Milchmädchen (Buch)

G. R. Gemin

Übersetzung: Gabriele Haefs

Buch
Für Bewertung bitte einloggen!

Zwölf Kühe mitten in einem schäbigen walisischen Wohngebiet verstecken? Das bleibt doch niemals unbemerkt! Aber Gemmas Leben ist sowieso total durcheinander - ihr Vater ist im Knast, die Mutter abgekämpft... (weiter)

€ 16,99 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 11,99
  • sofort lieferbar ?
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn G. R. Gemin
Übersetzung Gabriele Haefs
Seiten 272
EAN 9783551560261
Sprache deutsch
erschienen bei Carlsen
Erscheinungsdatum 12.03.2016
Ursprungstitel Cowgirl
Stichwörter 2010 bis 2019 n. Chr.
Romane und Erzählungen allgemein (Kinder/Jugendlic
Wales
Altersfreigabe ab 12 Jahren
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.8 | 17 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.9 |  8 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.8 |  9 Bewertungen

5 Sterne
( 7 )
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Stern

Ernste Themen leicht erzählt
»Was liest Du?«-Rezension von lex, am 09.03.2018

In Gemmas heruntergekommener Siedlung ist so einiges nicht in Ordnung. Früher konnte man die Türen offen stehen lassen und es war Leben im Viertel. Jetzt bleiben die Häuser verschlossen. Mit dem Gemeinschaftssinn ist es nicht mehr weit her. Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Umweltverschmutzung - die Bryn Mawr Siedlung ist ein trostloser Ort. Zumindest bis zu dem Tag, an dem die 13-jährige Gemma mit ihrem Fahrrad in eine kleine Herde Kühe hineinprescht und damit der großen, stillen Bauerstochter Kate - die von allen nur Cowgirl genannt wird - genau vor die Füße fällt.

Oberflächlich betrachtet gelingt G.R. Gemin mit "Milchmädchen" ein modernes Märchen von zwei Mädchen, die ein Dutzend Kühe vor der Schlachtbank retten wollen. Doch mit fast schon spielerischer Leichtigkeit schafft der Autor es, Themen wie Mobbing, Vorurteile, Ausländerhass, Kriminalität, soziale Armut und die Schere zwischen Stadtleben und Natur einzuflechten, ohne dass die Geschichte jemals überladen wirken würde. Vermutlich, weil man nur einen Schritt auf die Straße hinausgehen muss, um sie vor der eigenen Haustür zu finden. In "Milchmädchen" wachsen sie erfrischend unstereotyp, manchmal anrührend und oft humorvoll, zu einer Einheit zusammen.


In kurzen, klaren Sätzen erzählt G.R. Gemin auf nur 267 Seiten wie in einem verlotterten Ortsteil an allen Ecken und Enden zwischenmenschliche Brücken entstehen. Unaufdringlich klingt der Ruf nach mehr Offenheit und Eigenverantwortung durch. Denn, wie die Welt um uns herum auch immer aussehen mag, es liegt an uns Menschen sie zu ändern. Hin und wieder braucht es dazu allerdings einen kleinen Anstoß von außen. In "Milchmädchen" sind es 12 stoisch kauende Kühe und ein paar mutige Herzen, die den Stein ins Rollen bringen.

Gemmas selbstbewusste Oma, die stille Kate und Gemma lösen eine Kette von Ereignissen aus, in deren Folge fast jeder auf die ein oder andere Weise über sich hinauswächst. Gemmas von der Arbeit erschöpfte Mutter, ihr im Knast sitzender Vater, der anstrengende Bruder, dessen vorlaute Freunde, der nörglerische Nachbar und die gemeine Sian - aber vor allem ist es Gemma selbst, die sich immer mehr verändert und vieles mit anderen Augen betrachtet. Ob die Grundidee dabei realistisch ist, sei einmal dahingestellt. Das, was diese skurrile Kuhrettungsmission auslöst, ist es auf jeden Fall. Es sind scheinbare Kleinigkeiten, die zusammen genommen große Wirkung haben.

Fazit: Anrührend, aber nie pathetisch, süß, aber nicht kitschig, witzig, aber nicht überdreht, komplex und doch ganz einfach. Ich habe dieses Buch unheimlich gerne gelesen.

mehr zeigen ...

Berührend
»Was liest Du?«-Rezension von Isa Bel, am 08.02.2017

Eine schöne kleine Geschichte über Freundschaft. Nicht nur für Jugendliche. Ich bin eigentlich aus der Zielgruppe schon rausgewachsen, aber das Buch hat mich trotzdem sehr begeistert.
Ich war mir erst unsicher, ob es das Richtige für mich ist, aber..es muss eben nicht immer ein Thriller sein  und manchmal lohnt es sich über den Tellerrand hinauszuschauen :-)

Sehr liebevoll und flüssig geschrieben, dabei gar nicht kitschig oder kindisch. Eine süße Idee einmal Kühe in den Mittelpunkt zu stellen.
Fazit: Gemeinsam sind wir stark und nichts ist unmöglich.

Ein schönes Buch über Freundschaft. Macht sich glaube ich auch sehr gut, als Geschenk unter Freundinnen.
Eine tolle Herzensgeschichte.

Gern mehr von der Autorin.

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

Zwölf Kühe mitten in einem schäbigen walisischen Wohngebiet verstecken? Das bleibt doch niemals unbemerkt! Aber Gemmas Leben ist sowieso total durcheinander - ihr Vater ist im Knast, die Mutter abgekämpft und der kleine Bruder nervt einfach nur. Und wie sie sich mit der komischen, starken Außenseiterin Kate angefreundet hat, weiß sie eigentlich selbst nicht. Aber Kate braucht Gemmas Hilfe, damit ihre Kühe nicht verkauft werden müssen. Gemmas Nachbarn kümmern sich normalerweise nicht so um andere Leute - geschweige denn um Tiere. Doch nun stehen dicke, muhende, Gras fressende Kühe in ihren Gärten. Und setzen einiges in Bewegung! Ein charmantes walisisches Sozialmärchen à la Kick it like Beckham

Gemin, G. R. Giancarlo R. Gemin wurde als Sohn italienischer Eltern in Cardiff in Wales geboren. "Milchmädchen" ist sein erstes Buch und hat schon zahlreiche Preise bekommen. Wenn er nicht schreibt, hört G.R. Gemin gern Musik, von Jimmy Smith bis Giuseppe Verdi. Der Autor lebt in London.