London Undercover

London Undercover (Taschenbuch)

Neal Careys erster Fall

Don Winslow

Übersetzung: Conny Lösch

Taschenbuch
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Allie Chase, die minderjährige, rebellische Tochter eines prominenten Senators, ist in die Underground-Szene Londons abgetaucht. Neal hat nur wenige Tage Zeit, um Allie aus dieser Hölle voller Junkies, Drogendealer... (weiter)

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Details
AutorIn Don Winslow
Übersetzung Conny Lösch
Edition 5. Aufl.
Seiten 369
EAN 9783518465806
Sprache deutsch
erschienen bei Suhrkamp Verlag AG
Erscheinungsdatum 08.02.2015
Ursprungstitel A Cool Breeze on the Underground
Serien suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe
Stichwörter Neal Carey
Spiegel
Thriller
Bestseller
Krimis
Rezensionen
Autorenportrait
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davon Rezensionen:
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Toller Auftakt
»Was liest Du?«-Rezension von Micha, am 26.06.2015

Bei "London Undercover" handelt es sich nicht nur um den ersten Teil der Serie um den Privatdetektiv Neal Carey, sondern auch um den ersten Roman von Don Winslow. In den USA wurde das Buch bereits 1991 veröffentlicht, in Deutschland einige Jahre später. Bei der Ausgabe, die ich gelesen habe, handelt es sich nun um die Neuauflage aus dem Jahr 2015. Die anderen Teile der Serie werden ebenfalls neu aufgelegt. Yahtzee!! Ich habe ständig in Buchhandlungen gefragt, wer mir die Bücher bestellen kann und immer nur die Antwort "gibt es nicht mehr" erhalten. Oder halt gebraucht, beispielsweise bei Rebuy oder irgendwelchen Händlern, die exorbitante Preise haben wollten.
Die Rechte hierfür liegen noch bei dem Suhrkamp Verlag, der auch früher Winslow verlegt hat. Mittlerweile macht das Droemer-Knaur.
Don Winslow nutzt in dem Buch sein Insiderwissen aus seiner Tätigkeit als Privatdetektiv und setzt so den elfjährigen Taschendieb Neal Carey in den Mittelpunkt der Reihe. Neal wird beim Diebstahl erwischt, natürlich von einem Detektiv, der sich fortan als sein Ziehvater und Ausbilder zur Verfügung stellt. 

" "Ist schon ein Scheißleben, oder?", meinte der Mann. "Kaum hat man mal ein paar Dollar in der Hand, kaum denkt man, man hat's geschafft, schraubt sich so ein Kerl den Arm ab und knipst einem die Lichter aus." "


Natürlich ist Neal hochbegabt und der beste Detektiv aller Zeiten. Der amerikanische Traum, from Rags to Riches. So kitschig so gut. Es werden Klischees bedient, aber das ist stört nicht weiter. Es macht Spaß dabei zu sein, wie Neal im Schnelldurchlauf aufwächst. Mir bereitet es beim Lesen immer viel Freude, wenn Personen vorgestellt werden, wo kommen sie her, was können sie usw. . Und dafür eignet sich natürlich ein erster Teil einer Reihe besser, als immer wieder Stückwerk über die Bände zu verteilen oder zu wiederholen.
Hinzukommt, dass es cool ist, zu sehen, mit was für Tricks Privatdetektive arbeiten und welche Kniffe sie nutzen. Ob das reine Fiktion oder reine Realität und Erfahrungswerte des Autors sind, darüber lässt sich nur spekulieren.
Und so begleiten wir Neal auf der scheinbar aussichtslosen Suche nach einem kaputten Mädchen in einer Metropole. Langeweile kommt dabei zu keiner Zeit auf.

Fazit
Das Buch ist ein guter Einstieg in eine Krimireihe und macht von Anfang bis Ende Spaß. Es ist außerdem ein perfekter Einstig für alle Winslow-Jungfrauen, der hier bereits andeutet, zu was er später im Stande ist. Unbedingt lesen!!
 

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Noir, Dickens und Punk
»Was liest Du?«-Rezension von Elke, am 16.02.2015

„London Undercover“ ist das erste Buch der fünfbändigen Reihe mit dem Protagonisten Neal Carey und das Debüt des mittlerweile bekannten Thrillerautors Don Winslow. Im Original ist „A cool breeze on the underground“ im Jahr 1991 erschienen, in der deutschen Übersetzung erstmals unter dem Titel „Ein kalter Hauch im Untergrund“ im Jahr 1997. Mittlerweile liegen alle Bände in einer Neuübersetzung von Conny Lösch vor und erscheinen im Laufe des Jahres im Suhrkamp-Verlag.

Erzählt werden die Ereignisse aus der Sicht Neal Careys, immer wieder von Rückblenden unterbrochen, die dem Leser einen Blick in die Vergangenheit des Protagonisten ermöglichen: Die Mutter ein Junkie, die ihren Lebensunterhalt auf der Straße verdient und sich nicht um ihr Kind kümmert. Das Kind, das für sich selbst sorgen muss und sich als Taschendieb über Wasser hält.

Aber er wird erwischt, und zwar von Joe Graham, der als Ermittler für die Organisation eines Bankers arbeitet, die sich um Probleme jedweder Art ihrer solventen Kunden kümmert. Mit deren finanzieller Hilfe sorgt Graham fortan für Neal, erzieht ihn und fördert bei ihm auch die Fähigkeiten, die man als Privatdetektiv benötigt.

Als 1976 Jimmy Carter sein Wahlkampfteam zusammenstellt, schlägt die große Stunde für einen Senator aus Rhode Island, aber vorher gilt es noch, seine Tochter Allie zu in den Schoß der Familie zurückzubringen. Und deshalb macht sich Neal Carey, mittlerweile Student an der Columbia, auf den Weg in Londons Unterwelt.

Eine interessante Mixtur, die Don Winslow in seinem Erstling abliefert: Noir, vermischt mit Dickens und Punk – aber es funktioniert bestens. Besonders gut hat mir dieser Wie-wir-wurden-was-wir-sind Aspekt gefallen, den man so nicht oft in Thrillern liest, aber für die Charakterisierung der Hauptfigur in diesem Falle unerlässlich ist. Dazu noch eine temporeiche Handlung, gepaart mit viel Zeitkolorit und dem bissigen Sarkasmus des Autors, den man aus seinem späteren Werken kennt.

Ein gelungener Auftakt - glücklicherweise müssen wir nicht lange auf den Nachfolger warten, denn der zweite Band „China Girl“ erscheint Anfang April. Ich freue mich schon darauf!

 

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Allie Chase, die minderjährige, rebellische Tochter eines prominenten Senators, ist in die Underground-Szene Londons abgetaucht. Neal hat nur wenige Tage Zeit, um Allie aus dieser Hölle voller Junkies, Drogendealer und Schläger zu befreien, damit sie pünktlich zum Wahlkampf aufgeräumt und strahlend an der Seite ihrer Eltern auftreten kann. Doch was der Untergrund aufzubieten hat, ist nichts gegen das, was Neal an der Oberfläche erwartet - falls er es dorthin zurückschafft ... Alle Titel der Neal-Carey-Serie: London Undercover (Neal Carey 1) China Girl (Neal Carey 2) Way Down on the High Lonely (Neal Carey 3 - angekündigt unter dem Titel Holy Nevada) A Long Walk Up the Water Slide (Neal Carey 4 - angekündigt unter dem Titel Lady Las Vegas) Palm Desert (Neal Carey 5)

Winslow, Don Don Winslow wurde 1953 in der Nacht zu Halloween in New York geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in South Kingstown, Rhode Island, einer Kleinstadt am Atlantik. Sein Vater, der ihm Geschichten von seiner Zeit bei der Marine erzählte, beflügelte seine Fantasie und erweckte in ihm den Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden. Schon früh kam Winslow mit den Themen und Figuren in Berührung, die später eine so prominente Rolle in seinen Büchern spielen sollten. Einige Mafiagrößen des Patriarca-Syndikats lebten in seiner Nachbarschaft, und seine eigene Großmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, den mutmaßlichen Drahtzieher des Kennedy-Attentats, der den späteren Autor mehrere Male zu sich einlud. Nach seinem Schulabschluss kehrte Don Winslow in seine Geburtsstadt New York zurück. Bevor er mit dem Schreiben begann, verdiente er sein Geld unter anderem als Kinobetreiber, als Fremdenführer auf afrikanischen Safaris und chinesischen Teerouten, als Unternehmensberater und immer wieder als Privatdetektiv. Auch als Schriftsteller ist Don Winslow unermüdlich. Jeden Morgen um fünf setzt er sich an den Schreibtisch. Mittags läuft er sieben Meilen, in Gedanken immer noch bei seinen Figuren, um dann am Nachmittag weiterzuarbeiten. Dabei schreibt er mindestens an zwei Büchern gleichzeitig. Schreibblockaden kennt er nicht, im Gegenteil: Winslow sagt von sich, dass er bislang nur fünf Tage durchgehalten habe, ohne zu schreiben. Es ist eine Sucht, die bis heute ein Werk hervorgebracht hat, dessen Qualität, Vielseitigkeit und Spannung Don Winslow zu einem der ganz Großen des zeitgenössischen Krimis machen. Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für Tage der Toten. Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Großen amerikanischen Krimi-Autoren. Lösch, Conny Conny Lösch, geboren 1969 in Darmstadt, lebt als Literaturkritikerin und Übersetzerin in Berlin.