Picknick im Dunkeln

Picknick im Dunkeln (Buch)

Roman

Buch
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Treffen sich Stan Laurel und Thomas von Aquin im Dunkeln ... Markus Orths neuer Roman, eine urkomische und todernste Geschichte Eine unglaubliche, unerhörte Begegnung, die den Bogen spannt über siebenhundert Jahre... (weiter)

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Details
AutorIn Markus Orths
Seiten 236
EAN 9783446265707
Sprache deutsch
erschienen bei Hanser, Carl GmbH + Co.
Erscheinungsdatum 27.01.2020
Stichwörter #ohnefolie
Abenteuer
Bibel
Dick und Doof
Dunkelheit
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 11 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.1 |  6 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.1 |  5 Bewertungen

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Letztlich zahnlos
»Was liest Du?«-Rezension von wandagreen, am 25.02.2020

Beginnt man mit dem Roman „Picknick im Dunkeln“ von Markus Orth,  ist man erst einmal pikiert. In einem dunklen Tunnel zu stecken, so, wie der Autor seine beiden Protagonisten platziert, ist bedrückend und man bekommt eine Art gelesene Klaustrophobie. 

Dieses Setting von Markus Orth, die völlige Dunkelheit, ist erste Sahne. Stanley Laurel und Thomas von Aquin, die einiges gemeinsam haben, wie der Leser nach und nach in splitterhaften Auszügen aus deren Leben erfährt, treffen sich im Afterlife und alles ist dunkel. 

Afterlife? Wirklich? Wo sind sie? Während Stan sein ganzes Leben durch den Kopf schießt, denkt Thomas, der große Denker seiner Zeit, nach. Durch Logik muss sich alles erschließen. Sie sind nicht direkt Zeitgenossen! Wie können sie sich treffen?

Das große Plus des Romans ist, dass man die Hintergründe der beiden großen Männer der Geschichte, jeder auf eine andere Art und Weise „groß“, spielerisch, in Auszügen zwar, aber doch im Wesentlichen klar, beigebogen bekommt. Der Autor verrät sogar indirekt, wie er zu seinem Thema gekommen ist. Die Unterhaltungen der beiden Männer sind teilweise ein intellektueller Spaß. 

Diese Intellektualität, die mehr verspricht als sie letztlich halten kann, läßt den Kompass des geneigten Lesers dann doch zum Gegenpol schnellen, zum negativen Pol. Was teilweise wie ein philosophischer Roman daherkommt und genau deshalb fasziniert, verliert nämlich alsbald seinen Zug und mündet  in harmloses Geplänkel. Der Autor wagt es eben doch nicht, entweder Thomas oder Stanley zu folgen, der eine ein überzeugter Christ, für den völlig klar ist, sie befinden sich auf dem Weg zum Jüngsten Gericht und der andere nicht einmal Agnostiker, der sich mit „magischen Spielereien“ und Albernheiten ablenken muss. 

Letztlich fehlt dem kleinen Büchlein der Biss. Weil es seine Zuflucht dann doch zum Banalen und zum Klischee nimmt, wenn es zum Offenbarungseid kommen müsste. Ja, so ist es eben immer, wenn man sich alle Optionen freihalten möchte! 

Die paar Informationen über die beiden Männer jedoch, die sicher kurzweilig sind, aber zusammengefasst nur wenige Zeilen ausmachen, kann man sich auch bequem anderweitig anlesen. 

Einige Male gibt es leider auch Phrasen zu verzeichnen, obschon die Sprache ansonsten fein ist. 

Fazit: Super Idee. Feines Setting. But that was it. Zu kurz gesprungen für meinen Geschmack. 

Kategorie: Anspruchsvolle Literatur: 2 Punkte / Gute Unterhaltung: 4 Punkte
Verlag: Hanser, 2020

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Keine leichte Lektüre, dafür eine sehr humorvolle und tiefgründige Geschichte
»Was liest Du?«-Rezension von danim1703, am 23.02.2020

Sicherlich keine leichte Lektüre, aber dennoch erfrischend, humorvoll, tiefgründig und ... ja... einfach mal ganz was anderes! Stan Laurel und Thomas von Aquin treffen hier, trotz dass sie 700 Jahren voneinander entfernt lebten, aufeinander. 

 

„Picknick im Dunkeln“ ist eine aufregende philosophische Reise, eine urkomische und todernste Geschichte über die großen Fragen des Lebens. Eine unglaubliche, unerhörte Begegnung, die den Bogen spannt über siebenhundert Jahre Weltgeschichte: Zwei Männer treffen sich in vollkommener Finsternis. Sie wollen ans Licht, unbedingt. Sie tasten sich voran, führen irrwitzige Gespräche und teilen die Erinnerungen an zwei haarsträubend unterschiedliche Leben. Die Männer? Stan Laurel und Thomas von Aquin. Der begnadete Komiker trifft auf den großen Denker des Mittelalters. Warum hier? Warum jetzt? Warum gerade sie beide? Genau dies müssen sie herausfinden, um endlich ans Licht zu gelangen.

Dieses Buch ist keins, das man schnell mal so durchliest, weglegt und gut ist. Es ist vielmehr ein kleines Schätzchen, das man immer wieder lesen kann und in dem man dann auch immer wieder neu Stellen entdeckt, die einfach grandios sind. Ich habe einige Sätze und Abschnitte tatsächlich wiederholt lesen müssen, um den Inhalt gänzlich zu erfassen... und bezweifle bei einigen, dass mir das gelungen ist.

Der Komiker und der Philosoph treffen in völliger Dunkelheit aufeinander. Stan stolpert quasi über Thomas, während er versucht, einen Weg aus dem völlig dunklen Tunnel zu finden, in dem er sich - warum auch immer - plötzlich befindet. Es ist wirklich so dunkel, dass man NICHTS sehen kann, nicht einmal die Hand vor Augen. Die beiden kommen natürlich ins Gespräch und damit beginnt eine Geschichte, die unglaublich komisch, humorvoll, ernst, tiefgründig, lustig, traurig und - natürlich - philosophisch ist. 

Wer nun glaubt, hier tatsächlich die Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu erhalten, der irrt sich... vielleicht. Vielleicht auch nicht. Jeder wird anderes aus diesem Buch für sich herausziehen. Der Autor hat es einfach perfekt hinbekommen, von beiden (Stan und Thomas) die jeweilige Geschichte zu umreißen und beide - obwohl sie vom Denken, vom Wissen, von allem so weit voneinander entfernt sind - irgendwie auf einen Nenner zu bringen. Sie sprechen zwar nicht dieselbe Sprache (im übertragenen Sinn), kommen sich dennoch sehr nah und verstehen, ja mögen und brauchen sich letztlich. Trotz ihrer absolut unterschiedlichen Ansichten zu gewissen Dingen. Das kann man sicher 1 zu 1 auf die heutige Zeit übertragen, wo alle ihren eigenen Standpunkt vertreten und keiner auch nur versucht, den anderen zu verstehen, sich anzunähern, Toleranz und Güte zu zeigen.

Ich verrate hier nicht, ob sie es schaffen, das Licht in der Dunkelheit zu finden... das müsst ihr schon selbst herausfinden. 

Für mich eine wirklich gelungene, sehr sehr gut Geschichte über Verständnis, Verstehen, Annäherung, Glauben. Wie gesagt: keine leichte Kost, aber eine sehr vergnügliche. 

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen - und eine Empfehlung für alle, die gerne tiefgründige Literatur lesen, ohne völlig überfordert, dafür aber humorvoll unterhalten zu werden. 

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Treffen sich Stan Laurel und Thomas von Aquin im Dunkeln ... Markus Orths neuer Roman, eine urkomische und todernste Geschichte Eine unglaubliche, unerhörte Begegnung, die den Bogen spannt über siebenhundert Jahre Weltgeschichte: Zwei Männer treffen sich in vollkommener Finsternis. Sie wollen ans Licht, unbedingt. Sie tasten sich voran, führen irrwitzige Gespräche und teilen die Erinnerungen an zwei haarsträubend unterschiedliche Leben. Die Männer? Stan Laurel und Thomas von Aquin. Der begnadete Komiker trifft auf den großen Denker des Mittelalters. Warum hier? Warum jetzt? Warum gerade sie beide? Genau dies müssen sie herausfinden, um endlich ans Licht zu gelangen. "Picknick im Dunkeln" ist eine aufregende philosophische Reise, eine urkomische und todernste Geschichte über die großen Fragen des Lebens.

Orths, Markus Markus Orths wurde 1969 geboren und studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg. Er lebt als Autor mit Frau und drei Kindern in Karlsruhe. Sein bisheriges Werk ist im Verlag Schöffling & Co. erschienen, seine Romane wurden in sechzehn Sprachen übersetzt, der Roman Das Zimmermädchen wurde 2015 für das Kino verfilmt. Er ist außerdem Autor von Hörspielen und Kinderbüchern. Bei Hanser erschien 2017 sein Roman Max.