Stella (eBook)

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Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten... (weiter)

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AutorIn Takis Würger
EAN 9783446262836
Sprache deutsch
erschienen bei Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erstverkaufsdatum 11.01.2019
Stichwörter 1942
20. Jahrhundert
Berlin
Gestapo
Greiferin
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Kopierschutz social-drm
Dateigröße 1.13 MB
Veröffentlichungsjahr 2019
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Schwierige Thematik…
»Was liest Du?«-Rezension von iböi, am 07.04.2019

„Stella“ ist ein Roman des Autors Takis Würger, in dem dieser die Figur der jüdischen Denunziantin Stella Goldschlag als Vorlage für seine fiktive Liebesgeschichte nahm.

Die strahlende fröhliche Frau auf dem Cover und der Klappentext versprachen für mich eine tragische Liebesgeschichte zwischen einer Jüdin und einem Schweizer zur Zeit des Dritten Reichs. Trotz des Hinweises, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, war mir nicht klar, dass hier eine echte Person sowie historisch dokumentierte Begebenheiten die Vorlage gaben.

Zur Person der Stella Goldschlag, ihrem Handeln und ihren Motiven möchte ich nichts sagen, jedoch fand ich die Einbindung in die Liebesgeschichte mit dem jungen Schweizer Friedrich ein wenig befremdend. In den ersten Kapiteln lernt man nur Friedrich kennen, einen fiktiven jungen Mann, seine Kindheit, einerseits behütet in einem wohlhabenden Elternhaus aufwachsend, andererseits mit einer Alkoholikerin als Mutter und einem Vater, der ständig auf Reisen ist – kurz gesagt, er entwickelt sich zu einem etwas merkwürdigen Zeitgenossen. Da mutet es nicht mal mehr seltsam an, dass der junge Friedrich ausgerechnet mitten in Kriegszeiten im Berlin des Dritten Reichs „Urlaub“ machen will, um sich zu vergewissern, ob gewisse Gerüchte über die Deportation jüdischer Familien im Nazideutschland der Wahrheit entsprechen. Friedrich erschreckt mit seiner Naivität, er blickt nicht hinter die Kulissen, nichts kommt ihm merkwürdig vor –  weder bei seinen Zusammentreffen mit „Kristin“, die sich später als die Jüdin Stella Goldschlag entpuppt, noch bei seinen Besuchen in Jazzclubs, in denen er schließlich auch auf den –ebenfalls fiktiven -  SS-Mann Tristan von Appen, einen Liebhaber von verbotener Jazzmusik, gutem Essen und latent homosexuell trifft.

Die Kontrastierung Stellas mit der fiktiven Figur des naiven Friedrich hat mich letztendlich nicht wirklich überzeugt…

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Fallen kann man nur allein
»Was liest Du?«-Rezension von E-möbe, am 15.03.2019

Friedrich ist nicht einmal zwanzig, als er mitten im Kriegsjahr 1942 aus seinem beschaulichen Heimatort in der ach so neutralen Schweiz nach Berlin kommt. Er hält sich für mutig, weil er die Wahrheit über den Krieg und die Juden kennenlernen will, und vielleicht ist er das auch, doch in erster Linie ist er naiv. Berlin ist eine andere Welt, mit anderen Leuten, wie er sie nie kennengelernt hat. Zum Beispiel Kristin, dieses Mädchen, das ihn küsst und in Clubs mitnimmt. Doch eines Tages taucht sie bei ihm auf, nichts ist mehr geblieben von dieser souveränen, stolzen Frau, geschlagen ist sie, in jeder Hinsicht, und erst jetzt erzählt sie ihm die Wahrheit. Ihr Name ist Stella und sie ist Jüdin. Um ihre Eltern zu retten, tut sie das Schrecklichste, was man sich vorstellen kann, sie verrät andere Juden.

Ich habe Vorwürfe gelesen, dieses Buch sei nazifreundlich und antisemitisch. Wie sie auf nazifreundlich kommen, weiß ich nicht, vielleicht wegen Tristan? Auch kultivierte Nazis sind Nazis, und nur weil einer elegant und eloquent daherkommt, muss er doch weder Gewissen haben noch muss der Autor Sympathie für ihn hegen. Bei Inglourious Basterds waren auch alle von der Darstellung des Hans Landa durch Christoph Waltz begeistert, deshalb würde sie niemand für Nazisympathisanten halten. Nein, ich kann diese Vorwürfe alle nicht nachvollziehen, meine Schwierigkeiten mit diesem Buch lagen einfach im Schreibstil begründet. Ich kam und kam nicht rein, diese dünne Lektüre zog sich für mich wie Kaugummi, trotz der dramatischen Ereignisse und der wahren Ereignisse, die immer zu Beginn eines Kapitels angeführt wurden. So bleibt für mich nur zu konstatieren, dass es ein wichtiges Thema ist, mit dem man sich beschäftigen sollte, aber wahrscheinlich nicht mein Autor.

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Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Bei ihr kann er sich einbilden, der Krieg sei weit weg. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: "Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt." Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht – über die Entscheidung, sich selbst zu verraten oder seine Liebe.

Takis Würger, geboren 1985, hat an der Henri-Nannen-Journalistenschule das Schreiben gelernt und Ideengeschichte in Cambridge studiert. Er arbeitet als Redakteur für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. 2017 erschien sein Debütroman Der Club, der mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet wurde und für den aspekte-Literaturpreis nominiert war. Takis Würger lebt in Berlin.

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