Verraten (Taschenbuch)

Der neue Luk-Krieger-Thriller

Taschenbuch
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Luk Krieger ist Agent einer geheimen Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung. Als im Zentrum von Berlin eine Bombe explodiert und ihn beinahe in den Tod reißt, nimmt er gemeinsam mit der Polizistin Anna Cole die... (weiter)

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Ø 4.1 |  13 Rezensionen
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solides Debüt......
»Was liest Du?«-Rezension von Corphi, am 13.04.2017


Kurzbeschreibung
Luk Krieger ist Agent einer geheimen Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung. Als im Zentrum von Berlin eine Bombe explodiert und ihn beinahe in den Tod reißt, nimmt er gemeinsam mit der Polizistin Anna Cole die Ermittlungen auf. Alles deutet zunächst auf einen islamistischen Anschlag hin. Doch dann gibt es neue Spuren und Krieger schwört sich, die Verantwortlichen zur Strecke zu bringen. Im Kampf gegen Korruption und Machtmissbrauch riskiert er nicht nur sein eigenes Leben ...
Meinung
„Verraten“ ist das Thriller-Debüt des Autors, welchen ich selber noch nicht kannte. Als die Anfrage vom Verlag kam und der Klappentext sich sehr interessant anhörte, war ich natürlich ganz gespannt darauf.
Der Einstieg ins Buch geschah schon ganz rasant und es begann sofort mit einem Bombenanschlag. Die Spannung steigerte sich zuerst von Seite zu Seite, ließ aber dann ungefähr in der Mitte nach und es plätscherte so dahin. Es gab zwar viele unerwartete Wendungen und Ereignisse, die ich so nicht erwartete hätte, dennoch schmälerte diese abfallende Spannung meinen Lesefluss etwas.
Außerdem hätte ich gern zu einigen Szenen noch mehr Hintergrundinformationen gehabt. Gut, ich merkte schon, dass das Ganze vom Autor her echt toll recherchiert wurde und er viel Wissen mit einbrachte, dennoch manchmal für mein Verständnis etwas zu wenig.
Die Figuren erschienen mir zu flach, zu perfekt und dadurch fiel ihre Authentizität etwas den Bach runter. Nebencharaktere wurden nur lapidar durchs Programm mitgezogen und es fehlte mir der persönliche Bezug zu den Personen. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren klasse. Ein Kopfkino konnte entstehen.
Das Ende war schon etwas vorhersehbar, aber dennoch ausreichend und gut abgeschlossen. Ich bin gespannt, ob und wann die Reihe rund um Luk Krieger und Anna Cole weitergehen wird.
Der Schreibstil von Herrn Schwiecker war leicht und gut verständlich.  Die Kapitel wurden relativ kurz gehalten und ein Perspektivenwechsel und Ortssprünge kamen oft vor. Diese waren aber sehr verständlich und logisch und es war zu keiner Zeit verwirrend für mich.
Fazit
Mit „Verraten“ gelang dem Autor ein solides Thriller-Debüt mit kleinen Mankos. Es ließ sich schnell lesen, war von der Handlung ganz ok, nur die Charaktere blieben flach und unscheinbar. Ich vergebe hierfür gute 3,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.
 

Spannend und aktuell
»Was liest Du?«-Rezension von Silly2207, am 12.03.2017

Inhalt: Es ist ein schöner Tag, der die Menschen in Berlin geradezu dazu einlädt, sich in ein Café zu setzen und einen Kaffee zu genießen. Doch dann passiert es, mitten in einem Café explodiert eine Bombe und reißt zahlreiche Menschen in den Tod. Agent Luk Krieger befindet sich rein zufällig vor Ort und ahnt bereits, dass dies noch nicht alles ist. Gemeinsam mit der Kommissarin Anna Cole beginnt er zu ermitteln und zunächst scheint es sogar ein Bekennerschreiben zu geben, das auf eine radikal islamistische Tat schließen lässt. Doch bald darauf geschieht das Unfassbare erneut und es kommt zum nächsten Bombenanschlag.  
Meine Meinung:
Ein Thriller mit einem sehr erschreckenden Thema, das man leider nur allzu oft in letzter Zeit in den Nachrichten sah. Florian Schwiecker beginnt gleich von Anfang an mit einer sehr spannenden und mitreißenden Geschichte, die mich als Leser nicht so schnell losläßt. Dabei ist sein Schreibstil zwar sehr flüssig und verständlich, gleichzeitig aber fast schon nüchtern. Ich hatte hierbei durchaus den Eindruck, dass der Autor mit diesem Stil auch ein wenig den Leser wachrütteln möchte und zum Nachdenken anregt.

Spannend ist es ebenfalls vom ersten Moment an und ich wollte einfach immer mehr wissen, um was es denn da wirklich geht, denn hier ist es schnell klar, das nichts klar ist. Schwiecker lockt den Leser immer wieder dazu, Vermutungen aufzustellen, die man aber schon schnell wieder fallen läßt. Dank der recht kurz gehaltenen Kapitel war ich dann auch immer wieder versucht: "nur" noch ein Kapitel zu lesen, bis ich das Buch beendet hatte.

Das Setting, mitten in Deutschland, somit mitten unter uns, brachte mir eine Gänsehaut, zumal gerade der Anschlag in Berlin im Buch an einer Stelle stattfand, die leider im Dezember 2016 ein realer Ort des Schreckens war. Auch dies läßt innehalten und nachdenken, denn soweit entfernt ist der Terror nicht.

Erzählt wird der Thriller durch einen Erzähler in der dritten Person, der aber innerhalb des Geschehens zwischen einzelnen Personen wechselt. So konnte ich neben Krieger und Cole die Ermittlungen verfolgen, konnte aber auch dem Täter zusehen, bei seinen eiskalten Planungen und auch zwischendurch die Opfer kennenlernen. Gerade dieser Wechsel bringt ein Kopfkino vom Feinsten und ich könnte mir den Thriller auch perfekt auf einem Bildschirm als Film vorstellen.

Der Protagonist Krieger ist mir allerdings noch nicht allzu nahe gegangen, machte er auf mich zwar durchaus einen sehr kompetenten Eindruck, blieb er mir doch ein wenig fremd. Allerdings passt auch dies sehr gut zu einem Agenten, wobei es mir dann wiederum ein wenig zu sehr Verfolgungsjagd á la James Bond wurde. Anna Cole ist mir durchaus sympathisch, aber auch ein kleines bisschen klischeebehaftet, die typische Kommissarin in der harten Männerwelt. Trotzdem ergeben Krieger und Cole ein interessantes Duo, von dem ich gerne mehr lesen möchte. Besonders interessant war hier der Charakter des Täters, bei dem ich gerade auch zu Beginn auf einer falschen Fährte war.
Mein Fazit:
Alles in allem ein sehr gut recherchierter Thriller, der absolut spannend und fesselnd ist und letzten Endes auch nachdenklich stimmt. Kurz stutzig wurde ich bei dem Untertitel: der neue Luk Krieger Thriller, denn ich habe erstmal geschaut, ob es da bereits schon einen Band rund um den Agenten gab. Doch dieses Buch ist ein Debüt. Wenn es auch manchmal ein wenig zu sehr nach James Bond klang, so war es doch ein sehr rasanter Thriller, der mich gespannt auf weitere Fälle des Agenten warten lässt. Wer politische und aktuelle Thriller mag, der sollte hier zugreifen.