Nullzeit (Taschenbuch)

Roman

Taschenbuch
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Der Spiegel-Bestseller jetzt im Taschenbuch Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten Theo auf die Insel gekommen, um sich auf die nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt,... (weiter)

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Details
AutorIn Juli Zeh
Seiten 255
EAN 9783442745692
Sprache deutsch
erschienen bei btb Taschenbuch
Erscheinungsdatum 13.01.2014
Serien btb
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 27 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.3 |  5 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.1 |  22 Bewertungen

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Spannend bis zum Schluss!
»Was liest Du?«-Rezension von Paperboat, am 16.07.2019

Sven ist ein Aussteiger. Deutschland hat er vor über einem Jahrzehnt den Rücken gekehrt, weil er dieses verlogene Wettschwimmen mit Haien nicht mehr ertragen wollte. Antje, für die er eine dauerhafte Jugendliebe ist, wanderte gleich mit aus. Die beiden betreiben eine Tauchschule, und ihre nächsten Gäste sind Jola und Theo, ein hassliebendes, schwer einschätzbares Ehepaar. Jola, die in Deutschland in einer Telenovela als Schauspielerin mitspielt, versucht mit einem Tauchlehrgang eine Filmrolle über das Leben einer berühmten Taucherin zu ergattern, die sie verehrt. Theo, Schriftsteller eines einzigen bisher veröffentlichten Romans, lässt sich von Jola aushalten. Und da sind die beiden nun, haben Sven exklusiv für einen festgelegten Zeitraum für ein dringend benötigtes Honorar gebucht, und machen ihm fast von Tag 1 an nur Ärger. Sven, der eigentlich ein zurückgezogenes Leben führt und seit seiner Abkehr aus Deutschland nach dem Credo lebt sich in niemandes Angelegenheiten einzumischen, sondern schön aus allem rauszuhalten, wird durch die Aktionen zwischen Theo und Jola immer tiefer in deren skurriles Beziehungsleben gezogen. Es ergibt sich eine eigenwillige Dreiecksbeziehung.

Sven ist der Ich-Erzähler der Geschichte. Seine Episoden werden von Tagebucheinträgen Jolas abgelöst. Scheinen sie sich zunächst noch zu ergänzen, weiß der Leser mit Fortschreiten der Geschichte nicht mehr, wem der erzählenden Personen er Glauben schenken soll. Bis zuletzt spann sich in meinen Gedanken die Skepsis beiden gegenüber, gleichzeitig wollte ich beiden glauben.

Ich glaube, ich habe das Buch auch innerhalb von zwei Tagen fertig gelesen, was für mich ziemlich schnell ist. Sehr interessant fand ich die Ruhe der Tauchgänge, die einen Teil von Svens Episoden ausmachen. Es wirkte, als ob man all die Ruhe gesammelt hat, die man in einem spannungsgeladenen Finale auch benötigt. Ich fand die Geschichte wirklich sehr, sehr gut und werde mich neugierig in weitere Lektüren von Juli Zeh vertiefen in der nächsten Zeit!

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Hätte man mehr daraus machen können
»Was liest Du?«-Rezension von Elena, am 20.05.2015

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘

Zuerst einmal, war mir nicht klar, was „Nullzeit“ ist, hier mal die Definition aus dem Buch:

„..., dass Nullzeit die Zeitspanne war, die ein Mensch in einer bestimmten Tiefe tauchen konnte, ohne sich bei der sofortigen Rückkehr an die Oberfläche einem Gesundheitsrisiko auszusetzen.“

Das Buch startet ganz easy-go-lucky und sukzessive wird die düstere Spannung erzeugt, die sich einschleicht, wie es sich für einen Psychothriller gehört. Die Story wird aus zwei Perspektiven erzählt und so ist der Leser allwissend, wird jedoch dadurch auch verwirrt. Wie das genau geht, würde jetzt spoilern, deshalb lasse ich das jetzt mal so stehen.

Die Figuren sind recht lebendig, jedoch stellenweise auch ein wenig stereotyp. Leider gab es eine Nebenfigur, die mir zu eindimensional blieb, obwohl sie einen Anteil an der Geschichte besitzt und für mehr Spannung hätte sorgen können.

Der Schreibstil ist flüssig lesbar und ich nehme mal an, dass die Autorin sich im Bereich „Tauchen“ auskennt, denn ihre Schilderungen kamen fundiert rüber.

Auch wenn „Nullzeit“ nach „Gone Girl“ erschien, gibt es gewisse Parallelen, die mich stellenweise schon erahnen ließen, wohin das Ganze führen wird. Auch wenn Tauchen die Grundlage der Story ist, wurde mir dann doch stellenweise zu detailliert darüber geschrieben, was dann langatmig daher kam.

Ich vergebe gute 3 Sterne, weil ich dann doch nicht so gefesselt wurde, wie ich es von einem Psychothriller erwarte.

 

‘*‘ Klappentext ‘*‘

Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten Theo auf die Insel gekommen, um sich auf ihre nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt, entwickelt sich aus einem harmlosen Flirt eine fatale Dreiecksbeziehung, die alle bisherigen Regeln außer Kraft setzt. Wahrheit und Lüge, Täter und Opfer tauschen die Plätze. Sven hat Deutschland verlassen und sich auf der Insel eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut. Keine Einmischung in fremde Probleme - das ist sein Lebensmotto. Jetzt muss Sven erleben, wie er vom Zeugen zum Mitschuldigen wird. Bis er endlich begreift, dass er nur Teil eines mörderischen Spiels ist, in dem er von Anfang an keine Chance hatte.

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Der Spiegel-Bestseller jetzt im Taschenbuch Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten Theo auf die Insel gekommen, um sich auf die nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt, entwickelt sich aus einem harmlosen Flirt eine fatale Dreiecksbeziehung, die alle bisherigen Regeln außer Kraft setzt. Wahrheit und Lüge, Täter und Opfer tauschen die Plätze. Sven hat Deutschland verlassen und sich auf der Insel eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut. Keine Einmischung in fremde Probleme - das ist sein Lebensmotto. Jetzt muss Sven erleben, wie er vom Zeugen zum Mitschuldigen wird. Bis er endlich begreift, dass er nur Teil eines mörderischen Spiels ist, in dem er von Anfang an keine Chance hatte.

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015), und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln. 2018 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.