Nebeljagd (Taschenbuch)

Kriminalroman

Taschenbuch
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In einem kleinen Dorf auf der schwäbischen Alb wird die betagte Ines Schneider ermordet. Hauptverdächtiger: ihr Pflegesohn Jo Haug. Jo ist vorbestraft, außerdem geistern seit Jahren Gerüchte durchs Dorf,... (weiter)

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Details
AutorIn Julia Hofelich
Edition 1. Aufl.
Seiten 400
EAN 9783404179114
Sprache deutsch
erschienen bei Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum 13.12.2019
Serien Bastei Lübbe Taschenbücher
Stichwörter 20. - 21. Jahrhundert
Deutschland
Serienkrimi (Serienermittler)
Dr. Linn Geller
Pflichtverteidiger
Altersfreigabe ab 16 Jahren
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.7 | 33 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.7 |  19 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.6 |  14 Bewertungen

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Packend
»Was liest Du?«-Rezension von kristall, am 05.01.2020

Als Ines Schneider ermordet wird, ist ihr Pflegesohn Jo Haug der Hauptverdächtige, weil er nach Meinung der Dorfbewohner genug Dreck am Stecken hat und es gab da schon mal einen mysteriösen Fall mit einer Jugendfreundin. Zum Glück ist die Ermittlerin unvoreingenommen und entdeckt in der Vergangenheit des Dorfes noch viel mehr Geheimnisse, über die eigentlich nie wieder jemand reden wollte. Das Buch ist extrem spannend und aufregend. Schon nach wenigen Seiten möchte man es eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Dazu kommen ein toller Schauplatz der Handlung, interessante Figuren und ein toller Schreibstil. Rundum gelungen!

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Vorverurteilung oder Wahrheit?
»Was liest Du?«-Rezension von Lillymaus, am 05.01.2020

Eine Frau wird in einem kleinen Dorf ermordet, und sofort fällt der Verdacht auf ihren Pflegesohn Johann Haug, der nie ein gutes Verhältnis zu ihr hatte. Außerdem steht er in Verdacht, seine frühere Freundin vor 20 Jahren grausam ermordet zu haben, was aber nie bewiesen wurde. Ohne ausreichende Beweise wird eine Gerichtsverhandlung initiiert, und Linn Geller ist seine Pflichtverteidigerin. Sie ist in ständigem Zweifel was Haugs Schuld betrifft und recherchiert auf eigene Faust, da sie das Gefühl hat, dass hier einiges verschleiert werden soll. Sie sieht sich der abweisenden Front der Dorfgemeinschaft gegenüber, die sich ihre feste Meinung gebildet hat und nicht davon abweicht.
Genau wie die Verteidigerin werden auch die Leser immer wieder in verschiedene Denkrichtungen gelenkt, so dass man bis zum Ende hin in Unsicherheit bleibt, ob Johann Haug wirklich ein Mörder ist. Diese Komplexität, die den Leser immer wieder in Sackgassen führt und die ein Umdenken erfordert, erzeugt eine durchgreifende Spannung, denn man möchte unbedingt die Wahrheit erfahren.
Am Anfang erschien mir der Kriminalroman etwas langatmig, vielleicht lag es daran, dass ich den Vorgängerband nicht kannte und erstmal in das Geschehen hineinfinden musste. Aber die Spannung steigerte sich ständig und ließ mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und erscheinen realitätsnah. Linn ist eine Anwältin, die sich durch Ehrgeiz und Hartnäckigkeit auszeichnet. Auch persönliche Bedrohungen schüchtern sie nicht ein. Wir erfahren zwar auch etwas über das Privatleben der Anwälte/Ermittler, aber das hält sich in Grenzen und ist so völlig akzeptabel. Die Szenerie wird intensiv und sehr atmosphärisch beschrieben, besonders  die unsägliche Verbohrtheit und der Starrsinn der Dorfbewohner.
Ein sehr spannendes und in sich schlüssiges Buch, das ich gern gelesen habe. Besonders die sich steigernde Spannung habe ich genossen. Und ich möchte dementsprechend eine eindeutige Lesempfehlung aussprechen.

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In einem kleinen Dorf auf der schwäbischen Alb wird die betagte Ines Schneider ermordet. Hauptverdächtiger: ihr Pflegesohn Jo Haug. Jo ist vorbestraft, außerdem geistern seit Jahren Gerüchte durchs Dorf, dass Haug auch seine vor 15 Jahren verschwundene Jugendfreundin Vanessa skrupellos und qualvoll getötet haben soll. Für die Dorfgemeinschaft steht fest: Nur er kann der Täter sein. Jos Verteidigerin Linn Geller hält jedoch nichts von solchen Vorurteilen und recherchiert unabhängig von der örtlichen Polizei. Ihre Ermittlungen rütteln an gefährlichen Geheimnissen, die die eingeschworene Dorfgemeinschaft lieber auf ewig in Schweigen gehüllt hätte ...

Julia Hofelich studierte zunächst Germanistik und Komparatistik, bevor sie zu Jura wechselte. Nach ihrem Referendariat arbeitete sie als Rechtsanwältin und absolvierte ein Fernstudium zur Drehbuchautorin. Für ihre Kurzgeschichte Opfer wurde sie für den renommierten Glauser nominiert. Julia Hofelich ist verheiratet und hat zwei Kinder.