Tintenherz

Tintenherz (Buch)

Ausgezeichnet mit dem Phantastik-Preis 2004 der Stadt Wetzlar, der Kalbacher Klapperschlange 2004, dem Silbernen Griffel 2006, dem Jugendbuchpreis der Jury der jungen Leser 2004, dem ersten Preis der Moerser Jugendbuch-Jury 2003 und Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur 2004. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2004, Kategorie Kinderbuch und Kategorie Preis der Jugendlichen

Buch
Für Bewertung bitte einloggen!

In einer stürmischen Nacht taucht bei Meggie und ihrem Vater Mo ein seltsamer Gast auf. Er warnt die beiden vor einem Mann names Capricorn. Am nächsten Morgen reisen Mo und Meggie überstürzt zu Tante Elinor.... (weiter)

€ 20,00 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 8,99
  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Cornelia Funke
Edition Nachdr.
Seiten 576
EAN 9783791504650
Sprache deutsch
erschienen bei Dressler Cecilie
Erscheinungsdatum 09.2003
Serien Tintenherz-Trilogie
Altersfreigabe ab 11 Jahren
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.3 | 383 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.2 |  41 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.3 |  342 Bewertungen

5 Sterne
( 17 )
4 Sterne
( 14 )
3 Sterne
( 2 )
2 Sterne
( 1 )
1 Stern
( 1 )

Ein Buch zum Wegträumen
»Was liest Du?«-Rezension von milkahase, am 03.01.2019

Ich habe das Buch bereits in der 6. Klasse in der Schule gelesen und es nun zufällig auf einem Bücherflohmarkt entdeckt und konnte nicht dran vorbei gehen.

Ich finde das Buch immernoch sehr schön, aber ich muss sagen, dass es mich nicht mehr so sehr beeindruckt hat, wie beim ersten Lesen und dass ich mittlerweile auch deutlich bessere Fantasy Bücher gelesen habe. Für mich hat dieses Buch eher einen nostalgischen Wert aufgrund der Erinnerungen.

Es ist ein super Einstieg ins Fantasy Genre und die Geschichte an Sich ist sehr schön. Es lässt sich gut und schnell lesen, einfache Sprache ohne Fremdworte etc. Es kommen keine fiesen Monster, Zombies, Golems oder andere gruselige Gestalten vor, wie in vielen Fantasy Bücher mittlerweile und man kann sich sehr schnell mit der Hauptperson identifizieren und in ihre Welt eintauchen. Was mich jedoch etwas gestört hat, ist, dass Cornelia Funke sehr ausschweifend erzählt, ohne dass es wirklich eine Handlung gibt bzw. auch oft sehr detaillreich beschrieben wird, was passiert. Dadurch zieht sich die Geschichte schon sehr in die Länge und es wird etwas langweilig. Man hätte die Geschichte auch deutlich kürzer beschreiben können.

Insgesamt ist es ein gutes Jugendbuch, für Fans von Cornelia Funke natürlich überzeugend, aber ansonsten kein Muss.

mehr zeigen ...

Hin- und hergerissen ...
»Was liest Du?«-Rezension von Arbutus, am 14.08.2018

Meggie liebt Bücher. Das muss in der Familie liegen, denn ihr Vater Mo ist Buchbinder. Und auch ihre etwas verschrobene Tante Elinor, die weit weg auf einem alten Landsitz wohnt, hat diesen vollgestopft mit den erlesensten Literaturschätzen. Eines Tages platzt der zwielichtige Staubfinger in das beschauliche Vater-Tochter-Leben, warnt Mo vor einem gewissen Capricorn und veranlasst ihn, Hals-über-Kopf mit Meggie zur Tante aufs Land zu flüchten. Im Gepäck ganz viele Bücher. Und ein besonderes, geheimnisvolles Buch, dessen Inhalt Meggie weder lesen noch sehen darf. Nur so viel hat sie erspäht: in dem Buch befindet sich ein Bild eines gehörnten Frettchens; und auch Staubfinger besitzt so ein merkwürdiges Tier. Mit diesem Buch stolpern Meggie und ihr Vater in ein Abenteuer, das sie sich nicht gewünscht hatten ...

Es begann zu dämmern, als die Berge zurückwichen und hinter grünen Hügeln, weit wie ein zweiter Himmel, plötzlich das Meer auftauchte. Die tief stehende Sonne ließ es schimmern wie die Haut einer schönen Schlange. Es war lange her, dass Meggie das Meer gesehen hatte. Es war ein kaltes Meer gewesen, schiefergrau und blass vom Wind. Dieses Meer sah anders aus, ganz anders.
Es wärmte Meggie das Herz, es nur anzusehen, aber es verschwand viel zu oft hinter hässlich hohen Häusern. Überall wucherten sie auf dem schmalen Streifen Land, der zwischen dem Wasser und den herandrängenden Hügeln lag.


Ich weiß nicht, habe ich jemals so atemberaubend schöne Landschaftsbeschreibungen in einem Kinderbuch gelesen? Denn, ja, es ist ein Kinderbuch. Meggie ist zwölf Jahre alt und verhält sich auch so. Und für ein Kinderbuch ist es ganz schön heftig. Nicht nur, dass die sozial durchaus noch nicht überreife Protagonistin ständig irgendwelchen Leuten irgendetwas an den Hals wünscht ("Ich hoffe, er bekommt eine Lungenentzündung, dachte Meggie") oder ihnen denselben umdrehen will, oder der durch und durch böse Basta zum fünfundzwanzigsten Mal damit droht, jemandem die Nase oder sonst irgendwas abzuschneiden. Was mich noch mehr befremdet hat, ist eine Art gezielter Respektlosigkeit gegenüber christlichen Werten, die ich so in einem Kinderbuch nicht erwartet hätte. Das Hauptquartier des Bösen in einer blutrot von innen getünchten alten Dorfkirche anzusiedeln, überschreitet für mich sämtliche Grenzen des guten Geschmacks.

Das nervt mich ein bisschen an Cornelia Funke, dass die Bösen immer gleich so abgrundtief böse und grausam sind. Aber wie sie das Feuer zu beschreiben vermag! Das ist unglaublich. Allein dafür lohnt es, das Buch zu lesen. Was mir auch gut gefällt, sind die literarischen Kapitelüberschriften. Jedem Kapitel ist nämlich ein kurzer Ausschnitt aus irgendeiner fantastischen Erzählung vorangestellt, auf Seite 114 zu meinem Entzücken mein Lieblingslied aus dem Herrn der Ringe.

Bei diesem Buch bin ich immer wieder hin- und hergerissen. Insgesamt finde ich den Handlungsverlauf eher mau, wenn auch die Grundidee, wie eigentlich immer bei dieser Autorin, ausgesprochen reizvoll ist. Aber was es wirklich rausreißt, ist die Sprache. Wunderschöne, ausdrucksstarke Bilder, dass man aus dem Schwärmen gar nicht mehr herauskommt ...

Staubfinger brach auf, als die Nacht nicht mehr dunkler werden konnte. Der Himmel war immer noch bewölkt, nicht ein einziger Stern war zu sehen. Nur der Mond tauchte ab und zu zwischen den Wolken auf, schwindsüchtig dünn, wie ein Scheibchen Zitrone in einem Meer von Tinte. ...

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

In einer stürmischen Nacht taucht bei Meggie und ihrem Vater Mo ein seltsamer Gast auf. Er warnt die beiden vor einem Mann names Capricorn. Am nächsten Morgen reisen Mo und Meggie überstürzt zu Tante Elinor. Diese verfügt über die kostbarste Bibliothek, die Meggie je gesehen hat. Hier versteckt Mo das Buch, das an der ganzen Aufregung schuld ist. Meggie hat es vor Jahren schon einmal gelesen. Doch jetzt wird es zum Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers, in dessen Verlauf Meggie in große Gefahr gerät.

Cornelia Funke wurde 1958 in Dorsten/Westfalen geboren, zog nach dem Abitur nach Hamburg und absolvierte eine Ausbildung als Diplompädagogin. Drei Jahre lang arbeitete sie als Erzieherin auf einem Bauspielplatz und studierte parallel dazu Buchillustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Nach Abschluss des Studiums war Cornelia Funke zunächst ausschließlich als Illustratorin für Kinderbücher tätig - eine Arbeit, die sie dazu anregte, selbst Geschichten für junge Leserinnen und Leser zu schreiben. So wurde sie mit 28 Jahren freischaffende Autorin und Illustratorin. Ihre freie Zeit verbringt Cornelia Funke am liebsten mit ihrer Familie. Außerdem ist sie ein großer Filmfan, reist gern und liest, so viel sie kann. Seit Mai 2005 wohnt Cornelia Funke mit ihrer Familie in Los Angeles; zuvor lebte sie am Stadtrand von Hamburg. 2008 erhielt sie den "Roswitha-Preis" der Stadt Bad Gandersheim, den Medienpreis "Bambi", 2009 den "Jacob-Grimm-Preis" und 2015 den "Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis" sowie den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten.