Washington Black (Buch)

Roman

Esi Edugyan

Übersetzung: Anabelle Assaf

Buch
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Die Flucht ist nur der Anfang Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird,... (weiter)

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Details
AutorIn Esi Edugyan
Übersetzung Anabelle Assaf
Edition 2. Aufl. 2019
Seiten 508
EAN 9783847906650
Sprache deutsch
erschienen bei Eichborn Verlag
Erscheinungsdatum 09.2019
Ursprungstitel Washington Black
Stichwörter 18. - 19. Jahrhundert
Karibik
USA
London
Kanada
Altersfreigabe ab 16 Jahren
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.5 | 33 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.5 |  15 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.6 |  18 Bewertungen

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Der Weg aus der Sklaverei
»Was liest Du?«-Rezension von wiechmann8052, am 03.11.2019

Klappentext

Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler - und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.

Meinung

Bücher  über die Sklaverei  gibt es viele,  alle hinterlassen einen bleibenden Eindruck und das Gefühl Gott sei Dank es ist vorbei. In diesem Buch kommt noch etwas mehr hinzu. Die Frage was macht die Sklaverei aus den Menschen die nicht Opfer sind, sondern Täter, Zuschauer, Nutznießer und Gegner sind. 
Diese Empfindungen beschreibt die Autorin sehr feinfühlig und treffend. 
Etwas was es schon immer gab, kann nicht verkehrt sein oder Änderungen dauern bis sie in den Köpfen der Menschen angekommen sind.
Gleichzeitig beschreibt sie den Weg des jungen Sklaven Wash aus der Sklaverei in die Freiheit. Wie das Wissen ich bin ein Mensch. mit einer anderen Hautfarbe und ihn zu einer ungewöhnlichen Persönlichkeit macht. Die Menschen die ihn auf diesem Weg treffen bleiben hinter dieser ungewöhnlichen Figur zurück

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Großes Potential
»Was liest Du?«-Rezension von julemaus94, am 15.09.2019

Mir fällt es sehr schwer, meine Leseeidrücke zu "Washington Black " in Worte zu fassen.

Zu Beginn entwickelt das Buch einen unheimlichen Sog und zieht uns direkt hinein in das Leben des kleinen Washington Black, der 1830 als elternloser, schwarzer Sklave auf einer Plantage aufwächst und das Leid und die Unterdrückung der Schwarzen von klein auf am eigenen Leib zu spüren bekommt. Sein Leben ist geprägt von Entbehrung, Gewalt und Misgunst selbst unter den Mitleidenden, aber auch von schwach erblühendem Vertrauen, als der Bruder des Masters ihn als Gehilfen für seine wissenschaftlichen Projekte erwählt. Aber auch dieses vergleichsweise sicheres Leben wird durch einen Schicksalsschlag erschüttert und zwingt den zwölfjährigen Wash zur Flucht...

Gerade dieser erste Abschnitt zeigt mit seiner amtosphärischen Dichte und dem fast fühlbaren Leid, das er verströmt, das literarische Potential, das in diesem Buch steckt.

Frau Edugyan lässt den jungen Wash seine eigene Geschichte erzählen und fängt den Leser dadurch gekonnt ein. Mich berührte vor allem die emotionale Abgestumpftheit, mit der ein Kind von solch geballter Gewalt erzählt ohne deren Bedeutung überhaupt vollständig erfassen zu können.
Allein mit der Schilderung des Lebens auf der Plantage hätte man ein ganzes Buch füllen können.

Doch der Stil und Atmosphäre der Geschichte ändern sich fühlbar als sich Wash mit Titch, seinem Master und Gefährten, auf die Flucht wagt.

Diese inhaltliche Wende bedeutet für mich auch insgesamt den großen Wendepunkt des Buches, ab dem es immer mehr Potential verschenkt und mich als Leser immer weniger gefangen nehmen kann.

Zu oft werden Personen eingeführt, die wie Glühwürmchen kurz aufleuchten, um dann schnell wieder aus dem weiteren Verlauf der Geschichte zu verschwinden.

Manches Stilmittel wird einfach zu oft verwendet, was die Geschichte teilweise schon zu vorhersehbar wirken lässt.

Am unerträglichsten aber sind für mich die teilweise zu gewollt wirkenden Andeutungen, die einfach nicht aufgeklärt werden. Bestes Beispiel, das mich auch am meisten stört, ist einfach das Ende, in das ich so viel hineininterpretieren kann, ohne eine Antwort auf meine Vermutungen zu bekommen.

Insgesamt ist es eine Geschichte, die erzählt werden sollte, weil sie wichtige Themen anschneidet. Die aber gleichzeitig ziemlich viel Potential verschenkt und anfangs vielleicht Erwartungen schürt, die sie letztendlich nicht erfüllen kann. Abseits davon ist sie einfach ein unterhaltsamer Abenteuerroman, mehr aber auch nicht.

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Die Flucht ist nur der Anfang Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler - und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird. Eine Geschichte von Selbstfindung und Verrat, von Liebe und Erlösung. Und eine Geschichte über die Frage: Was bedeutet Freiheit?

Esi Edugyan lebt im kanadischen Victoria. "Washington Black", Lieblingslektüre von Barack Obama, ist ihr dritter Roman und war 2018 eines der erfolgreichsten Bücher weltweit. Nominiert für den BOOKER PRIZE, die CARNEGIE MEDAL, den PEN -PREISund viele mehr. Ausgezeichnet mit dem GILLER-PREIS, dem wichtigsten kanadischen Literaturpreis.