Wir drei verzweigt

Wir drei verzweigt (Buch)

Robin Benway

Übersetzung: Jessika Komina, Sandra Knuffinke

Buch
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Wie werden aus drei Fremden Geschwister? Vor dieser Frage stehen Grace, Maya und Joaquin, als sie einander kennenlernen. Eigentlich war Grace auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, doch dann erfährt sie von ihren... (weiter)

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Details
AutorIn Robin Benway
Übersetzung Jessika Komina, Sandra Knuffinke
Seiten 366
EAN 9783734850325
Sprache deutsch
erschienen bei Magellan GmbH
Erscheinungsdatum 17.07.2018
Ursprungstitel Far from the Tree
Stichwörter Emmy & Oliver
National Book Award 2017
Geschwister
Halbgeschwister
Familie
Altersfreigabe ab 13 Jahren
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø5 | 11 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 5 |  7 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 5 |  4 Bewertungen

5 Sterne
( 4 )
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Stern

Eine berührende und doch humorvolle Geschichte, Hut ab vor der Autorin
»Was liest Du?«-Rezension von booklover2011, am 23.12.2018

Inhalt (dem Klappentext entnommen):

Wie werden aus drei Fremden Geschwister? Vor dieser Frage stehen Grace, Maya und Joaquin, als sie einander kennenlernen. Eigentlich war Grace auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, doch dann erfährt sie von ihren beiden Halbgeschwistern. Maya ist sofort Feuer und Flamme für ihre neuen Familienmitglieder, denn als einzige Dunkelhaarige in einer Adoptivfamilie voller Rotschöpfe sucht sie schon lange nach jemandem, dem sie tatsächlich ähnlich sieht. Joaquin ist eher zurückhaltend, nach einem Leben in unzähligen Pflegefamilien und Heimen weiß er, dass er sich nur auf sich selbst verlassen kann. Beide sind nicht begeistert von Grace᾿ Wunsch, nach ihrer gemeinsamen Mutter zu suchen, denn sie fühlen sich von ihr im Stich gelassen. Aber Grace hat einen guten Grund dafür. Und als Maya und Joaquin die Wahrheit erfahren, lassen sie sich darauf ein. Doch was werden sie finden?

 

Meinung:

Der bildhafte Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der dritten Erzähl-Perspektive von Grace, Maya und Joaquin geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann.

Die authentischen und sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt und beschrieben worden, so dass ich nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufühlen, mitzufiebern und mitzuleiden. Ich fand es sehr authentisch, wie sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt haben, sich Stück für Stück geöffnet haben sowie füreinander da waren. Auch die Nebencharaktere sind sehr gut dargestellt worden, vor allem Joaquins Pflegeeltern Linda und Mark sowie Rafe, der Grace ein guter Freund wird, sind großartig.

 

Sehr gekonnt und gefühlvoll zeigt die Autorin, wie die drei Geschwister sich langsam näher kommen, während wir mit ihnen gemeinsam ihre Sorgen, Nöte und Ängste miterleben, aber auch welche Freude und welches Zusammengehörigkeitsgefühl sie erfahren. Jeder der drei hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht und jede ihrer Geschichten hat mich berührt und zu Tränen gerührt. Doch vor allem Joaquins Geschichte hat mich bewegt, da er im Gegensatz zu seinen Schwestern, welche von Familien adoptiert worden sind, von einer Pflegefamilie zur anderen gereicht wurde. Seine Vertrauens- und Verlassensängste, die ihn sein ganzes Leben begleitet, sind mehr als nachvollziehbar dargestellt und beschrieben worden. Doch nicht nur kann man mit den drei Geschwistern mitfühlen, sondern auch mit den Nebencharakteren und wird immer wieder zum Nachdenken angeregt. Die Autorin hat mehr als gekonnt viele verschiedene Facetten und Seiten betrachtet, nicht nur was Adoption betrifft, sowohl für die „betroffenen Kinder“, sondern auch für die Familien und Geschwister.

 

Eine sehr berührende und gefühlvolle Geschichte, die aber trotz der ernsten Thematik mit Leichtigkeit, Zusammenhalt und Humor besticht. Wer gefühlvolle Romane liebt, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. 5 Sterne sind nicht genug für dieses tolle Buch, ich freue mich sehr, dass ich eine neue Autorin für mich entdeckt habe.

 

Fazit:

Sehr realistisch und gefühlvoll behandelt die Autorin in diesem Buch viele verschiedene Themen wie Familie, Adoption, Zusammengehörigkeitsgefühl, Liebe, Freundschaft, den Weg zu sich selbst und verpackt diese ernsten Themen doch mit Humor und Leichtigkeit, so dass die Seiten nur so dahinfliegen.

Eine absolute Leseempfehlung für alle die gefühlvolle Bücher lieben.

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Eine gefühlvoll geschriebene, verklärte Adoptionsgeschichte á la „Juno“.
»Was liest Du?«-Rezension von jam, am 17.12.2018

„Grace“, sagte ihr Vater so behutsam, als fürchtete er, mit seiner Stimme eine Bombe hochgehen zu lassen und sie alle in die Luft zu sprengen, „du hast Geschwister.“
Seite 16

Als die 16jährige Grace schwanger wird, entscheidet sie, das Kind zur Adoption freizugeben. Von ihren Emotionen überwältigt, will sie sich nun auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter machen – und findet erst Mal zwei Geschwister. Die lesbische Maya und den etwas verschlossenen Joaquin, die nichts von ihrer Mutter wissen wollen. Langsam kommen sie sich näher und lernen, sich zu öffnen und ihre Definition von Familie zu erweitern.

„Wir drei verzweigt“ ist wechselnd aus den drei Perspektiven der Geschwister geschrieben, was einen besonders ins Geschehen zieht. Man erfährt direkt, was sie bewegt, was ihnen wiederfahren ist. Stück für Stück fassen sie zueinander Vertrauen und erzählen sich ihre Geheimnisse.
Die Geschichte hat mich von Anfang an sehr gerührt und ist mir teilweise fast zu nahe gegangen. Man merkt die amerikanische Adoptionskultur (2009 gab es in den USA mehr Adoptionen als in allen anderen Ländern zusammen) und das ist mir sehr fremd. Die besten Eltern für sein Kind aussuchen – eine schräge Vorstellung. 
Was mir gut gefallen hat, war, dass auch die Gefühle und Ängste der Menschen rund um die drei beleuchtet wurden. Was macht es mit den Adoptiveltern, wenn die leibliche Mutter auftaucht, was mit den Geschwistern, wenn neue kennengelernt werden?

Auch wenn es einem der Geschwister nicht immer gut ergangen ist, kam mir die Handlung doch vielfach weit weg von der Realität vor. Die Suche nach der Mutter und das Ende waren mir dann gänzlich zu viel… Nicht kitschig, aber unglaubwürdig.
So schön und rührend das Buch geschrieben ist, es bleibt bei mir der Nebengeschmack einer geschönten Wirklichkeit…

Fazit: Eine gefühlvoll geschriebene, verklärte Adoptionsgeschichte á la „Juno“.


 

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Wie werden aus drei Fremden Geschwister? Vor dieser Frage stehen Grace, Maya und Joaquin, als sie einander kennenlernen. Eigentlich war Grace auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, doch dann erfährt sie von ihren beiden Halbgeschwistern. Maya ist sofort Feuer und Flamme für ihre neuen Familienmitglieder, denn als einzige Dunkelhaarige in einer Adoptivfamilie voller Rotschöpfe sucht sie schon lange nach jemandem, dem sie tatsächlich ähnlich sieht. Joaquin ist eher zurückhaltend, nach einem Leben in unzähligen Pflegefamilien und Heimen weiß er, dass er sich nur auf sich selbst verlassen kann. Beide sind nicht begeistert von Grace Wunsch, nach ihrer gemeinsamen Mutter zu suchen, denn sie fühlen sich von ihr im Stich gelassen. Aber Grace hat einen guten Grund dafür. Und als Maya und Joaquin die Wahrheit erfahren, lassen sie sich darauf ein. Doch was werden sie finden?

Komina, Jessika Sandra Knuffinke und Jessika Komina träumen seit ihrem Studium in Düsseldorf von einem gemeinsamen Büro, bislang sitzt allerdings noch jede an ihrem eigenen Schreibtisch. Dafür verabredet sich das Übersetzerteam regelmäßig zum Skype-Frühstück, um, den Mund voller Toast, Metaphern zu zerpflücken und Synonyme zu jagen. Knuffinke, Sandra Sandra Knuffinke und Jessika Komina träumen seit ihrem Studium in Düsseldorf von einem gemeinsamen Büro, bislang sitzt allerdings noch jede an ihrem eigenen Schreibtisch. Dafür verabredet sich das Übersetzerteam regelmäßig zum Skype-Frühstück, um, den Mund voller Toast, Metaphern zu zerpflücken und Synonyme zu jagen.