Tage des Verlassenwerdens

Tage des Verlassenwerdens (Buch)

Roman

Elena Ferrante

Übersetzung: Anja Nattefort

Buch
Für Bewertung bitte einloggen!

Olga ist achtunddreißig und verheiratet, sie hat zwei Kinder, eine schöne Wohnung in Turin und ein Leben, das solide auf familiären Gewissheiten und kleinen Ritualen ruht. Seit fünfzehn Jahren führt... (weiter)

€ 22,00 *
Preis
inkl MwSt.

  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Elena Ferrante
Übersetzung Anja Nattefort
Seiten 252
EAN 9783518428856
Sprache deutsch
erschienen bei Suhrkamp Verlag AG
Erscheinungsdatum 09.09.2019
Ursprungstitel I giorni dell'abbandono
Stichwörter Neapel
Turin
Ehe
Rosenkrieg
Ehe in Trümmern
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø0 | 1 Meinung

davon Rezensionen:
Ø 0 |  1 Rezension
davon Bewertungen:
Ø 0 |  Keine Bewertungen

5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Stern

Versinken in einem psychotischen Schub
»Was liest Du?«-Rezension von FIRIEL, am 14.10.2019

Aua!

Olga ist 38, verheiratet, hat zwei gesunde Kinder, keine finanziellen Sorgen. Doch eines Tages erklärt ihr Mann Mario, zarte Stimmen, eine Art Flüstern trieben ihn woandershin, und er verlässt die Familie. Das ist nicht die erste Ehekrise, und so nimmt sich Olga zusammen und wartet voller Geduld auf die weitere Entwicklung und darauf, dass er zurückkommt. Doch das tut er nicht, und nach und nach driftet Olga ab: Sie will es nicht wahrhaben, sie wütet, sie resigniert, wird depressiv. Verschiedene Trauerphasen wechseln, bis sie schließlich völlig außerhalb der Realität landet...

Diese Beschreibung - ist es ein psychotischer Schub? - bedrückt mich. Olga, die beherrschte Frau, lässt sich völlig gehen, vernachlässigt ihre Kinder, sich selbst, wird ausfallend und obszön. Wie schnell kann die Tünche abblättern? Wie schnell kann man den Boden unter den Füßen verlieren? Diese genaue Beschreibung ist überwältigend. Das ist eine andere Art von Horror, der jeder begegnen kann. Ein sehr ungewöhnliches Leseerlebnis für mich.

mehr zeigen ...

Olga ist achtunddreißig und verheiratet, sie hat zwei Kinder, eine schöne Wohnung in Turin und ein Leben, das solide auf familiären Gewissheiten und kleinen Ritualen ruht. Seit fünfzehn Jahren führt sie eine glückliche Ehe. Zumindest denkt sie das. Bis ein einziger Satz alles zerstört. Der Mann, mit dem sie alt zu werden hoffte, ihr geliebter Mario, will nichts mehr von ihr wissen, er hat eine Andere, eine zwanzig Jahre Jüngere. Alleingelassen mit den Kindern und dem Hund fällt Olga in einen dunklen Abgrund, dessen Existenz sie vorher nicht einmal hat erahnen können. Was geht in einer Frau vor, die plötzlich vor den Trümmern ihrer Ehe steht? Einer Frau, die sich immer für ausgeglichen, stark und selbstbewusst gehalten hat? Elena Ferrante erzählt uns eine ganz alltägliche Geschichte als wortgewaltige Tragödie - davon, wie es ist, bei glasklarem Verstand in den Wahnsinn abzurutschen.

Ferrante, Elena Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans im Jahr 1992 für die Anonymität entschieden. Ihre vierbändige Neapolitanische Saga - bestehend aus Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege und Die Geschichte des verlorenen Kindes - ist ein weltweiter Bestseller. Ab 2018 erscheinen im Suhrkamp Verlag auch Ferrantes jüngster Band Frantumaglia sowie ihre früheren Romane Lästige Liebe, Tage des Verlassenwerdens und Frau im Dunkeln in neuer Übersetzung.