Strafe (Buch)

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Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in dem Buch "Strafe" zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden "Verbrechen" und "Schuld" zeigt er, wie... (weiter)

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Details
AutorIn Ferdinand von Schirach
Seiten 189
EAN 9783630875385
Sprache deutsch
erschienen bei Luchterhand Literaturvlg.
Erscheinungsdatum 05.03.2018
Stichwörter Erzählungen
Deutsche Gegenwartsliteratur
preisgekrönter Autor
Recht
Verbrechen
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.5 | 8 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.8 |  3 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.3 |  5 Bewertungen

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Erstklassige Literatur
»Was liest Du?«-Rezension von westeraccum, am 25.04.2018

Nach "Verbrechen" und "Schuld" liegt nun der dritte Band mit kurzen Geschichten vor, die sich alle um Verbrechen drehen. Dabei ist das Buch kein eigentlicher Krimi, sondern eine Sammlung von sehr nüchternen, klar strukturierten Berichten über Menschen, die in Verbrechen verwickelt waren, sei es als Täter, als Opfer oder als Richter bzw. Schöffin. 

Von Schirach gelingt es wieder einmal meisterhaft die Dinge auf den Punkt zu bringen, die Geschichten wirken wie die Essenz eines Lebens. Dabei bleibt es immer sachlich, die Emotionen beim Leser stellen sich aber trotzdem ganz schnell ein: Wut, Trauer, Scham... Man fühlt mit den Hauptfiguren und versteht sie bis zu einem gewissen Grad, auch wenn sie in Verbrechen verstrickt sind.

Eines der besten Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe und unbedingt eine dicke Empfehlung wert!

 

 

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Oft ist nichts wie es scheint...
»Was liest Du?«-Rezension von nicigirl85, am 01.04.2018

Da ich bereits die Bände "Verbrechen" und "Schuld" mit großem Interesse gelesen habe, war meine Neugierde zu diesem Band ebenfalls groß.

Auch in diesem Buch präsentiert der Autor dem Leser ganz besondere Geschichten, von kurios bis emotional. Jede ist für sich speziell und wartet immer mit einem Ende auf, dass man als Leser so nicht erwartet.

Schirach schafft es durch seine klare, schnörkellose Sprache die Handlung dem Leser nahe zu bringen. Dem Einen mag diese Sprache zu einfach erscheinen, ich hingegen finde sie äußerst passend, da dadurch nichts von der eigentlichen Handlung ablenkt.

Durch die Geschichten bekommt man Einblicke in die Gerichtssäle von heute und nicht immer sind Recht und Gerechtigkeit dasselbe, so wie im wahren Leben.

Bei einigen der Erzählungen bleibt einem einfach die Spucke weg, denn es fällt einem echt schwer zu glauben, dass Täter unentdeckt davonkommen oder durch einen Verfahrensfehler weniger oder gar keine Strafe erhalten.

Meine Lieblingsgeschichten aus diesem Band sind "Der Taucher" und "Tennis", wahrscheinlich weil ich gern Abhandlungen über interessante Ehen lese und deren eventuelles Ende.

Fazit: Erzählungen, die nichts beschönigen und einfach nur real erscheinen. Man wird doch sehr nachdenklich nach dieser Lektüre, was mir sehr gefällt. Klasse!

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Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in dem Buch "Strafe" zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden "Verbrechen" und "Schuld" zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.