Maschinen wie ich

Maschinen wie ich (eBook)

Ian McEwan

Übersetzung: Bernhard Robben

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Charlie ist ein sympathischer Lebenskünstler Anfang 30. Miranda eine clevere Studentin, die mit einem dunklen Geheimnis leben muss. Sie verlieben sich, gerade als Charlie seinen >Adam< geliefert bekommt, einen der ersten... (weiter)

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Details
AutorIn Ian McEwan
Übersetzung Bernhard Robben
Edition 1. Auflage
EAN 9783257609585
Sprache deutsch
erschienen bei Diogenes Verlag AG
Erstverkaufsdatum 22.05.2019
Stichwörter London
Dreiecksgeschichte
Liebesgeschichte
Rache
Kind
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Weitere Informationen
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Kopierschutz social-drm
Dateigröße 0.82 MB
Veröffentlichungsjahr 2019
Rezensionen
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Ø 4.5 |  3 Rezensionen
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eine unbedingte Leseempfehlung
»Was liest Du?«-Rezension von _leserin_, am 13.08.2019

~~Als Charlie den Androiden Adam ins Haus geliefert bekommt, ist er doch sehr erstaunt, wie menschlich dieser ist, sogar seine Haut ist warm, er macht Atemgeräusche und er blinzelt mit den Augen. Wir befinden uns im Jahr 1982.
Charlie ist eine eher gescheiterte Existenz von ca 30 Jahren und hat mit dem Geld, das er nach dem Tod seiner Mutter geerbt hatte, sich den Androiden Adam gekauft. Adam ist einer 25 Androiden, die hergestellt wurden, 13 männliche Adams und 12 weibliche Evas und diese „leben“ auf der ganzen Welt verteilt.
Gemeinsam mit seiner großen Liebe Miranda bestimmen die beiden, je zur Hälfte, die Charaktereigenschaften von Adam. Adam ist gutaussehend und intelligent. Er verhilft den beiden mittels Devisenspekulationen zu einer Menge Geld und organisiert den Haushalt, andererseits geht er aber auch mit Miranda, nach dem diese sich mit Charlie gestritten hatte, auch ins Bett und verliebt sich auch in sie.
Mit Themen der Moral und Gerechtigkeit geht Adam jedoch ganz anders um, als Menschen es vielfach tun und das hat mir besonders imponiert. Wenn es um Kinder, Vergewaltigung oder um unrecht erlangtes Geld geht, macht er keine Unterschiede – was falsch ist falsch, dem hat man sich zu stellen, egal, ob andere das bemerken, egal welche Konsequenzen dann damit einhergehen.
Viele Themen werden in dem Buch angesprochen, wie KIs eventuell funktionieren könnten, die gemeinsam mit Menschen leben: können sie Gefühle haben? Empathie? Wie wird die Arbeitswelt aussehen, wenn KIs wirklich als Arbeitskräfte eingesetzt werden? Wie wird die Politik reagieren? Wie und vor allen von was werden die bis dahin arbeitenden Menschen leben und was werden sie überhaupt den ganzen Tag tun? Aber am besten kam zur Geltung, was Moral und Gerechtigkeit bedeutet und dieses Thema wird gegen Ende des Buches einfach großartig verhandelt wie ich finde.
Ich habe das Buch als sehr intelligent und lesenswert empfunden, die Probleme, die mit der Thematik KI einhergehen, sind sehr gut in den Kontext der Geschichte gestellt. Eine absolute Leseempfehlung.
 

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Ein Android unter meinem Dach
»Was liest Du?«-Rezension von Nabura, am 02.06.2019

Charlie Friend ist Anfang 30 und kommt mit Börsenspekulationen am heimischen Computer über die Runden. Als seine Mutter stirbt, nutzt er das gesamte Erbe, um einen der ersten Androiden zu kaufen. Die Eves waren schon ausverkauft, darum lebt nun ein Adam bei ihm. Gemeinsam mit seiner Nachbarin Miranda, in die er heimlich verliebt ist, weckt er die Maschine auf und versucht, dessen Persönlichkeit zu formen. Doch Adam verhält sich schnell menschlicher als erwartet, und er hat durchaus einen eigenen Willen.

Der Roman nimmt den Leser mit in eine alternative Version der 1980er Jahre. Großbritannien hat den Falkland-Krieg verloren und diskutiert über den Austritt aus der EU. Gleichzeitig hat die Forschung vor allem dank Alan Turing große Fortschritte gemacht, sodass es das Internet schon lange gibt und man nun die ersten Androiden erwerben kann. Dadurch fühlt sich das Umfeld dieses Romans vertraut und fremd zugleich an.

Den Protagonisten Charlie lernt man kennen, kurz nachdem dieser Adam erworben und in seine Wohnung getragen hat. Als studierter Anthropologe und Technik-Begeisterter ist seine Neugier auf dieses neue Wunderwerk groß, sodass er es kaum erwarten kann, dass Adam fertig geladen ist. Auch seine Nachbarin Miranda zeigt sich interessiert. In der Hoffnung, ihr näher zu kommen, macht Charlie Adam zu ihrem gemeinsamen Projekt. Jeder soll die Hälfte der Persönlichkeitsmerkmale bestimmen. Der Autor baut die Spannung gelungen auf, sodass auch ich auf den Moment hinfieberte, in dem Adam zum Leben erwacht.

Wie würden Androiden in unsere Gesellschaft passen? Ist ein Zusammenleben möglich? Welche Entwicklung löst die Umwelt bei ihnen aus, und wie würden Menschen auf sie reagieren? Fragen wie diese werden im Roman gestellt und mögliche Antworten darauf gesucht. Der Leser begleitet Adam von seinen ersten Minuten an über mehrere Monate, in denen er dank seiner künstlichen Intelligenz rasante Lernfortschritte macht und erstaunliche Entscheidungen trifft. Dabei taucht man häufig ins Charlies Gedanken ein, der sich ausführlich mit Adams Verhalten beschäftigt. Diese Episoden waren für meinen Geschmack an mancher Stelle zu lang, vor allem in Kombination mit den Beschreibungen der fiktiven Gesellschaftssituation.

Bald kommen Adam und Miranda in so manche heikle Situation. Denn statt zu Charlies Vertrautem zu werden, gesteht Adam, selbst in Miranda verliebt zu sein. Können Maschinen wirklich Gefühle entwickelt, und wie geht man damit um? Wie reagieren sie, wenn sie die Ungerechtigkeit der Welt realisieren? Und was passiert, wenn man von ihnen verlangt, zu lügen? Die Art und Weise, wie der Autor seine Charaktere in Situationen wie diese schickt, fand ich gelungen. Die Situation spitzt sich immer weiter zu und ich war gespannt, wie Charlie, Miranda und Adam sich verhalten werden.

„Maschinen wie ich“ stellt wesentliche Fragen im Hinblick auf Menschlichkeit, Mensch sein und der Abgrenzung von Maschinen. Dabei werden dem Leser sowohl philosophische Überlegungen als auch heikle Situationen im Umgang miteinander präsentiert. Ein intelligentes Gedankenspiel!

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Charlie ist ein sympathischer Lebenskünstler Anfang 30. Miranda eine clevere Studentin, die mit einem dunklen Geheimnis leben muss. Sie verlieben sich, gerade als Charlie seinen >Adam< geliefert bekommt, einen der ersten lebensechten Androiden. In ihrer Liebesgeschichte gibt es also von Anfang an einen Dritten: Adam. Kann eine Maschine denken, leiden, lieben? Adams Gefühle und seine moralischen Prinzipien bringen Charlie und Miranda in ungeahnte - und verhängnisvolle - Situationen.

Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London. 1998 erhielt er den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung. Seit seinem Welterfolg ›Abbitte‹ ist jeder seiner Romane ein Bestseller. Zuletzt kamen Verfilmungen von ›Am Strand‹ (mit Saoirse Ronan) und ›Kindeswohl‹ (mit Emma Thompson) in die Kinos. Ian McEwan ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts und der American Academy of Arts and Sciences.

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