Piccola Sicilia (Taschenbuch)

Roman

Taschenbuch
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Nach dem großen Bestseller-Erfolg von "Bella Germania" jetzt endlich der neue Roman von Daniel Speck! Was, wenn deine Familie in Wahrheit eine andere ist?Ein sonniger Herbsttag auf Sizilien. Schatztaucher ziehen ein... (weiter)

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Liebe findet ihren Weg...
»Was liest Du?«-Rezension von nicigirl85, am 12.11.2018

Eher zufällig habe ich genau dieses Buch mit in den Urlaub genommen. Vom Autor selbst hatte ich bisher weder etwas gehört noch gelesen, daher begann ich völlig unbefangen mit der Lektüre und ich wurde regelrecht eingesogen.

Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge untergliedert. Zum einen begleiten wir Nina Zimmermann in der Gegenwart, deren guter Freund sich gerade auf Schatzsuche unter Wasser befindet. Könnte das Geheimnis im Meer etwas mit ihr zu tun haben? Zum anderen begleiten wir in der Vergangenheit die Geschwister Victor und Yasmina in Tunis, welches alsbald von den Deutschen besetzt wird und das Leben der dort ansässigen Juden dramatisch verändert. Wie wird es den Geschwistern in diesen dramatischen Zeiten ergehen?

Gleich vorweg möchte ich erwähnen, dass der Vergangenheitspart den deutlich größeren Raum in der Geschichte einnimmt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch fand ich immens spannend den 2. Weltkrieg mal in einem anderen Land in einer Geschichte miterleben zu dürfen, denn über die Rolle Tunesiens in dieser Zeit wusste ich ehrlich gesagt so gar nichts.

Die im Buch dargestellten Figuren sind sehr vielschichtig und berühren einen als Leser. Mein Herz wurde vor allem von Yasminas Schicksal berührt. Als Waise in einer liebevollen Familie wie den Sarfatis zu landen, ist schon ein großes Glück und dennoch sorgt dies für jede Menge Furore. Auch Moritz mit seiner Zerissenheit hat mir sehr gefallen, konnte man doch nur zu gut verstehen, dass die Entscheidung, die es zu treffen galt, niemals eine leichte sein wird.

Richtig bewegend fand ich die Gedanken und Gefühle von Archäologin Nina, die gerade versucht eine Trennung zu verarbeiten. Hier habe ich mich sehr aufgehoben gefühlt, da ich selbst ähnliches durchmachen musste und mich so sehr gut in sie einfühlen und sie verstehen konnte. 

Zum Schluss der Geschichte wird deutlich wie Vergangenheit und Gegenwart zusammenhängen und dennoch bleibt Spielraum für den Leser mit seinen Gedanken, da der Roman offen endet.

Ich habe mich unheimlich gut unterhalten gefühlt und habe geschichtlich so einiges dazu lernen dürfen.

Fazit: Die bewegende Geschichte dreier Frauen, die trotz alles religiösen und kulturellen Unterschiede versuchen ihr Leben zu meistern und nie nach hinten schauen, sondern stets in die Zukunft. Absolut lesenswert!

Mayersche-Rezension von Andrea, am 24.10.2018
Meine Meinung zum Buch: Mir hat der Schreibstil, der sehr lebendig und detailgetreu ist, sehr gut gefallen. Als Leser kann man sich fallen lassen und ist plötzlich mitten im Geschehen. Die Rahmengeschichte von Nina hat mir nicht ganz so gut gefallen, da mir von Nina als Charakter zu wenig gezeigt wurde. Sie war stets verschlossen, auch gegenüber Joelle. Von ihrer Scheidung hat sie kurz erzählt und das kurze Aufflackern ihrer Beziehung zu Patriece, viel mehr hat sie nicht von sich und ihrem vorigen Leben und ihrer Familie preisgegeben. Gerade dieser Aspekt, wie Nina aufgewachsen ist, mehr darüber, wie sie ihre Mutter und ihre Großmutter erlebt hat, hätte ich spannend gefunden. Joelle ist aufgrund ihres Charakters offener, sie erzählt gerne und ausschweifend und hat auch Nina einen guten Einblick in das Leben von Moritz und wie es sich langsam mit dem Leben von Yasmina und Joelle verknüpft hat, gegeben. Zahlreiche Zitate zu Beginn der Kapitel und auch zwischendurch waren treffende Sätze, die ich mir während des Lesens notieren musste und die zu weiteren Denkansätzen verleiten. Dies finde ich an Büchern besonders schön, wenn es gelungen ist, dass das Buch auch nach dem Lesen noch weiterwirkt und beschäftigt. Das ist bei „Piccola Sicilia“ auf alle Fälle gegeben. Die Kriegssituation wurde auch von mehreren Seiten und von unterschiedlichen Nationalitäten aus gemeinsam betrachtet. Interessant war hier vor allem, wie sich die Menschen in Notsituationen verändern. Manche werden dadurch stärker, andere werden zu Mitläufern. Vor allem die persönliche Entwicklung von Moritz habe ich schön gefunden. Auch die Bedeutung von Familie hat sich mit der Zeit verändert, von der Kernfamilie bis später zu Familienmitgliedern, die zwar nicht blutsverwandt sind, dafür aber mit dem Herzen für immer verbunden. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist der doch sehr offene Schluss, bei dem einige Fragen und Situationen ungeklärt bleiben. Hier hätte ich es schöner gefunden, wenn Joelle und Nina noch einen weiteren Tag angehängt hätten und die Geschichte noch ein wenig weiter erzählt wird. Mein Fazit: „Piccola Sicilia“ erzählt die Geschichte von unterschiedlichen Familienkonstellationen, vom Zusammenleben der Kulturen und vom Krieg – und dies alles in wunderschöner Sprache verpackt, mit Liebe zum Detail.