Die Bibel. Das Projekt (Audio-CD)

Zeitgenössische Schriftsteller und Künstler erschaffen ein Kaleidoskop akustischer Formen: inszenierte Lesungen, Hörspiele, Collagen, musikalische Hörstücke u. v. m. Teil 1 / Essays / Teil 2

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Die Bibel als akustisches Kaleidoskop Die Bibel ist voller Geschichten von Wundern, Helden und Widersprüchen, die seit jeher zur künstlerischen Auseinandersetzung eingeladen haben. In diesem großangelegten... (weiter)

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Rezensionen
Autorenportrait
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Schwer zu bewerten
»Was liest Du?«-Rezension von Seelensplitterchen, am 11.12.2016

Ein Versuch diesem Projekt eine gerechte Rezension zu schreiben, einfach sehr vielfältig und ich kann nicht auf alles eingehen.

Die Bibel?
In 66 Büchern ist die Bibel aufgeschlüsselt doch es gibt nicht nur 66 Geschichten es gibt sehr viele Geschichten in der Bibel, wenn man von den Zusatzbüchern Tobit und wie sie heißen absieht. Mit ihnen ist es noch einiges mehr an Stoff, mit dem man sich beschäftigen kann.
Die Bibel gibt es heute in vielen verschiedenen Sprachübersetzungen, allein im Deutschen Sprachgebrauch gibt es viel mehr Übersetzungen als mir manchmal lieb ist, sei es:
Gute Hoffnung, die Gute Nachricht, Luther (allein hier gibt es gerade mehrere Fassungen), Elberfelder, Schlachter, und so viele andere.
Auch Kinderbibeln gibt es auf dem Markt. Hier werden meist nur die wichtigsten Passagen der Bibel am Rand erwähnt. 
Umso überraschter war ich auch über dieses Hörbibel Projekt das ich durch den Newsletter entdecken durfte.

Passt das gehörte mit der Bibelfassung zusammen?
Nein. Nicht weil es nicht irgendwie Biblisch ist was ich hier hören könnte, sondern deswegen, dass die Geschichten die in der Bibel auftauchen, vor allem die Bücher aus der Bibel in Hörspielen dargestellt werden.
Und genau hier tat ich mir irgendwann ziemlich schwer.
Denn die Hörbücher sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Wie Eis und Feuer. Wie Liebe und Hass und doch finde ich Parallelen zur Bibel.
Wie würde ich die Bibel umsetzen, wenn ich die Geschichten wie sie in der Bibel zu finden sind, nicht so wieder geben darf, sondern genau in meinen Worten, genau in meinen Denkmustern. 
Und doch muss ich mich breit fächern, denn die Bibel sollte ja nicht verfälscht werden. 
Ein Projekt, das alles andere als einfach ist, umzusetzen.
Gut finde ich hierbei das Begleitbuch. Das mir zeigt, wie ich mit der Geschichte umgehen darf, was mir die Sprecher näher bringen möchte. Wie das alles überhaupt Geschichtlich auch zusammenpasst und wie die Bibel wie wir sie heute entdecken dürfen, existiert.
Eine wirklich breite Bandbreite, und das ist auch für mich irgendwann etwas zu viel auf einmal gewesen, 

Geschichten:
Es gibt Geschichten, mit denen ich wirklich was anfangen kann, und umdenken darf, es gibt aber auch Geschichten die hier vertont worden sind, die mir leider etwas in den Ohren weh getan hat. Sei es weil ich einem MRT ausgesetzt war, wo Stimmen noch dazwischen waren, und ich hatte wirklich das Gefühl im Tohuwabohu zu stecken. 
Auch fand ich es berührend, wie manche harte Geschichte in der Bibel mir näher gebracht wird, so dass sie nicht mehr fern auf mich zugreift, sondern an mein Herz geht.
Eine andere Geschichte glich ein bisschen der Verschwörungstherorie von 9/11. 
Andere Geschichten haben mir zu viel Freiraum geboten. Da wäre die Handlung von Maria und Petrus. das fand ich dann etwas zu heftig und fand das auch nicht gerade schön. 
Und ich kann euch nur ein bisschen von den Geschichten erzählen, dazu ist das Hörbuch zu kompakt um wirklich auf alles einzugehen.

Detailreich:
Dadurch dass in dieser Fassung so viele Freiheiten und zugleich so viele Einzelheiten stecken, kann und konnte ich das Hörbuch nicht an einem Stück lesen und musste immer wieder pausieren. Dennoch finde ich die Idee und die vielen Möglichkeiten die Bibel umzusetzen interessant und zugleich spannend, denn sich an solch ein Projekt zu trauen, ist nicht wirklich einfach.

Empfehlung?
Ich kann euch das Hörbuch mit bestimmen Bedenken wunderbar empfehlen.
Einmal dadurch dass es euren Horizont der Bibel erweitern kann, andererseits solltet ihr aber wissen, es heißt Bibel und die Bibel wird in gewissen Punkten auch bearbeitet aber doch so frei und so außergewöhnlich das ich nicht direkt von der "Bibel" sprechen kann. 

Wer aber sich gerne einfach mal neu mit der Bibel befassen möchte, neu über das alles was in der Bibel steht beschäftigen möchte, und zugleich vielleicht noch nicht einmal die Bibel kennt, sollte sich überlegen, ob dieses Projekt helfen könnte, sich an die Bibel neu oder überhaupt heran zu wagen. Denn vieles was wir heute leben, haben schon Menschen vor uns erlebt. Vielleicht in anderen Facetten oder Mustern, doch Ähnlichkeiten sind vorhanden.

Bambis:
Hier wird es für mich wirklich schwer. Einerseits finde ich das ganze Projekt cool, doch nicht jede Geschichte hat mir gefallen oder gar fand ich die toll. Deswegen ist es schwer. Denn andere Geschichten dagegen haben wirklich ganz gezielte Punkte die toll sind.
Ich würde dem Buch sozusagen wenn ich jetzt meine Bewertung abgebe nicht wirklich gerecht werden. 
Deswegen gebe ich dem Buch drei Sterne.
Es sind aber Bambis, die wandelbar sind, die sich verformen könnten zu vier bis hin zu zwei. Je nachdem wie ich das Hörbuch betrachte. 

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Die Bibel als akustisches Kaleidoskop Die Bibel ist voller Geschichten von Wundern, Helden und Widersprüchen, die seit jeher zur künstlerischen Auseinandersetzung eingeladen haben. In diesem großangelegten Projekt des Hessischen Rundfunks erzählen Schriftsteller und Künstler die biblischen Geschichten aus einer gegenwärtigen Perspektive. Sie lassen einen Philologenkongress mit einem Pfingstwunder platzen, schicken Abraham mit seinen beiden Frauen Sarah und Hagar zum Familientherapeuten, erschaffen einen schreibenden Paulus, der verzweifelt die Einheit der Christen zu erhalten sucht. In 21 Hörspielen entfaltet sich die ganze Welthaltigkeit, Klugheit, Tragik und, ja, auch Komik der biblischen Geschichten, die heute immer noch die Folie abendländischen Erzählens darstellen. Ein 300-seitiges Begleitbuch gibt alle Bibelstellen zu den Hörspielen an und umfasst 21 Essays von namhaften Theologen und Religionswissenschaftlern, die auch in der Sendefassung als mp3-CD beiliegen. Als Sprecher sind in den Hörspielen neben vielen anderen zu hören: Ulrich Noethen, Dörte Lyssewski, Corinna Kirchhoff, Edith Clever, Werner Wölbern, Michael Rotschopf, Stefan Hunstein, Ingo Hülsmann, Barbara Nüsse, Felix von Manteuffel, Blixa Bargeld, Corinna Harfouch, Sylvester Groth, Hans Peter Hallwachs und Michael Mendl. (21 CDs + 1 mp3-CD, Laufzeit: ca. 28h 27)

Batberger, Reinhold Reinhold Batberger, geboren 1946, ist ein deutscher Schriftsteller. Er studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte und lebt seit 1980 als freischaffender Autor in Frankfurt a. Main. Kretzschmar, Hermann Hermann Kretzschmar, seit über 30 Jahren Pianist und Mitglied des Ensemble Modern, arbeitete dort u. a. mit Frank Zappa, Karlheinz Stockhausen, John Cage, Steve Reich, Heiner Goebbels. Seit über 20 Jahren komponiert Kretzschmar Kammermusik (u. a. Solo-CD "Knotts Klavier" bei EM-Medien). Als Hörspielmacher realisiert er Kompositionen für Romanadaptionen (z. B. Thomas Manns "Doktor Faustus", Hörverlag) und eigene Hörstücke frei nach literarischen Motiven, z. B. "Strahlungen" nach Ernst Jünger (HR 2004) oder "Büchners Bote" (SWR 2012). Lewitscharoff, Sibylle Sibylle Lewitscharoff wurde 1954 in Stuttgart geboren und lebt in Berlin. Sie veröffentlicht neben Radiofeatures, Hörspielen, literarischen Essays und Erzählungen presigekrönte Romane: Für ihren ersten Roman «Pong» erhielt sie 1998 den Ingeborg-Bachmann-Preis, für «Apostoloff» den Preis der Leipziger Buchmesse 2009. 2013 wurde sie mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Mora, Terézia Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman "Das Ungeheuer" erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband "Seltsame Materie", wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Ungarischen. Sturm, Oliver Oliver Sturm, Jahrgang 1959, arbeitete als Lektor, Übersetzer, Journalist und Opernregisseur, bevor er sich neben der Arbeit an der Universität und als Autor verstärkt dem Hörfunk zuwandte. So betreute er z.B. die Hörspielproduktion "Der Herr der Ringe" dramaturgisch. Seit 1996 ist er als freier Theater- und Hörspielregisseur tätig. Viele seiner Hörspiele sind preisgekrönt. Zaimoglu, Feridun Feridun Zaimoglu, geb. 1964 in Anatolien, lebt seit 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Medizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet. Er erhielt u.a. den Hebbel-Preis und den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb. Fritsch, Werner Werner Fritsch wurde 1960 in Waldsassen/Oberpfalz geboren. 1987 erschien sein vielbeachteter Roman "Cherubim". Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen von Prosa, Dramatik, Hörspielen und Filmen, die Frisch zum Teil selbst auf der Bühne, für den Rundfunk oder fürs Kino realisiert hat. Seine Arbeiten wurden u.a. mit dem Robert-Walser-Preis, dem Hörspielpreis der Kriegsblinden und dem Else-Lasker-Schüler-Preis ausgezeichnet. Für sein aktuelles Hörspiel "Enigma Emmy Göring" erhielt er die Auszeichnung "Hörspiel des Jahres 2006". Werner Fritsch lebt in Hendelmühle und Berlin Farin, Michael Michael Farin, geboren 1953, Inhaber des Belleville Verlags. Er war Co-Drehbuchautor für Romuald Karmakars preisgekrönte Filme "Der Totmacher" und "Frankfurter Kreuz", arbeitete als Regisseur, Kurator und inszeniert und bearbeitet seit 1980 Hörspiele und Radio-Features. Die vielfältigen Interessen und Aktivitäten Farins haben oft einen Bezugspunkt zum Film. Hörspiel ist für ihn Kino im Kopf und ihm gelang, was per se unmöglich scheint: Deutsche Stummfilm-Klassiker zum Radio-Ereignis werden zu lassen, z. B. das zum Hörspiel des Jahres 2001 gekürte "Metropolis" nach Fritz Lang. Im Hörverlag sind in der Bearbeitung von Michael Farin "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse und Louis-Ferdinand Célines "Reise ans Ende der Nacht" erschienen. Dath, Dietmar Dietmar Dath, geboren 1970, studierte nach dem Abitur Physik und Literaturwissenschaften. Nach dem Studium arbeitete er als Übersetzer und Chefredakteur der Zeitschrift Spex, bevor er Kulturredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde. Für seine Romane wurde Dietmar Dath mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kurd Laßwitz Preis, und stand mit seinem Roman Die Abschaffung der Arten auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Stadler, Arnold Arnold Stadler wurde 1954 in der südbadischen Kleinstadt Meßkirch geboren und wuchs auf einem Bauernhof im Nachbardorf Rast auf. Er studierte katholische Theologie in München und Rom, anschließend Germanistik in Freiburg und Köln. Promotion 1986. Heute lebt er in Rast und in Berlin. Arnold Stadler ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Er veröffentlichte zahlreiche Romane. 1999 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.