Homo Deus (Buch)

Eine Geschichte von Morgen

Yuval Noah Harari

Übersetzung: Andreas Wirthensohn

Buch
Für Bewertung bitte einloggen!

In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In "Homo Deus" stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit... (weiter)

€ 24,95 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 19,99
  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Yuval Noah Harari
Übersetzung Andreas Wirthensohn
Edition 13. Aufl.
Seiten 576
EAN 9783406704017
Sprache deutsch
erschienen bei Beck C. H.
Erscheinungsdatum 17.02.2017
Ursprungstitel Homo Deus. A Brief History of Tomorrow
Stichwörter Geschichte
Eine kurze Geschichte der Menschheit
Zukunft
Hunger
Krankheit
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.5 | 22 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.7 |  9 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.4 |  13 Bewertungen

5 Sterne
( 7 )
4 Sterne
( 2 )
3 Sterne
2 Sterne
1 Stern

Zukunftstheorien mal anders
»Was liest Du?«-Rezension von MrsWonder, am 03.05.2018

Nachdem Harari uns schon in seinem ersten Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit", den Lauf und die Entwicklung des Homo sapiens nahe gebracht hat, führt er uns nun mit diesem Buch in die mögliche Zukunft der Menschheit. Er berichtet zu erst von unseren bisherigen Zielen, die wir seiner Meinung nach schon erreicht haben, dies wird von vielen vielleicht noch bezweifelt. Nach diversen sinnigen Erläuterung fäng er an die möglichen neuen Ziele der Menschhei zu erläutern. Hier geht er sehr genau auf die heutigen Möglichkeiten der Wissenschaften ein und bezieht diese engmaschig in seiner Argumentation ein, jedoch betont er immer wieder dass diese Szenarien nur Möglichkeiten sind und das keiner genau sagen kann wie sich der Homo sapiens weiterentwickeln wid.

Das Buch ist für ein Sachbuch sehr umgangssprachlich geschrieben und ist dadurch sehr leicht nachzuvollziehen. Er bezieht neueste Studien und Experimente mit ein und macht dies dadurch sehr authentisch. Jedoch gibt er auch zu bedenken, dass neuere Studien einiges Widerlegt haben, was er auch noch zusätzlich anmerkt. Es ist erstaunlich und auch erschreckend welche Möglichkeiten er aufzählt, für labile Persönlichkeiten kann dies sehr schwer zu ertragen sein, aber das Buch hat bei mir bewirkt, was der Autor damit bezweckt hat: Ich denke über die Zukunft der Menschheit nach.

mehr zeigen ...

Der Algorithmus des Lebens
»Was liest Du?«-Rezension von Aacher, am 09.10.2017

Es ist wahrhaftig nicht einfach, eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Die meiste Zeit kam ich mir wie in einer Vorlesung eines sehr gut aufgelegten Professors vor, der mich mit Daten, Fakten, historischen Wissen überrollte und dann, wenn ich irgendwas verarbeitet hatte und meine Hand hob, um eine Frage zu stellen, schon zehn Meter weiter war, so dass ich mit einem gemurmelten "Ja, aber ..." verstummte. Es ist also angeraten, das Buch vielleicht häppchenweise zu lesen, wirklich Kapitel für Kapitel (und idealerweise mit anderen zu besprechen).

Harari nimmt uns auf einen Trip mit. Um auf die Zukunft zu kommen, wie er sie sieht (und mir durchaus möglich, wenn auch nicht in jeder Form zwingend erstrebenswert erscheint) beleuchtet er die Aspekte der Menschheit. Was macht den Menschen aus, wie konnte er sich vom Tierreich abheben, was unterscheidet ihn von anderen Rudeln, Horden, Herden, Rotten und Scharen intelligenter Lebewesen auf der Erde? Nicht viel anscheinend, außer dass wir gelernt haben, uns zu vernetzen. Und wo wird uns die Zukunft hinbringen? Im ersten Moment entwirft er fast eine Art Utopie: keine Kriege mehr, Gesundheit, Glück, ewiges Leben. Und wie soll das bewerkstelligt werden? Durch Algorithmen. Denn das sind wir alle wohl, nicht mehr, nicht weniger.

Die Antwort erscheint im ersten Moment absurd, vielleicht erschreckend, aber nicht unlogisch, was uns aber auch von der Utopie einer Dystopie näherbringt. Denn wenn wir Algorithmen sind, sind wir eher fehlerhaft. In Zukunft werden Algorithmen das Steuer in die Hand nehmen, denen keine (erkennbare) Fehler mehr unterlaufen werden. Schon heute ist in der Datensammlung so viel möglich und üblich, dass es nur noch erschrecken kann, die Zukunft ... wird vielleicht nicht mehr die unsere sein. Harari ist ein Dozent, der seinen Studenten mehr Fragen als Antworten liefert und vielleicht, so sagt er selbst, irrt er sich. (In vielen Dingen mag man das hoffen.) Er schreibt lebendig, sein Unterricht wirkt nicht einschläfernd, und er liebt es zu provozieren. Ich hätte mir mehr "morgen" als "Geschichte" gewünscht, weniger Wiederholungen, aber das Buch hat eines auf jeden Fall geschafft: dass ich gedanklich immer wieder dahin zurückkehre, Wissen neu bewerte, Erkenntnisse vergleiche. Mehr kann sich ein Prof von einem aufmerksamen Student kaum wünschen.

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In "Homo Deus" stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen - schöpferische wie zerstörerische - und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.