Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr (Buch)

Roman

Buch
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Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer Prinzessin Dylia, die sich selbst "Prinzessin Insomnia" nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien.... (weiter)

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Details
AutorIn Walter Moers
Seiten 337
EAN 9783813507850
Sprache deutsch
erschienen bei Knaus Albrecht
Erscheinungsdatum 28.08.2017
Stichwörter Die Stadt der Träumenden Bücher
Das Labyrinth der Träumenden Bücher
Das Schloss der Träumenden Bücher
Zamonien
Hildegunst von Mythenmetz
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.2 | 37 Meinungen

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Ich liebe Zamonien!
»Was liest Du?«-Rezension von kleine_welle, am 09.05.2018

Prinzessin Dylia hat die seltenste Krankheit in ganz Zamonien. Eine Besonderheit daran ist ihre Schlaflosigkeit, die sie manchmal sogar wochenlang wach hält. Keiner vermag ihre Krankheit zu heilen. Eines Nachts erscheint ein Nachtmahr in ihrem Zimmer und nimmt sie mit auf eine abenteuerliche Reise.

Das Cover ist typisch für die Zamonienbücher. Und auch wenn diesmal Walter Moers nicht der Illustrator ist, merkt man kaum einen Unterschied. Die Bilder sind einfach sehr gelungen. Nicht nur auf dem Cover, sondern auch die Illustrationen im Buch selber. Lydia Rode hat das einfach ganz wundervoll gemacht.
Die Kombination, die immer in den Büchern zu finden sind, zwischen Bilder und Geschichte machen nochmal einen besonderen Reiz aus. Man bekommt einige Wesen in der Geschichte gezeigt, aber nicht zu viel um die Fantasie nicht mehr anregen zu müssen.
Aber was soll ich groß zu dem Roman sagen? Ich bin ein riesiger Fan von Walter Moers Welt, rund um Hildegunst von Mythenmetz, der auch hier wieder der eigentliche Autor ist. Deshalb bin ich einfach vorbelastet und kann leider kaum was Negatives an diesem Buch erkennen. (Nur ein Buch aus der Reihe hat mich bis jetzt enttäuscht, alle anderen sind einfach nur klasse.)
Ich liebe Walter Moers Sprache und hier vor allem die Spielerein mit Wörtern. Prinzessin Dylia hat eine besondere Affinität zu Wörtern und diese lebt sie in dem Roman gnadenlos aus. Es gibt nicht nur tolle Wortspiele, sondern auch Wortneuschöpfungen und Wortkombinationen, die man kaum lesen kann. Aber genau das macht es einfach aus. Zamonien ist einfach eine komplizierte, aber auch interessante Welt.
Prinzessin Dylia ist ein toller Charakter, denn sie wirkt durch ihre Schlaflosigkeit einerseits leicht verwirrt, aber andererseits besonders klar. Und so flüchtet sie sich in ihre Gedanken, denn diese „sind ihre besten Freunde.“
Manchmal hat sie zwar recht prinzessinenmäßige Anwandlungen, aber das sei ihr verziehen. ;)
Opal hingegen, der Nachtmahr, wirkt auf den ersten Blick mürrisch und böse, aber wenn man ihn genauer betrachtet und kennenlernt, merkt man, dass er nichts dafür kann, denn so ist seine Natur. Und er wächst nicht nur Dylia ans Herz.
An manchen Stellen kann man vielleicht nicht immer direkt den Sinn erkennen, aber das macht auch die Zamonienbücher aus.
Und trotzdem hat man das Gefühl, das Walter Moers hier ein ernsteres Thema in einer interessanten und manchmal sogar witzigen Geschichte verpackt.
Die Reise in die Gedankenwelt ist tiefschürfend und man kann die Ideen so gut nachvollziehen. Einfach wundervoll!
Das Ende kam leider mal wieder zu schnell und hat mich schon etwas traurig zurückgelassen. Und das nicht nur, weil ich das Buch zuklappen musste, sondern auch weil ich es zwar so in der Art erwartet habe, aber gehofft hatte, es wäre doch anders. Trotzdem ist die Geschichte einfach klasse.
Das Nachwort von Walter Moers ist sehr interessant und auch aufschlussreich. Man erfährt etwas über die Zusammenarbeit zwischen ihm und Lydia Rode.

Mein Fazit: Es gibt kaum ein Zamonienbuch, das mich nicht begeistert und Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr konnte mich wieder direkt in diese bizarre und seltsame, aber auch spannende Welt mitnehmen. Ich kann jedem nur empfehlen mal nach Zamonien zu reisen. :)

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Ein zamonisches (Alptraum-)Märchen
»Was liest Du?«-Rezension von Becky Bloomwood, am 27.01.2018

Seitdem ich vor sehr vielen Jahren Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär von Walter Moers gelesen habe, bin ich ein Fan seiner Zamonien-Romane. Seine Sprachkunst und fantastischen Wesen begeistern mich ein ums andere Mal. Als dann an Weihnachten Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr unterm Baum lag, war die Freude riesig.

In dem neuesten Zamonien-Werk treffen wir auf Prinzessin Dylia, die an Schlaflosigkeit leidet. Allerdings nicht an der harmloseren Art, bei der man vielleicht erst sehr spät einschlafen kann – nein, die Prinzessin bleibt tagelang wach. Eines Tages bekommt sie Besuch von einem Nachtmahr namens Havarius Opal, der frei heraus gesteht, dass er die Prinzessin in den Wahnsinn treiben will. Der Weg dorthin führt sie durch das Gehirn der Prinzessin und da Dylia eine furchtlose Prinzessin ist, macht sie sich begeistert auf den Weg. Die beiden erwartet eine abenteuerliche Reise.

Auf den ersten Seiten – ich gebe es zu – war ich noch ein wenig skeptisch, was dieses neue Zamonien-Buch angeht. Ich war nicht sofort Feuer und Flamme, war mir aber auch nicht sicher, woran es lag. Doch als dann die Reise durch das Gehirn begann, ist meine Skepsis verflogen und als ich dann das Ende erreichte, war ich begeistert wie eh und je. Walter Moers Kunst, mit den Worten umzugehen, neue Worte zu kreieren und vorhandene, aber eher unbekannte, zu nutzen, ist einfach unglaublich. Ich wünschte, ich könnte mir die vielen schönen Pfauenworte merken, wie z. B. Pisanzapra: Die Zeit, die man benötigt, um eine Banane zu essen. Ist das nicht wunderbar? Es stammt offenbar aus dem Malaiischen. Wunderbar.

Natürlich begegnen dem Leser während der Reise durch das Gehirn der Prinzessin wieder allerhand wundersame Kreaturen. Mit jeder verliebte ich mich mehr in Moers‘ Stil. Am allerliebsten hätte ich ja einen dieser regenbogenfarbenen Schwebegnome, also einen Zwielichtzwerg.

Das Ende ist dramatisch und traurig und daher absolut passend für eine Walter Moers Geschichte. Friede, Freude, Eierkuchen ist hier ja wirklich nicht an der Tagesordnung.

Hervorzuheben sind auf jeden Fall die wunderschönen Illustrationen von Lydia Rode. Es ist daher natürlich ihr Verdienst, wenn ich so gern einen Zwielichtzwerg zu Hause hätte.

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr ist ein wunderbares zamonisches Märchen, das mit seiner Sprachkunst und den großartigen Zeichnungen begeistert. Ein Muss für Fans!

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Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer Prinzessin Dylia, die sich selbst "Prinzessin Insomnia" nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.