Niemand stirbt allein

Niemand stirbt allein (Taschenbuch)

Thriller

Taschenbuch
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HART. SPANNEND. UND VERSTÖREND. "Jetzt wird deine Familie sterben." Tabea lebt mit ihrem Mann Mark und ihrer kleinen Tochter Amy den Traum einer glücklichen Familie. Wären da nicht die Bedenken ihrer Eltern.... (weiter)

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Details
AutorIn Martin Krist
Edition 4. Aufl.
Seiten 272
EAN 9783748544883
erschienen bei epubli
Erscheinungsdatum 27.05.2019
Stichwörter Spannung
Krimi
Spannungsroman
Psychothriller
Thriller
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
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Plump eingefädelt
»Was liest Du?«-Rezension von NiWa, am 04.01.2020

Tabea hat eine kleine, glückliche Familie. Sie und ihr Mann Mark vergöttern die Tochter Amy. Jedoch fürchten ihre Eltern, dass Mark eine Gefahr für das familiäre Glück ist. Die junge Mutter wehrt sich gegen diese Vorstellung, bis eines Morgens ein Alptraum zur Realität wird.

„Niemand stirbt allein“ ist ein Psychothriller von Martin Krist, der meiner Ansicht nach - im Gegensatz zu anderen Werken des Autors - nicht überzeugend ist. 

Protagonistin Tabea lebt den Traum einer kleinen Familie. Babytochter Amy rekelt sich wohlig im Bettchen, ihr Mann schläft, und sie selbst kämpft mit den Hausschuhen, als sie an jenem Morgen den Tag beginnt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie nicht, dass das der Beginn ihres persönlichen Alptraums ist.

Ich schätze den Autor Martin Krist sehr, weil er mich mit seinen Krimis um Henry Frei regelrecht begeistert hat. Ich mag den trockenen Stil - die nüchterne Art - die Ereignisse zu schildern. Auch „Niemand stirbt allein“ ist diese Handschrift deutlich anzumerken. Allerdings scheitert es meiner Meinung nach an der erzählerischen Raffinesse, die der Schriftsteller diesmal vermissen lässt.

Den Einstieg in die Handlung fand ich interessant und spannend. Tabea kriecht aus dem Bett, schaut einem neuen Tag entgegen, weiß ihre Tochter Amy wohlbehalten in ihrem Zimmer und macht sich ins oberste Stockwerk zu ihrem Vater auf. Schon hier gibt es Andeutungen, dass das familiäre Glück eher oberflächlich ist. Die Gefahr ist spürbar, es brodelt, und der Dialog zwischen Tabea und ihrem Vater verhärtet die Zweifel, die einen eingangs beschleichen.

Danach überschlagen sich die Ereignisse, es wird rasant und dann ist die Katze viel zu früh aus dem Sack gehüpft. Denn ab sofort wusste ich, in welche Richtung die Geschichte geht. Es lag für mich auf der Hand, was Tabea widerfährt, weil es plump eingefädelt ist.

Unter anderem habe ich durch manche irrationalen Entscheidungen sowie merkwürdige Ereignisse und schon allein durch Töchterchen Amy sofort durchschaut, worin die Lösung des Rätsels liegt. 

Es gibt so viele Hinweise, wenig plausible Handlungen und ablenkende Ereignisse, dass die großartige Grundidee nicht funktioniert. Ich bin natürlich dran geblieben, weil es sich trotzdem gut lesen lässt. Außerdem musste ich unbedingt wissen, ob meine Vermutung richtig ist. Dennoch hat es mich nicht überzeugt und mir fehlt am Ende der Wow-Effekt.

Der absehbare Schluss war meinem Empfinden nach zu weit hergeholt. Mir ist durchaus bewusst, dass ein Psychothriller nicht immer realistisch sein muss. Trotzdem wirkt der betriebene Aufwand nicht glaubwürdig auf mich. Allein, wenn ich an die finanziellen Ressourcen denke, die hier scheinbar reingesteckt werden, muss ich ungläubig den Kopf schütteln. 

Im Endeffekt ist "Niemand stirbt allein" aufgrund des Stils gut zu lesen und für zwischendurch geeignet. Leider hat der Autor seine Idee zu gewollt vorangetrieben anstatt sie sacht anzustupsen und geschmeidig zu kaschieren, was Spannung und Lesevergnügen hemmt.

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Psychothrill vom Feinsten
»Was liest Du?«-Rezension von aly53, am 04.06.2019

Mein erster Psychothriller von Martin Krist und wow. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wie ich nur ansatzweise wiedergeben soll, was ich dabei empfunden habe. Welche Hölle und welche Verzweiflung, ich dabei durchlebt habe.
Als Thriller Autor ist er ein Meister seines Fachs, aber im Bereich der Psychothriller legt er nochmal ein Schippe obendrauf.

Stell dir vor, dein Ehemann wird für dich und deine Familie eine ernstzunehmende Bedrohung .
Was tust du?
Tiefste und brennende Verzweiflung durchströmt dich. Du verlierst dich, rennst um dein Leben und nimmst alles, wirklich alles als Bedrohung war.
Wem kannst du trauen?
Kannst du dir überhaupt selbst vertrauen und was ist, wenn die Wahrheit dahinter noch viel grausamer ist, als du dir je vorstellen könntest?
Tabea ist in diesem Stück der Dreh- und Angelpunkt. Um sie und um ihr ganz persönliches Horrorszenario geht es hier.
Ich mochte Tabea von Anfang an. Sie hat mich wirklich bewegt , sie ist mir unter die Haut gegangen und ich erlebte ihr Grauen am eigenen Leib.
Ich wollte sie beschützen, zu ihr eilen und sie einfach halten.
Diese kleine Person mit einer so zerbrechlichen Seele, drohte vor meinen Augen zu zersplittern und in alle Einzelteile zu verfallen. Wie bitte, soll einem das nicht nahe gehen? Als Mutter, konnte ich es besonders gut nachempfinden.
Ihre Ängste, ihre Wut,ihr Schmerz, brannten sich tief in mir ein, ich litt und zitterte in jeder Sekunde mit ihr mit.
Dadurch das man Tabeas Perspektive erfährt, ist sie unglaublich lebendig und präsent. Sie ist authentisch und ich hatte einfach das Gefühl, mich direkt neben ihr zu befinden.
Auch die Nebencharaktere sind sehr gut ausgearbeitet und greifbar.
Geheimnisse die in der Luft schwelen und zu keinem Moment gibt es ein durchkommen durch diesen Wulst an Informationen und Eindrücken.
Die Angst und Panik ist allgegenwärtig und legt sehr viel Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit über das Geschehen.
Es hat mir schier das Herz herausgerissen, bei dem, was ich hier erlebte.
Ich wollte wirklich nur kurz reinlesen, aber ich klebte fest am Reader. Weglegen war unmöglich.
Die Spannungskurve war so extrem hoch, das ich einfach nur wissen wollte, was dahintersteckt.
Denn das da etwas ist, war offensichtlich.

Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd und bildhaft. Das ganze entwickelte einen Sog, dem man nichts entgegenzusetzen hat.
Es hat mich gepackt , zum nachdenken gebracht und nicht eine Sekunde mehr losgelassen.
Irgendwann brandete in mir die Frage auf, worum es hier wirklich geht. Ich war so geschockt und entsetzt von den ganzen Geschehnissen, das ich nicht dahinterkam.
Tabea verändert sich immer mehr und ihr Umfeld schien sich dem anzugleichen.
Verfolgungswahn, Paranoia und Verzweiflung.
Trauer, Verlust und schiere Ausweglosigkeit.
Meine Nerven war zum zerreißen gespannt.
Gekonnt wird hier mit den Ängsten der Leser gespielt. Ein Abgrund jagt den nächsten und die Fragen wollen kein Ende nehmen.
Keine Erlösung. Kein Ausweg.
Nur ein großes Nichts, das alles in den Abgrund zieht , was sich ihm in den Weg stellt.
Was ist Schein, was ist Sein?

Die Handlung ist unglaublich wendungsreich und atemlos lechzt man nach jeder weiteren Seite.
Martin Krist gelingt hier ein sehr nervenzehrender und intensiver Psychothriller, in dem es um das eigene Ich und die Frage nach dem Warum geht.
Er besticht durch Höhen und Tiefen und kommt nicht einen Moment zum Stillstand.
Das Ende hat mir vollkommen den Boden unter den Füßen weggezogen und mich völlig dahingerafft.
Ich wusste nicht mehr wo und wer ich war.
Ich fühlte und zitterte einfach nur stumm mit.
Dieser Roman zeigt auf wie unglaublich groß seelischer Schmerz werden kann, das er alles verändert und man Grenzen überschreitet, die man nicht für möglich halten würde.
Ein Roman der definitiv nach mehr schreit und für mich ein absolutes Jahreshighlight darstellt.

Fazit:
uh. Wow. Ich bin platt , am Ende und weiß definitiv nicht was ich sagen soll.
Dieser Psychothriller sprengt jegliche Grenzen und zeigt auf, wie tief und allumfassend Schmerz sich äußern kann.
Er brennt sich ein, fordert und vernichtet alles und jeden.
Mir ist die Story um Tabea unglaublich unter die Haut gegangen, hat mich Nerven gekostet und letztendlich hat es mich emotional vollkommen um den Verstand gebracht.
Wer Psychothriller liebt, darf hier auf keinen Fall daran vorbeigehen.
Denn Martin Krist spielt gekonnt mit den Ängsten der Leser und zeigt auf , zu welchen Höchstleistungen der menschliche Körper fähig ist.
Eine nervenzehrende und emotionale Handlung , die mit einer großartigen Protagonistin und einer Thematik punktet, die einfach nur unglaublich bewegt und beschäftigt.
Psychothrill vom Feinsten.
Ein Thriller der eisige Schauer über den Rücken jagt und besonders auf der psychologischen Ebene sehr gut ausgearbeitet ist.
Ein absolutes Jahreshighlight. Ich lechze nach mehr.

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HART. SPANNEND. UND VERSTÖREND. "Jetzt wird deine Familie sterben." Tabea lebt mit ihrem Mann Mark und ihrer kleinen Tochter Amy den Traum einer glücklichen Familie. Wären da nicht die Bedenken ihrer Eltern. Sie halten Mark für eine Gefahr. Tabea jedoch steht zu ihrem Mann. Bis zu jenem Tag, an dem ihr schlimmster Alptraum wahr wird. Kann sie ihre Familie retten? "Nur mal kurz reinlesen? Geht nicht! Dieser Thriller lässt dich nicht mehr los." (Sandy Mercier) "Martin Krist goes Hitchcock! Ein Paranoia-Thriller, brillant und mitreißend geschrieben. Cooles Zeug." (André Milewski)

Krist, Martin Martin Krist, geboren 1971, lebt als Schriftsteller in Berlin. Er arbeitete viele Jahre als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig. Nach mehr als 30 Sachbüchern, darunter die Biografie über die Hamburger Kiez-Ikone Tattoo-Theo, die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain schreibt er seit 2005 Krimis und Thriller.