Mörderischer Feldzug

Mörderischer Feldzug (Taschenbuch)

Ein Krimi aus Minden

Taschenbuch
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Natürlich mutmaßen die neuen Kollegen von Kommissar Alexander Rosenbaum, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein mag. Wer lässt sich schon freiwillig aus einer guten Position in der Hauptstadt in... (weiter)

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Details
AutorIn Andrea Gerecke
Seiten 328
EAN 9783827194107
Sprache deutsch
erschienen bei Niemeyer, Hameln
Erscheinungsdatum 25.11.2011
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.5 | 3 Meinungen

davon Rezensionen:
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Sehr traurig
»Was liest Du?«-Rezension von Ann-Christin, am 02.12.2013

Selten hat mich ein Buch so traurig gemacht, ehrlich, ich hätte Rotz und Wasser heulen können.
Nicht wegen der Kinder, da war ich eher von der distanzierten Beschreibung der Vorgänge fasziniert. Nein, die Einzelschicksale haben mich 'betroffen' gemacht.
Allen voran Paul (irgendwas ist mit diesem Namen, ich weiß auch nicht), dessen Schicksal mir fast das Herz gebrochen hätte. Oder das der einen Mutter. Oder wie es überhaupt weitergeht nach so einer Tat. Das ist meiner Meinung nach die Stärke von Andrea Gerecke, soweit ich das nach nur einem Buch beurteilen kann. Nennen wir es einfach mal die Geschichten hinter der Geschichte. Ist schon ein bisschen Psycho, dieser Krimi.

Nicht sehr gefallen hat mir allerdings der Stil, der streckenweise eher hölzern und ungelenk erscheint (außer, es geht um Einzelschicksale), vorallem in der wörtlichen Rede.
Oder wenn es Alexander Rosenbaum betrifft, zu dem ich keine richtige Beziehung aufbauen konnte. So empfand ich zum Beispiel die Reise nach Berlin zum Gähnen langweilig und völlig unnütz. Sicher gehört sie zur Story und zur Person dazu, aber wenn mir die Person egal ist, dann ist es auch seine Geschichte. Obwohl, da muss ich Abstriche machen, denn die Sache mit den Stolpersteinen interessiert mich ungemein, schließlich gibt es die in meiner Stadt auch, leider viel zu viele.
Aber die Sache mit den Orchideen und dem Kater trifft mich nicht, im Gegenteil.
Habe ich jetzt zu viel verraten?

Im Grunde wollte ich alle bisher erschienenen drei Teile am Stück lesen, musste mich dann aber umentscheiden, da mir dieses Buch insgesamt zu sehr ans Gemüt gegangen ist. Und so fürchte ich mich ein wenig vor der Fortsetzung.

Fazit?
Als Auftakt einer Reihe durchaus akzeptabel und ausbaufähig.

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Natürlich mutmaßen die neuen Kollegen von Kommissar Alexander Rosenbaum, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein mag. Wer lässt sich schon freiwillig aus einer guten Position in der Hauptstadt in die Provinz nach Minden versetzen? Rosenbaum trägt einige Last mit sich herum, seine Beweggründe möchte er auch nicht jedem auf die Nase binden. Er will einfach nur gute Arbeit leisten und gleichzeitig auf andere Gedanken kommen. In Berlin hatte er die schlimmsten Verbrechen zu klären. Bei manchen allerdings empfand er sogar eine gewisse Sympathie mit den Tätern. Als die Frau ihren Mann erschlug, der sie jahrelang gedemütigt und misshandelt hatte. Als der Hartz-IV-Empfänger den Beamten in der Arbeitsagentur erschoss, denn der einstige Professor für Soziologie sollte in die Putzkolonne der Stadtreinigung einsteigen. Sexualverbrechen an Minderjährigen gehörten bislang nicht zu seinem Arbeitsfeld. Dieser Kelch war glücklicherweise an ihm vorübergegangen. Und nun ausgerechnet ein solcher erster Fall. Rasch scheint der Täter gefasst, doch es waren nur Indizien. Als er freigelassen wird, entwickeln sich die Dinge im Selbstlauf und der "Mörderische Feldzug" geht weiter ...

Gebürtige Berlinerin mit stetem Koffer in der Stadt. Studierte Diplom-Journalistin und Fachreferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Kurz vor dem Jahrtausendwechsel Entdeckung der Liebe zum Landleben mit den dortigen kreativen Möglichkeiten. Umzug ins vorletzte Haus an einer Dorfstraße in NRW. Arbeit als freie Autorin und überregionale Journalistin. Literarische Spezialität sind mörderische Geschichten, in denen ganz alltägliche Situationen kippen. Dazu kommen humoristische und satirische Texte, Prosa und Lyrik. Veröffentlichungen in zahlreichen Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. Mitglied der Mörderischen Schwestern und des Syndikats sowie des Leitungsteams der Mindener Lesebühne.