsam, denn Frances will den gut situierten Leuten wie  Melissa nahezu gefallen, will sich ihnen angleichen. Sie hat keine Probleme mit den „reichen Leuten“ Zeit zu verbringen, mit ihnen in Frankreich zu urlauben. Auch dass sie sich nicht vorstellen kann für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. Obwohl sie ein ihrer Qualifikation entsprechendes Angebot hat, nimmt sie dann doch in einer prekären Situation einen prekären Job an. Ich halte Frances für viel, naiv, unbedarft, unsicher, aber für keine Kommunistin. In vielen Dingen erinnerte mich Frances dann wiederum an mich selber. Vielleicht fiel es mir deswegen schwer, sie zu mögen. Oft wollte ich ihr sagen, du musst nicht andere nachahmen um liebenswert zu sein, verwechsele Verliebtheit nicht mit Liebe, Begehren nicht mit Verbundenheit.

„Gespräche“ finden statt, wirken aber oft aufgesetzt, künstlich, pseudointellektuell, viel gesprochen, wenig gesagt. Aber die digitale Generation neigt auch hier dazu, lieber in schriftlich verkürzter Form zu kommunizieren. „Mit Freunden“ schien mir manchmal zweifelhaft, oft hatte ich den Eindruck, dass sich keiner wirklich leiden kann, auch oder gerade nicht den- oder diejenige, die man sexuell begehrt.

Der Stil ist schlicht und unaufgeregt, selbst die Dialoge kommen ohne Anführungszeichen aus. Alles bleibt verbindlich unverbindlich. Die Handlung lebt von präziser Trivialität, gut ausgeleuchteten Alltäglichkeiten. Diese Analytik beherrscht die Autorin und ließ mich an dem Buch durchhalten.

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War nicht so meins...
»Was liest Du?«-Rezension von Corsicana, am 16.09.2019

          Dieses Buch wurde sehr gelobt. Daher habe ich es in der Städtbücherei direkt mitgenommen, als es dort zur Ausleihe bereit stand. Und sogar die Sondergebühr für Top-Titel gezahlt. Dann noch 2 x verlängert, wieder gegen Gebühr. Und irgendwann gemerkt, dass es gar nicht an mangelnder Zeit zum Lesen lag, dass ich mit dem Buch nicht weiterkam. Sondern an dem Buch - und an mir als Leserin. Vielleicht bin ich nicht im richtigen Alter für das Buch. So als Leserin 50+ hat man doch schon einiges erlebt. Und Und auch wenn ich persönlich noch keine Ménage-a-quatre erlebt habe, so bin ich doch tolerant und offen genug, das nicht als ein Schock-Element zu sehen. Und außerdem wird es im Buch eher als Jungmädchen-Eifersuchts-Drama dargestellt, zumindest im ersten Drittel des Buches: Oh, die Exfreundin scheint eifersüchtig, weil die Protagonistin sich in einen Mann verliebt. Oh, wie das? Und dann ist das auch noch der Ehemann der Frau, in die sich die Ex-Freundin der Protagonistin verliebt hat? Noch mal Oh?


Sooo cool scheinen die jungen Menschen nicht zu sein, wie sie tun. 

Was mir aber vor allem die Lektüre erschwert hat. war die Tatsache, dass ich zur Protagonistin keinen Draht bekam. Ich konnte sie überhaupt  nicht einschätzen. Das war sicherlich ein Stück weit gewollt. Denn die Protagonistin scheint sich selbst nicht zu kennen. Sie sieht sich selbst als unvollkommen, uninteressant, ohne Ziele, ohne Ehrgeiz. Aber eigentlich ist sie eine recht bekannte, aufstrebende Poetry-Slammerin (oder so was ähnliches), studiert recht erfolgreich am berühmten Trinity-College in Dublin, arbeitet in einer Literaturagentur und wird von ihren Mitmenschen als begabte Nachwuchsdichterin gesehen. Aha. Und einmal sagt sie selbst, als sie ein Foto von sich in einer Zeitung sieht: "ich sah gelangweilt und interessant aus". Diese Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung hat die Autorin sehr gut beschrieben. Überhaupt: Die Autorin kann gut schreiben, fängt Stimmungen gut ein durch Beschreibungen von Alltäglichkeiten. 

Leser zwischen 18 und 30 mögen sich hier wiedererkennen. Oder gerne wiedererkennen wollen. Denn wer möchte sich nicht in solch einem coolen, intellektuellem Umfeld sehen, wie im Roman beschrieben? Zwei attraktive Studentinnen, eine renommierte Fotojournalistin und ein attraktiver Schauspieler - welch interessante Kandidaten für eine Ménage-a-quatre. Wenn auch meilenweit vom Leben der meisten Menschen entfernt. Aber eigentlich lese ich lieber über die meisten Menschen - das finde ich persönlich weitaus interessanter.
        

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Frances und ihre Freundin Bobbi, Studentinnen in Dublin, lernen das gut zehn Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Sie treffen sich bei Events, zum Essen, führen Gespräche. Persönlich und online diskutieren sie über Sex und Freundschaft, Kunst und Literatur, Politik und Genderfragen und, natürlich, über sich selbst. Während Bobbi von Melissa fasziniert ist, fühlt sich Frances immer stärker zu Nick hingezogen ... Ein intensiver Roman über Intimität, Untreue und die Möglichkeit der Liebe, eine hinreißende, kluge Antwort auf die Frage, wie es ist, heute jung und weiblich zu sein.

Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normal People« kam auf die Longlist des Man Booker Prize 2018, war Waterstones Book of the Year, ist auf der Shortlist des Costa Novel Award und gewann den An Post Irish Novel of the Year Award.

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