Vielleicht morgen

Vielleicht morgen (Taschenbuch)

Roman

Guillaume Musso

Übersetzung: Bettina Runge, Eliane Hagedorn

Taschenbuch
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Seine Philosophielesungen sind stets überfüllt, als Harvard-Professor hat er es geschafft - eigentlich müsste Matthew Shapiro glücklich sein. Er ist es aber nicht. Jedenfalls nicht mehr, seit der Tod seiner... (weiter)

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Details
AutorIn Guillaume Musso
Übersetzung Bettina Runge, Eliane Hagedorn
Seiten 480
EAN 9783866123762
Sprache deutsch
erschienen bei Blank
Erscheinungsdatum 08.08.2014
Ursprungstitel Demain
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 88 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.3 |  28 Rezensionen
davon Bewertungen:
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Atemberaubende Jagd nach der Wahrheit
»Was liest Du?«-Rezension von Arbutus, am 24.03.2017

Emma Lovenstein hat eine absorbierende Liebesbeziehung hinter sich und ist emotional labil. Matthew Shapiro hat vor einem Jahr durch einen Unfall seine Frau verloren und kommt über den Verlust nicht hinweg. Beide lernen sich durch einen Zufall per E-Mail-Austausch kennen. Es könnte eine ganz normale, nette, kitschige Liebesgeschichte werden, wie es sie zu Hunderttausenden auf dem Markt gibt. Wird es aber nicht. Denn etwas stimmt nicht in dieser Geschichte, so dass sich der Leser am Kopf kratzt und mindestens einmal laut "Hä?" ruft ... Und dann wird es atemberaubend. Und böse.

Die Story spielt mit einer Was-wäre-wenn-Unmöglichkeit und gleichzeitig mit dem ständigen Worst-Case-Szenario. Schwer zu verdauen finde ich, dass die beiden Protagonisten, zumindest anfangs, absolut egoistisch, ja gewissenlos handeln. Wie weit ist man zu gehen bereit, um sein Ziel zu erreichen? Wenn man die Frage nach der Schamgrenze für das eigene Verhalten erst einmal ausklammert, werden einem die Figuren durchaus sympathisch. Ich will das nicht. Ich will nicht, dass mir Figuren sympathisch werden, die sich mit so einer permanenten Gewissenlosigkeit durch die Handlung bewegen. Aber am Ende hat der Autor natürlich genau das geschafft. Das Ende ist fulminant und irgendwie sogar genial.

Alles in allem ein sehr gelungener Roman, auch wenn mir manches zu medizinisch war. Einen leichten Punktabzug gibt es von mir für den heftigen moralischen Knick in der Optik; so was mag ich einfach nicht. Aber ich kann jetzt schon verstehen, warum ich bisher über diesen Autor nur Gutes gehört habe.

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Gutes Handwerk von Musso
»Was liest Du?«-Rezension von ErikaonTour, am 30.10.2016

Matthew ist seit einem Jahr Witwer, die Rückkehr ins Leben fällt ihm schwer. Nur für seine kleine Tochter versucht der einst charismatische Universitätsprofessor so etwas wie Normalität aufrecht zu erhalten. Die Versuche seiner Mitbewohnerin April, ihn wieder in ein aktives Leben zu führen, scheitern meist kläglich. Eines Tages überredet April ihn, sie zu einem Kunden zu begleiten. Auf einem Hausflohmarkt ersteht Matthew ein gebrauchtes MacBook.

Auf der Festplatte sind noch Fotos der vorherigen Besitzerin, also kontaktiert er sie kurzerhand. Diese meint allerdings sie besitzt ihr MacBook noch immer und hat auch nicht vor es zu verkaufen. Es entwickelt sich ein E-Mail-Verkehr, der immer seltsamer wird.

Der sympathische aber durch den Tod seiner Frau gebrochene Matthew ist ein herrlich, liebevoller Protagonist, den man gern begleitet und sich bald mit ihm identifiziert. Man wünscht ihm Gutes und leidet mit ihm, wenn es ihm verwehrt bleibt.

Der/die Antagonist/in bleibt lange im Dunkeln versteckt, umso schockierender präsentiert sich diese Person dann, als sie ins Licht des Romans rückt.

Guillaume Musso, der Meister der kryptischen Wendungen bleibt sich in "Vielleicht morgen" treu. Geschickt mischt er die Genres "Liebesgeschichte" und "Mystery Thriller" ineinander und erschafft dadurch einen wahren Page Turner. Auf jeden Fall empfehlenswert - nicht nur für Frauen.

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Seine Philosophielesungen sind stets überfüllt, als Harvard-Professor hat er es geschafft - eigentlich müsste Matthew Shapiro glücklich sein. Er ist es aber nicht. Jedenfalls nicht mehr, seit der Tod seiner Frau ihn und ihren gemeinsame Tochter einsam zurückließ. Auch die junge Sommelière Emma Lovenstein hat sich mit ihrer Anstellung im Sterne-Restaurant "Imperator" beruflich ihren Traum erfüllt. Doch der Erfolg konnte sie nicht vor der tiefen Krise bewahren, die die Trennung von ihrem Liebhaber François in ihr auslöste. Zu tief sitzt der Schmerz über seine Entscheidung, nach Jahren des Hinhaltens doch bei seiner Frau und den Kindern zu bleiben. Seitdem ist das Lächeln aus Emmas Leben verschwunden. Bis zu dem Tag, als Matthew auf einem Flohmarkt etwas kauft, das ihr Leben für immer verändern wird: Einen gebrauchten Laptop mit der Signatur "Emma L." ...

Guillaume Musso wurde 1974 in Antibes geboren und kam bereits im Alter von zehn Jahren mit der Literatur in Berührung, als er einen guten Teil der Ferien in der von seiner Mutter geleiteten Stadtbibliothek verbrachte. Da die USA ihn von klein auf faszinierten, verbrachte er mit 19 Jahren mehrere Monate in New York und New Jersey. Er jobbte als Eisverkäufer und lebte in Wohngemeinschaften mit Menschen aus den verschiedensten Ländern. Mit vielen neuen Romanideen kehrte er nach Frankreich zurück. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, wurde als Lehrer in den Staatsdienst übernommen und unterrichtete mit großer Leidenschaft. Ein schwerer Autounfall brachte ihn letztendlich zum Schreiben. In "Ein Engel im Winter" verarbeitet er eine Nahtoderfahrung - und wird über Nacht zum Bestsellerautor. Seine Romane, eine intensive Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte, haben ihn weltweit zum Publikumsliebling gemacht. Weltweit wurden mehr als 22 Millionen Bücher des Autors verkauft, er wurde in 38 Sprachen übersetzt.