Meine geniale Freundin (Buch)

Kindheit und Jugend. Roman

Elena Ferrante

Übersetzung: Karin Krieger

Buch
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Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis... (weiter)

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Details
AutorIn Elena Ferrante
Übersetzung Karin Krieger
Edition 12. Aufl.
Seiten 422
EAN 9783518425534
Sprache deutsch
erschienen bei Suhrkamp Verlag AG
Erscheinungsdatum 08.2016
Ursprungstitel L'amica geniale
Stichwörter Romane Bestseller 2017
Frauenfreundschaft
beste freundin geschenk
Spiegel Bestseller
weihnachtsgeschenke
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Grundverschieden und doch untrennbar
»Was liest Du?«-Rezension von Abundantia, am 10.04.2018

Elena und Lila, zwei Mädchen, die ihre Kindheit in den Fünfzigern in einer Vorstadt von Neapel verbringen und zu Freundinnen heranwachsen, die sehr unterschiedlich sind. Aus der Sicht von Elena erfährt der Leser die damalige gesellschaftliche Situation und die Beziehung der heranwachsenden Protagonistinnen. Lila, die ihre schulische Begabung aufgrund diverser Umstände nicht leben kann, lässt sich dank Willensstärke und Behaarlichkeit nicht unterkriegen. Elena hingegen wird vor allem von ihrer Lehrerin gefördert, was einer der Gründe des Konkurrenzdenkens zwischen den Mädchen ist. Auch emotional betrachtet gibt es in Sachen Familien und der ersten Liebe Differenzen. Beide junge Frauen durchleben die intensiven Phasen einer Freundschaft, die trotz aller äußeren Widrigkeiten im Kern stabil bleibt. Elena Ferrante beschreibt im Auftakt der neapolitanischen Saga die Kindheit und Jugend von Elena und Lila. Der Schreibstil und die Handlung an sich gefielen mir, allerdings war es mir oft zu detailliert und langweiligte mich phasenweise. Obwohl ich gerne wüsste, wie es mit der Freundschaft der beiden endet, bin ich noch unschlüssig, ob ich die weiteren Teile lese.

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Kindheit in Neapel
»Was liest Du?«-Rezension von ulrike rabe, am 25.02.2018

Im Neapel der 50er Jahre wachsen Elena und Lina (von Elena immer nur Lila genannt) im heruntergekommenen Stadtteil Rione auf. Ein einschneidendes Erlebnis macht die beiden Mädchen zu Freundinnen fürs Leben.

Obwohl die gemeinsame Herkunft in der ärmlichen Umgebung sie verbindet, könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein. Elena, Tochter eines Pförtners, ist ein liebes kluges angepasstes gefälliges Mädchen, sie lernt eifrig und wird deshalb von ihrer Lehrerin auch gegen den Willen der Eltern gefördert. Lila die Schusterstochter hingegen ist vorlaut, frech, manchmal fast durchtrieben. Obwohl Lila überaus intelligent ist, lassen ihre Eltern sie keine weiterführende Schule besuchen.

Elena, die Erzählerin, bringt uns die Geschichte einer Kindheit sehr lebhaft nahe. Im  Rione tummeln sich einfache, kinderreiche Familien, ständig im Kampf um das tägliche Bemühen. Freundschaften, Feindschaften, erste Liebschaften, die Furcht und Ehrfurcht vor den Camorristi, Anerkennung und Unterwerfung, der Wunsch nach Bildung und einem anderen Leben bestimmen die Tage der Mädchen.

Elena Ferrante hat mit ihrem Auftakt der Neapolitanischen Saga ein wundervolles Buch über das Erwachsenwerden geschrieben. Detaill- und facettenreich spart sie aber auch nicht - unterhaltsam gut verpackt - an sozialer und gesellschaftlicher Kritik. Der lange Weg in die Unabhängigkeit der Mädchen beginnt mit diesem Band, dem noch drei weiter folgen durften.

 

 

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Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen. Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte. Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen. Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden? Elena Ferrante hat ein literarisches Meisterwerk von unermesslicher Strahlkraft geschrieben, ein von hinreißenden Figuren bevölkertes Sittengemälde und ein zupackend aufrichtiges Epos - über die rettende und zerstörerische, die weltverändernde Kraft einer Freundschaft, die ein ganzes langes Leben währt.