Starbuck. Der Rebell (Taschenbuch)

Roman. Deutsche Erstausgabe

Bernard Cornwell

Übersetzung: Karolina Fell

Taschenbuch
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Dein Krieg ist nicht gerecht. Doch er macht dich zum Helden Nathaniel Starbuck ist Sohn eines überaus frommen Pastors aus Boston. Der Vater hasst die Südstaaten und er hasst die Sünde. Aber Nate liebt die Frauen,... (weiter)

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Details
AutorIn Bernard Cornwell
Übersetzung Karolina Fell
Edition 2. Aufl.
Seiten 640
EAN 9783499266997
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum 02.05.2013
Ursprungstitel Rebel
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.6 | 5 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.7 |  3 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.5 |  2 Bewertungen

5 Sterne
( 2 )
4 Sterne
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3 Sterne
2 Sterne
1 Stern

Historischer Roman der überzeugt und fesselt..
»Was liest Du?«-Rezension von Madlen, am 31.01.2014

Das Buch startet rasant. Man ist von Anfang an mitten im Geschehen. Jedoch ist es nur der Beginn einer grandiosen Reihe, die hier ihren Anfang nimmt.

Das Buch war historisch sehr genau und eindrücklich, es reisst dich mit und lässt dich nach Luft schnappen.

Etwas Spannung fehlte mir in der ersten Hälfte dieses wunderbaren Werkes jedoch sehr. Die wirklich schlimmen und fesselnden Momente kamen erst gegen Ende des Buches.

Da es aber der Auftakt einer Reihe ist, und der Autor wirklich sehr gut mit seinen Worten umgehen kann, sehe ich darüber hinweg. Denn um in die Geschehen des Amerikanischen Bürgerkrieges reinzufinden, braucht es meiner Meinung nach etwas Grundwissen.

Die Hauptperson Nate Starbuck hat mich überzeugt und mir sehr gut gefallen. Er war mir vom ersten Moment an sympathisch. Ich hoffe für Ihn, dass er seinen Weg in den kommenden Büchern findet.

Es gab noch 2 andere Peronen im Buch die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Da wäre zum Einen der militär- und ansehenbessesene Washington Faulconer. Ich bin mir bei ihm noch nicht so sicher, ob er sich noch negativer entwickelt.

Sein Schwager, Major Bird, ist der Wahnsinn. Ich liebe diese Figur und hoffe in den Folgebände mehr von ihm zu lesen.

Im Grossen und Ganzen bin ich froh, dass Buch gewonnen zu haben. Denn so habe ich eine neue Buchreihe und einen neuen Autor für mich entdeckt.

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Mitreißender Roman über den amerikanischen Bürgerkrieg
»Was liest Du?«-Rezension von Philipp, am 13.10.2013

Lebendige, widersprüchliche Charaktere, glänzende Beschreibungen von Schlachten und eine hochdramatische Geschichte: mit seiner Reihe um den jungen Nathaniel Starbuck zeichnet Bernard Cornwell ein beeindruckendes Porträt des amerikanischen Bürgerkrieges.

Dabei verfolgt man das Geschehen im Grunde auf der Seite des Bösen: denn die Hauptfigur Nathaniel Starbuck kämpft für die Südstaaten und damit für die Sklaverei.

Der junge Nathaniel flüchtet aus seiner Heimat, dem amerikanischen Norden, um seinem strengen Vater zu entgehen. Sein Vater ist calvinistischer Pastor und Feind aller irdischen Genüsse. Starbuck dagegen, selbst Theologiestudent und angehender Pastor, hält die hohen moralischen Ansprüche nicht mehr aus. Zumal ihm ein Mädchen nach dem anderen gehörig den Kopf verdreht.

Er brennt mit einem Mädchen durch und findet sich schließlich, von ihr getäuscht und verlassen, alleine in Richmond wieder, also in den verfeindeten Südstaaten.

Beim reichen Vater eines Studienfreundes findet er Unterschlupf – und gleichzeitig die Freiheit und Anerkennung, die ihm sein heimatliches Elternhaus immer verwehrt hat. Bei Ausbruch des Krieges tritt Starbuck in die Südstaatenarmee ein und zieht gegen seine eigene Heimat in den Kampf.

Der ganze Irrsinn des Krieges wird schon im Vorfeld der ersten Schlacht deutlich.

Kaum einer weiß, was Krieg überhaupt bedeutet, vielmehr erscheint er als willkommene Abwechslung, als ein spannendes Abenteuer. Man lässt sich erstmal eine neue, schicke Uniform anfertigen, lässt sich darin säbelschwingend auf dem Jahrmarkt fotografieren und die Pistolengriffe müssen natürlich aus Elfenbein sein.

Bevor der Krieg richtig beginnt, genießt Starbuck die sich ihm darbietende Südstaatenidylle in vollen Zügen: Pferderennen, Mädchen, Jahrmärkte und Intrigen bieten einen schönen Zeitvertreib.

Und kaum hat man sich versehen, steht ein ganzes Regiment voller Grünschnäbel auf dem Schlachtfeld und wird jäh und brutal aus seinen Träumereien gerissen.

Drastisch schildert Cornwell die erste Schlacht von Manassas, mit der der Bürgerkrieg in seine heiße Phase trat. An nur einem Tag starben ungefähr 900 Mann, zehnmal so viele wurden verwundet.

Cornwell glorifiziert den Bürgerkrieg nicht als vermeintlich gerechten Krieg gegen die Sklaverei, er inszeniert keinen Kampf zwischen Gut und Böse, sondern zeigt den Krieg wie er ist: barbarisch, brutal und sinnlos. In erster Linie interessiert sich Cornwell dabei für die Menschen, die in diesen Krieg geraten sind.

Nathaniels Vater beispielsweise predigt leidenschaftlich gegen die Sklaverei. Er erscheint damit auf den ersten Blick modern. Doch er predigt voller Hass und mit einer Sprache, die vielleicht auch Hexenverbrenner im Mittelalter verwendet hätten.

Auf der anderen Seite lernen wir einen weltfremden Colonel kennen, der sich sein Leben als künftiger Kriegsheld ausmalt und sich in seinen Phantasien verliert.

Dann ist da noch ein gefährlicher Outlaw, seines Zeichens her Eisenbahnräuber und Mörder, der in der Armee mitkämpft, um auf Yankeejagd zu gehen.

Nicht ganz unwesentlich mischt noch ein verführerisches Mädchen mit, das die jungen Männer gegeneinander ausspielt und in einen Mord verstrickt.

So bezieht der Roman seine Spannung auch aus seinen wunderbaren Figuren, die in einem geschickt konstruierten Beziehungsgeflecht voller Intrigen gefangen sind.

„Starbuck – Der Rebell“ ist der erste Band einer bislang vierbändigen Reihe und liegt zwanzig Jahre nach Erscheinen endlich auch auf Deutsch vor.

Für mich persönlich ist es ein Rätsel, warum erst jetzt eine Übersetzung erscheint. Denn „Starbuck“ ist ein wunderbarer Abenteuerroman, ein richtig guter Schmöker. Ich fiebere jetzt schon dem zweiten Teil entgegen!

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Dein Krieg ist nicht gerecht. Doch er macht dich zum Helden Nathaniel Starbuck ist Sohn eines überaus frommen Pastors aus Boston. Der Vater hasst die Südstaaten und er hasst die Sünde. Aber Nate liebt die Frauen, und nach einem Skandal weiß er keinen Ausweg, als zu seinem Studienfreund Adam nach Virginia zu fliehen. Krieg liegt in der Luft, und beinahe lynchen die braven Bürger von Richmond den jungen Mann aus dem Norden als Spion. Gerettet wird Nate von Adams Vater: Washington Faulconer ist ein reicher Mann: Er hat Land und Geld genug, um ein eigenes Regiment aufzustellen. Und Nate wird aus Bewunderung erst Offizier, dann Kriegsheld, am Ende aber zum erbitterten Feind seines Gönners ... Der Auftakt zu Bernard Cornwells grandiosem Epos aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg. Die Starbuck-Chroniken, Band 1

Cornwell, Bernard Bernard Cornwell, geboren 1944 in London und aufgewachsen in Essex, arbeitete nach seinem Geschichtsstudium an der University of London lange als Journalist bei der BBC, wo er das Handwerk der gründlichen Recherche lernte (zuletzt als "Head of Current Affairs" in Nordirland). 1980 heiratete er eine Amerikanerin und lebt seither überwiegend in den USA. Weil er dort keine Arbeitserlaubnis bekam, verwirklichte er seinen lang gehegten Wunsch, Bücher zu schreiben. Im englischen Sprachraum gilt er als unangefochtener König des historischen Abenteuerromans. Seine Werke wurden in über 20 Sprachen übersetzt; Gesamtauflage: Mehr als 20 Millionen Exemplare. Die Queen zeichnete ihn mit dem "Order of the British Empire" aus.