Provokateure

Provokateure (Buch)

Der siebte Fall für Bruno, Chef de police. Roman

Martin Walker

Übersetzung: Michael Windgassen

Buch
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Saint-Denis im Périgord ist ein Sehnsuchtsort für viele. Auch für einige, die hier aufgewachsen sind. Doch als ein autistischer Junge aus Saint-Denis auf einer französischen Armeebasis in Afghanistan... (weiter)

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Details
AutorIn Martin Walker
Übersetzung Michael Windgassen
Edition 2. Aufl.
Seiten 432
EAN 9783257069280
Sprache deutsch
erschienen bei Diogenes
Erstverkaufsdatum 29.04.2015
Ursprungstitel Children of War
Stichwörter Autismus
Frankreich
Holocaust
Périgord
Spiegel-Bestseller
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.6 | 14 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3 |  4 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.8 |  10 Bewertungen

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4 Sterne
3 Sterne
( 2 )
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Provokateure
»Was liest Du?«-Rezension von butterflyinthesky, am 19.08.2017

Zusammenfassung:

Bruno, chef de police in the French town of St Denis, is already busy with a case when the body of an undercover French Muslim cop is found in the woods, a man who called Bruno for help only hours before.

But Bruno’s sometime boss and rival, the Brigadier, doesn’t see this investigation as a priority – there are bigger issues at stake.

Bruno has other ideas.

Meanwhile, a Muslim youth named Sami turns up at a French army base in Afghanistan hoping to get home to St Denis. One of Bruno’s old army comrades helps to smuggle Sami back to France, but the FBI aren’t far behind. Then an American woman appears in St Denis with a warrant for Sami’s extradition.

Bruno must unravel these multiple mysteries, amidst pressure from his bosses, and find his own way to protect his town and its people

 

Meine Meinung:

Ich fand das Buch ganz okay. Richtig Spannung kam für mich leider nicht auf, wobei das Thema doch interessant und (leider) sehr aktuell ist. Für mich waren es viel zu viele Stories in einem, zu viel Ausschweifendes und zu wenig Interessantes. Leider. 

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Saint-Denis wird zum Nabel der Welt
»Was liest Du?«-Rezension von talisha, am 16.03.2017


Puh, ich weiss kaum wo anfangen - denn in Brunos siebtem Fall geht es rund:
Ein Auto explodiert, eine Leiche wird entdeckt, dazu ein alarmierender Anruf aus Afghanistan. Kurz darauf sind sämtliche französische Polizeiverbände, der Brigadier, das Innenministerium, der Geheimdienst und Amerika involviert. Fast banal dagegen die Information über ein bevorstehendes Erbe, das ein jüdischer Geschäftsmann der Gemeinde vermacht, wenn sie ein tolles Projekt auf die Beine stellt. Saint-Denis wird zum Nabel der Welt. 

Es geht um den Holocaust, versteckte jüdische Kinder, um Autismus, radikale Muslime, sexuellen Missbrauch, das Vichyregime - die Geschichte ist total überladen mit viel zu vielen Themen und vor allem zuviel grosse böse Welt im beschaulichen Saint-Denis. Weniger wäre mehr gewesen. 

Ich wünsche mir einen Bruno, der einen "normalen" Mord aufklären kann - ein Mord, der einfach aus Habgier oder Neid, aus niedrigen Beweggründen stattgefunden hatte und in dem nicht Hans und Heiri aus Geschichte oder Politik hinhalten müssen. Lieber der Hansheiri aus dem Nachbardorf, der etwas gegen den Heirihans in St. Denis hat. Sowas würde ich gerne lesen. Und bittebittebitte kein Resistance-Thema mehr.

Unglaubwürdig fand ich das angebliche, in Saint-Denis nicht bekannte, Verschwinden von Samy. Momu und Karim vertrauen Bruno und sie hätten ihn doch schon längst darauf aufmerksam gemacht, wenn der Junge einfach so aus dem Internat verschwunden wäre. Deshalb habe ich dem Autor diesen Hintergrund nicht abgenommen. 

Noch am besten gefallen hat mir der Zusammenhalt der Frauen in Saint-Denis. Zusammen haben sie in Kürze viel erreicht. 
Die Frauen in Brunos Leben hingegen sind ein Thema für sich. Als ob es nicht schon genug Auswahl geben würde, taucht im siebten Fall eine neue Frau auf. Lieber Martin Walker, lass Bruno sich endlich mal glücklich verlieben. Er hätte es verdient. Wir Leser auch. Apropos, Florence wäre doch eine perfekte Kandidatin. 

Kommen wir zum Schluss. Der war mir nämlich zu einfach aufgelöst, anders hätte es zwar null Sinn gemacht, trotzdem blieb ein Gefühl von "unfertig" bei mir zurück.

Fazit: "Provokateure" war mir zu glatt und zu überladen, ich konnte dennoch nicht aufhören zu lesen.  
3 Punkte. 
 

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Saint-Denis im Périgord ist ein Sehnsuchtsort für viele. Auch für einige, die hier aufgewachsen sind. Doch als ein autistischer Junge aus Saint-Denis auf einer französischen Armeebasis in Afghanistan auftaucht und nach Hause möchte, ist unklar, ob als Freund oder Feind. Dies herauszufinden ist die dringende Aufgabe für Bruno, 'Chef de police', ehe sich verschiedene Provokateure einmischen und alle in tödliche Gefahr bringen können.

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung 'The Guardian'. Er ist im Vorstand eines Think Tanks für Topmanager und Senior Scholar am Woodrow Wilson Center in Washington DC. Seine 'Bruno'-Romane erscheinen in fünfzehn Sprachen.