Verraten (Taschenbuch)

Der neue Luk-Krieger-Thriller

Taschenbuch
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Luk Krieger ist Agent einer geheimen Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung. Als im Zentrum von Berlin eine Bombe explodiert und ihn beinahe in den Tod reißt, nimmt er gemeinsam mit der Polizistin Anna Cole die... (weiter)

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Verraten (Sehr gut)
»Was liest Du?«-Rezension von Wurm200, am 19.03.2017

Florian Schwiecker
Verraten
Edel Elements

Autor: Florian Schwiecker arbeitete jahrelang als Strafverteidiger. Er kennt die Welt des Verbrechens, der Spezialeinheiten und der Politik aus erster Hand. Seine politischen Thriller sind so nahe an der Realität, dass der Leser nie weiß, wo die Fakten enden und die Fiktion beginnt. Der Autor ist als Manager eines internationalen Unternehmens weltweit unterwegs und sammelt dort Ideen für seine kommenden Bücher. (Quelle: Amazon)

Luk-Krieger (Agent beim SKT) ist auf dem Weg in ein Café, um dort einen Informanten zu treffen. Kurz bevor er das Café erreicht um es zu betreten, gibt es in dem Café jedoch eine Explosion, die kurze Zeit später von einer Zweiten gefolgt wird. Für Luke Krieger ist relativ schnell klar, es muss sich um einen Terroranschlag handeln.

Das Buch besteht aus insgesamt 85 Kapiteln und einem Prolog. Die Kapitelüberschriften bestehen nur aus der jeweiligen Kapitelziffer, die zentral am Anfang einer neuen Seite steht. Einige Kapitel haben eine Angabe von Ort und Zeit, was es dem Leser leichter macht, der Handlung zu folgen. Beim Aufschlagen des Buches fällt sofort das Zitat auf, welches zu Beginn steht. Dieses Zitat beschreibt die Handlung des Buches perfekt, was dem Leser spätestens am Ende der Story auffallen sollte. Die Handlung des Buches behandelt darüber hinaus ein sehr aktuelles Thema, nämlich den Terrorismus. Leider ist die Handlung, insbesondere aber das Ende leicht vorhersehbar (zumindest war es bei mir der Fall), was die Spannung ein wenig mindert. An Action hat der Autor jedoch nicht gespart und so reihen sich diese Szenen schlag auf schlag. Leider gibt es auch hier kleine Abzüge, denn diese Szenen hätten ruhig etwas detaillierter und genauer beschrieben werden können. Im Großen und Ganzen ist die Handlung auch logisch erzählt, hat leider aber hin und wieder kleine Punkte, bei denen der Leser eventuell denken könnte, es sei leicht unlogisch (z.B Treffen werden trotz Gefahr und Personalmangel nicht abgesagt). Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und eignet sich, dank der kurzen Kapitel auch um es mal eben zwischendurch zu lesen.

Cover: Die Grundfarbe des Covers besteht hauptsächlich aus Grau und weiß. Diese Farben bilden den dunklen Himmel über Berlin. Dies passt genau zur Handlung aus dem Buch. Während die Vorderseite etwas dunkel gehalten ist, ist die hintere Seite heller. Wir sehen auf der Vorderseite das Brandenburger Tor, vor dem wir eine Person sehen, welche eine Pistole in der Hand hält. Um wen genau es sich bei der Person handelt, kann man nicht erkennen, da dieser völlig unbeleuchtet ist. Über dem Brandenburger Tor können wir den Titel lesen, welcher in Rot-Schwarz geschrieben steht. Der Name der Hauptperson ist ebenfalls in Rot hervorgehoben. Schauen wir auf die Rückseite, so sehen wir in eben diesem Rot auch den Satz “Tatort Deutschland”, welcher den Handlungsort der Geschichte eingrenzt.

Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich hierbei um einen recht soliden Thriller handelt. Gerade Fans von Thrillern sollten bei diesem Buch auf ihre Kosten kommen aber auch Neueinsteiger bekommen hier ihre Unterhaltung. Einige kleine Punkte fallen zwar leicht negativ ins Auge, können aber vom Leser ignoriert werden. Leider sorgen diese kleinen Punkte jedoch dafür, dass ich nur 3/5 Sterne vergebe.

Klappentext: Luk Krieger ist Agent einer geheimen Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung. Als im Zentrum von Berlin eine Bombe explodiert und ihn beinahe in den Tod reißt, nimmt er gemeinsam mit der Polizistin Anna Cole die Ermittlungen auf. Alles deutet zunächst auf einen islamistischen Anschlag hin. Doch dann gibt es neue Spuren und Krieger schwört sich, die Verantwortlichen zur Strecke zu bringen. Im Kampf gegen Korruption und Machtmissbrauch riskiert er nicht nur sein eigenes Leben … (Quelle: Amazon)

Autor: Florian Schwiecker
Titel: Verraten
Verlag: Edel Elements
Genre: Thriller
Seiten: 287
Preis: 12,95
ISBN: 978-3841905055

http://wurm200.blogspot.de/

Was nicht sein darf, kann nicht sein? Spannendes-Thriller-Debüt
»Was liest Du?«-Rezension von Nisnis, am 01.03.2017

Berlin: Im Zentrum von Berlin explodieren kurz nacheinander zwei Bomben, während Luk Krieger, Agent einer geheimen Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung, in unmittelbarer Nähe vergeblich auf einen Informanten wartet. Niemand hat den südländischen Mann mit der Aktentasche wahrgenommen, der ein paar Minuten zuvor das Café Vargas verlassen hat, dass er ursprünglich mit zwei Aktentaschen betreten hatte.

Der Bombenanschlag lässt vermuten, dass dieser Terrorakt einen islamistischen Hintergrund besitzt, bis es neue Spuren gibt. In mitten eines internen Machtkampfes der Behörden, ermitteln Luk Krieger und die attraktive Kriminalkommissarin Anna Cole.

Eine spannende Jagd und ein Kampf gegen Machtmissbrauch und Korruption beginnt.

Der Autor:

1972 in Kiel geboren ist Florian Schwiecker ab 1983 in West-Berlin aufgewachsen, wo er viele Jahre als Strafverteidiger gearbeitet hat. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat er auch immer wieder Polizisten vertreten und so ein gutes Netzwerk im Rahmen der Sicherheitsbehörden aufbauen können. Er kennt daher die Welt des Verbrechens und der Ermittlungsbehörden aus erster Hand.

Nach seinem Wechsel in die Wirtschaft hat er ab 2009 für drei Jahre einen Geschäftsbereich eines internationalen Konzerns in Nordamerika geleitet, wo er engen Kontakt zu Mitgliedern von Militär- und Sicherheitsbehörden aufgebaut hat.

Zu dieser Zeit, entstand dann auch der Plot zu „Verraten“, der seinen Ursprung in den Geschehnissen rund um den arabischen Frühling hatte.

Um die rein fiktive Geschichte in ihren Abläufen so nahe wie möglich an der Realität zu halten, hat Schwiecker seine Recherche auf die Welt der Finanz und Politik ausgedehnt und dabei Einblick in Informationen nehmen können, die der Öffentlichkeit so nie zugänglich werden. Entstanden ist eine Geschichte, bei der der Leser nie wissen kann, wo die Fakten enden und die Fiktion beginnt. (Quelle: luk-krieger.com)

Reflektionen:

Das Debüt Verraten von Florian Schwiecker habe ich bereits vor drei Tagen beendet und wenn ich mich an die Story erinnern möchte, muss ich ganz intensiv nachdenken, denn ungewöhnlich wenig Nachhaltiges ist in meinen Gedanken verblieben.

Ich erinnere mich an spektakuläre, James-Bond-artige Actionszenen, an klischeehafte Figuren, wohl auch an eine spannende Story, die sich um die brandaktuelle Thematik islamistischer Anschläge dreht und die den internen Machtkampf der deutschen Behörden thematisiert und gut darstellt, sodass ich gut unterhalten war, mehr aber leider auch nicht.

Florian Schwiecker schreibt in einem angenehmen Stil, der mich flüssig durch die Seiten lesen lässt. Ich mag seine klare Sprache und seinen schnörkellosen Ausdruck und ich erkenne deutlich, das schriftstellerische Potenzial, dass jedoch nach meinem Empfinden noch nicht vollkommen ausgeschöpft mit in dieses Debüt geflossen ist.

Verraten ist definitiv ein Thriller, der spannend unterhält, für den ich jedoch keine große Aufmerksamkeit benötige, um ihm folgen zu können. Zunächst war ich recht angetan, versank in der spannenden und spektakulären Handlung, doch als vermehrt die Authentizität auf der Strecke blieb, fühlte ich mich nicht mehr gut aufgehoben, obwohl ein Roman stets einen Spagat zwischen Fiktion und Realität darstellt und das wahre Leben oftmals verrückter klingt, als jede Geschichte.

Die Figuren sind durchaus aufwendig gezeichnet, doch sie bedienen sich zahlreicher Klischees und geben mir so kaum Anreiz, interessiert von ihnen zu lesen. Trotz detaillierter Charakterisierung empfinde ich sie überwiegend überzeichnet, ohne jede personalisierte Tiefe, und sie bleiben für mich bis auf wenige Momente blass.

Interessant hingegen fand ich die Darstellung des politischen Zeitgeschehens und des internen Machtkampfes der deutschen Behörden. Florian Schwiecker stellt nachvollziehbar und authentisch dar, wie unabdingbar wichtig die Kommunikation unter den deutschen Behörden ist, um die Terrorgefahr einzugrenzen und um sie zu bekämpfen. Er stellt auch Bezug zur Flüchtlingspolitik, zu Pegida-Demonstrationen und zu islamfeindlichen Gruppierungen. Das hat mir gut gefallen.

Auch die Gewichtung, wie viel von einem Thema, einer Figur oder einer Situation erzählt wird, empfand ich unausgewogen. In manchen Details hätte ich mich gern weiter verloren, während sie dann doch abrupt endeten und an anderer Stelle empfand ich ein deutliches und überflüssiges too much, sodass die Harmonie einer abgerundeten Story für mich verloren ging.

Fazit und Bewertung:

Wer einen kurzweiligen und spannenden Thriller lesen möchte, wer nicht viel Wert auf Authentizität legt und actiongeladene Geschichten mit Tempo liebt, der wird mit Verraten gut und spannend unterhalten sein.