Träume Digitaler Schläfer

Träume Digitaler Schläfer (eBook)

eBook EPUB
Für Bewertung bitte einloggen!

Nominiert für den Deutschen Science-Fiction-Preis 2013. Sieben Jahre nach Ende des dritten Weltkriegs. Wirtschaftskonzerne regieren den ehemaligen Nordblock. Geschlechterunterschiede gibt es nicht mehr. Zumindest an der... (weiter)

€ 7,99 *
Preis
inkl MwSt.

  • sofort lieferbar
  • Dies ist ein Download

Details
AutorIn Anja Kümmel
EAN 9783944818207
Sprache deutsch
erschienen bei CulturBooks Verlag
Erstverkaufsdatum 11.10.2013
Stichwörter Science Fiction
Cyberpunk
Gender
Queer
Paris
Leseprobe Leseprobe öffnen
Weitere Informationen
Dies ist ein Downloadprodukt
Kopierschutz no-drm
Dateigröße 0.54 MB
Veröffentlichungsjahr 2013
Rezensionen
Autorenportrait
eBook-Hilfe
Gesamtmeinung:
Ø3 | 2 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3 |  1 Rezension
davon Bewertungen:
Ø 3 |  1 Bewertung

5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
( 1 )
2 Sterne
1 Stern

Ein sehr spezielles Buch
»Was liest Du?«-Rezension von Sursulapitschi, am 30.11.2016

In ungewöhnlich bildhafter Sprache wird hier sehr eindringlich eine düstere Welt beschrieben.

Nach dem dritten Weltkrieg ist die Zivilisation weitgehend zerstört. Die Geschlechterrollen wurden aufgehoben. Es gibt keine Männer oder Frauen. Alle Menschen denken von sich als "Es". Fortpflanzung wird von der Regierung maschinell geregelt und ist für normale Bürger kein Thema mehr.
In dieser verstörenden Welt leben Ashur und Elf, zwei XX -Menschen, die sich eigentlich kaum kennen, aber sich irgendwie verbunden fühlen. Beide haben sehr realistisch erscheinende Träume von längst vergangenen Zeiten. Und in diesen Träumen kennen sie sich, sind Freundinnen, Schwestern oder sogar Geliebte.
Bis sie in der realen Welt zusammenfinden, müssen sie einiges erleiden. XX- Menschen sind selten und werden gejagt. Das Leben ist gefährlich.

Man taumelt durch die seltsamsten Szenarien. Ein Großteil der Bevölkerung ist süchtig nach irgendwelchen Drogen, oder auch nach digitalen Reisen. Menschen können sich mit dem Netz verbinden. Die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt verschwimmen. Manchmal weiß man nicht genau, passiert das jetzt wirklich, oder digital oder ist es drogenverzerrte Wahrnehmung.
Das ist zweifelsohne interessant, lässt aber den Leser die meiste Zeit verwirrt hinterherstolpern. Dazu kommt, dass man grundlegende Informationen zu dieser Welt und ihren Regeln nur sehr sparsam nach und nach bekommt. Manchmal sind die Informationen sogar widersprüchlich, was bei mir das Gefühl hinterlassen hat: Das ist spannend und originell, aber so wirklich schlüssig ist es nicht. Da fehlt noch das ein oder andere an theoretischem Hintergrund, um diese Welt glaubwürdig zu machen.

Vermutlich ging es der Autorin gar nicht so sehr um ein glaubwürdiges Endzeitszenario. Im Vordergrund stehen die Gedanken zur Geschlechterrolle, zum Selbstverständnis vielleicht sogar zur Evolution, was mir sehr gefallen hat und nachdenklich stimmt.
Andererseits kann ich ein Buch, bei dem ich die halbe Zeit das Gefühl habe, ich verstehe es nicht, auch nicht richtig gut finden. Dies ist ein sehr spezielles Buch für ein vermutlich sehr spezielles Publikum.

mehr zeigen ...

Nominiert für den Deutschen Science-Fiction-Preis 2013. Sieben Jahre nach Ende des dritten Weltkriegs. Wirtschaftskonzerne regieren den ehemaligen Nordblock. Geschlechterunterschiede gibt es nicht mehr. Zumindest an der Oberfläche. Ashur und Elf leben im Untergrund. In virtuellen Räumen, in U-Bahn-Schächten, in der Kanalisation. Obwohl sie einander nicht kennen, haben sie etwas gemeinsam: Sie träumen. Von vergangenen Zeiten, von sich, von einander, in veränderter Gestalt. Ashur wird Adina wird Ana Luz. Elf wird Emrys wird Evaita. Und nichts ist mehr, wie es schien.

Anja Kümmel wurde 1978 in Karlsruhe geboren. Sie studierte Gender Studies und Spanisch in Los Angeles, Madrid und Hamburg. Seit 2009 ist sie als freie Autorin und Journalistin tätig. Neben zahlreichen Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien sowie Hörbuchbeiträgen veröffentlichte sie vier Romane: »La Danza Mortale« (2004), »Das weiße Korsett« (2007), »Hope's Obsession« (2008) und »Träume Digitaler Schläfer« (2012). Sie erhielt ein Literaturstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, ein Aufenthalts-stipendium im Künstlerhaus Lukas und den GEDOK-Literaturförderpreis 2010. Weitere Informationen finden Sie unter www.anjakuemmel.com.

Sie benötigen Hilfe bezüglich eBooks und den Dateiformaten?
Besuchen Sie unsere Hilfeseite!