Mein Jahr mit Dir (Taschenbuch)

Roman

Julia Whelan

Übersetzung: Veronika Dünninger

Taschenbuch
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Du kannst dein Leben planen, aber nicht deine große Liebe ... Es soll das Jahr ihres Lebens werden. Mit einem Stipendium erfüllt sich Ella endlich ihren lang ersehnten Traum von einem Auslandsjahr in Oxford. Doch... (weiter)

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Über das Träumen, das Planen, die Lyrik und die Liebe
»Was liest Du?«-Rezension von Lrvtcb, am 25.01.2019

Auch wenn ich schon einige Ecken in Großbritannien gesehen habe, habe ich es bis dato noch nicht nach Oxford geschafft. Für die Autorin ist die Stadt ein ganz besonderer Ort und sie möchte diesen gerne den Lesern näherbringen, wie sie in einem Leserbrief zu Beginn des Buches schreibt. Die Liebe zu Oxford ist definitiv zu spüren und steck so ziemlich in jeder Seite der Geschichte drinnen. Zu aller erst, das Buch ist somit eine Empfehlung für alle England-Fans und hat dadurch von mir einige Vorschusslorbeeren bekommen.

Für Ella ist Oxford ein Kindheitstraum. Direkt am ersten Tag ihres Studiums lernt sie Jamie kennen, der ihren Literaturkurs leitet und den sie so gar nicht leiden kann. Durch einen Zufall verbringen beide einen Abend gemeinsam in einem Pub und kommen sich dabei deutlich näher. Jamie hat jedoch ein tragisches Geheimnis und als Ella davon erfährt, muss sie eine schwierige Entscheidung treffen.

Die Geschichte startet somit mit Ellas Ankunft in Oxford. Der Anfang enthält viele Beschreibungen der Universität, der Kultur und der englischen Lebensweise. Der Einstieg ist so perfekt, um die Atmosphäre kennenzulernen und es sich ebenfalls in England gemütlich zu machen. Auch wenn mir hier die Darstellung gefallen hat, fand ich zunächst die Charaktere sehr merkwürdig. Ella hat eine kleine Clique, die in Oxford heimisch ist. Es sind zwar starke Individuen, die jedoch etwas altertümlich und kauzig wirken. Vor allem ihre Dialoge und Ausdrücke sind gewöhnungsbedürftig. Hier fallen Sätze wie beispielsweise:

„In Anbetracht der entzückenden Rundungen deiner Figur ist es durchaus erfreulich, dass du nicht eines dieser schrecklichen amerikanischen Mädchen bist, die sich ausschließlich von Rasenschnitt und Gletscherwasser ernähren“, sagt Charlie.

Die ersten hundert Seiten musste ich mich an die Figuren gewöhnen. Nicht nur ihre Sprache war merkwürdig, sondern sie wirkten auf mich wie überhebliche, besserwisserische Elitestudenten. Ich habe mich hier tatsächlich gefragt, was mir das Buch sagen soll und wie man so oberflächliche Wesen schaffen kann. Hier mein Tipp haltet durch! Es lohnt sich! Die komischen Floskeln werden immer weniger und die Figuren bekommen viel mehr Tiefgang.

Irgendwann zu dieser Zeit sagt Jamie einmal, dass er ein Buch abbricht, wenn er weiß, wie die Geschichte enden wird. Ich habe mich hier auch gefragt, ob das Buch so vorhersehbar ist, wie ich zunächst gedacht habe. Dann wurde Jamies Geheimnis aufgedeckt und das kam für mich ziemlich überraschend. Diese Wendung hätte ich niemals erwartet und ab dem Moment hat sich die Stimmung vollkommen verändert. Es sind mehr Emotionen aufgetaucht und es wurden ernstere Themen angesprochen.

Plötzlich wurden Fragen aufgeworfen wie, wovon träumt man im Leben? Was ist eigentlich wichtig im Leben? Und kann man das Leben überhaupt planen? Es sind essentielle Fragen des Lebens, die hier unterschwellig gestellt sowie beantwortet werden. Ich mochte diese Wendung sehr und sie hat dazu geführt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich musste einfach wissen, wie sich Ella entscheiden wird. An dieser Stelle hatte ich definitiv keine Ahnung mehr, wie das Buch enden würde. Für mich waren da mehrere Optionen möglich und auch realistisch.

Das tatsächliche Ende passte für mich gut und ich war damit mehr als zufrieden. Es war ein sehr runder Abschluss einer grandiosen Geschichte. Die ersten hundert Seiten waren deutlich schlechter, aber wer diese einmal gelesen hat, kann sich dann auf eine fantastische, emotionale und wunderschöne Handlung freuen. Eine nette Ergänzung ist auch, dass jedes Kapitel mit einem Ausschnitt aus einem Gedicht eröffnet wird. Dieses passt von den Emotionen und der Handlung her zu dem folgenden Kapitel. Das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Also wer England, Lyrik oder eine berührende Liebesgeschichte mag, der sollte dieses Buch lesen und sich von Ella und Jamie verzaubern lassen.

Nichts in diesem Leben ist für immer
»Was liest Du?«-Rezension von misery3103, am 23.01.2019

Die Amerikanerin Ella kommt mit einem Stipendium nach Oxford, um dort Literatur zu studieren. Sie hat Pläne für ihr Leben, die sich kurz nach ihrer Ankunft in England zu erfüllen scheinen, als sie die Anfrage bekommt, für eine Präsidentschaftskandidatin als Beraterin zu arbeiten. Doch alle Pläne relativieren sich, als sie Jamie kennenlernt. Doch Jamie hat ein großes Geheimnis und Ella muss erkennen, dass alle Pläne nur so lange gültig sind, bis das Leben sie umschreibt.

Den Einstieg ins Buch fand ich nicht ganz einfach, da die Sprache mit Ellas Ankunft in Oxford mich sehr an eine Jane Austen-Verfilmung erinnerte. Doch das Dranbleiben lohnt sich, denn die Geschichte ist wirklich berührend; und auch lustig, denn Ella ist ein wirklich toller Charakter. Sie ist offen und freundlich und lernt schnell tolle Leute kennen. Ihre Zusammentreffen sind wirklich lustig erzählt und machen richtig Freude. Dabei ist es typisch britisch, sehr viel Humor, sehr skurrile Personen und viele interessante Begebenheiten.

Auch die Gefühle zwischen Jamie und Ella waren nicht immer schön geschildert, aber dafür gab es viele tolle Momente im Buch, die mir eine Gänsehaut bescherten und mich nahe an die Tränen brachten.

Insgesamt hat mich die Geschichte von Jamie und Ella sehr gut unterhalten. Ihre Liebesgeschichte soll zeigen, dass alle Pläne, die wir für uns und unser Leben machen, in der nächsten Sekunde nicht mehr wichtig sind … und das gelingt wirklich gut. Man merkt dem Buch an, dass es auf einem Drehbuch für einen Film beruht, denn man kann sich die Handlung sehr gut vorstellen.

Romantisch, traurig und schön!