Stella (Buch)

Roman

Buch
Für Bewertung bitte einloggen!

Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten... (weiter)

€ 22,00 *
Preis
inkl MwSt.

  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Gesamtmeinung:
Ø4.3 | 116 Meinungen
davon Rezensionen:
Ø 4.4 |  58 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.3 |  58 Bewertungen

5 Sterne
( 29 )
4 Sterne
( 7 )
3 Sterne
( 2 )
2 Sterne
( 4 )
1 Stern
( 1 )

Alle Bewertungen mit 4 Sternen ( alle anzeigen )
Zurück zum Artikel
Schockierend
»Was liest Du?«-Rezension von Jonas1704, am 14.02.2019

Takis Würger erzählt die realle Geschichte der Stella Goldmann kombiniert mit fiktiven Aspekten und schafft es einen überaus realistischen Roman zu schreiben, der den Leser in die Vergangenheit deportiert und das Unerzählbare niederschreibt. 
Friedrich, geboren 1922, wächst mit seinen gut situierten Eltern in der Nähe von Genf auf und beschliesst im Berlin der 40er Jahre zu studieren. Dort lernt er Kristin kennen und lieben. Doch in Wahrheit heißt Kristin Stella und ist Jüdin. Sie ist hinzu novh bekannt als Greiferin, sie verrät um ihre eigene Familie undsich selbst zu retten, untergetauchte Juden. Für Friedrich, der wohlbehütet in seinem Elternhaus aufgewachsen ist, ist das Ganze unglaublich, für Stella ist es eine Überlebenschance. 
Der Roman ist derzeit der Hipp überhaupt, was ich teilweise verstehen kann, die negative Kritik jedoch finde ich übertrieben. Ich fand den Roman sehr interessant geschrieben, die Fälle der Judendeportatione, die kursiv im Buch erwähnt werden, mit namentlich gennanten Opfern, die Stella Goldschlag verraten hat gibt zu Denken, zu welchen Taten ein Mensch fähig ist, andererseits versucht Würger auch ein Hauch Mitgefühl für die Protagonistin zu erschaffen. Fakt ist, dass sie auch nach der Deportation ihrer Eltern weiterhin Juden für die Gestappo ausfindig machte, wohl um ihre eigene Haut zu retten. Was teilweise auch nicht kritisieert werden kann von Menschen, die diese Zeit nicht durchlebt haben und selbst nicht wissen, wie man unter solchen Druck reagiert. 
Ich fand den Roman jedenfalls sehr lesenswert, habe so einiges dazugelernt und mir viele Gedanken inmitten aber auch nach dem Lesen gemacht. Und dazu soll ein Buch auch imstande sein. Das hat Takis Würger definitv geschafft.

Stellas Leben
»Was liest Du?«-Rezension von Lesehoernchen99, am 11.02.2019
Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Bei ihr kann er sich einbilden, der Krieg sei weit weg. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: "Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt." Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht – über die Entscheidung, sich selbst zu verraten oder seine Liebe. Ein durchaus berührendes Buch, welches wohl nach einer wahren Geschichte erzählt wurde. Ich brauchte einige Seiten, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Fast schon zu kurz wurde zuerst Friedrichs Leben in der Schweiz angerissen, dann kam Berlin und Stella, die er als Kristin kennen lernte. Sie war so ganz anders als Friedrich, fast schon verdorben anders, während Friedrich fast einem unschuldigen Kind glich. Manchmal fragte ich mich, ob er nicht einfach zu naiv, fast schon ein wenig zurückgeblieben war. Kristin/Stella fand in ihm aber den Mann, den sie als sicheren Hafen brauchte. Das Ende hat mich dann etwas aus der Bahn geworfen, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Alles in allem eine durchaus unterhaltsame, wenn auch schreckliche Geschichte. So wie das Leben halt damals war.