Der Preis des Todes

Der Preis des Todes (Buch)

Thriller

Buch
Für Bewertung bitte einloggen!

Ein hochspannender neuer Stand-Alone vom "Großmeister des deutschen Politthrillers" (hr2 Kultur) zum Thema Lobbyismus und Medien. Ein Politiker am Rand des Abgrunds. Eine Fernsehjournalistin auf der Suche nach der... (weiter)

€ 19,95 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 9,99
  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Horst Eckert
Seiten 416
EAN 9783805200127
Sprache deutsch
erschienen bei Wunderlich
Erscheinungsdatum 08.03.2018
Stichwörter Medizin
ARD
NRW
Organspende
Ärzte
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.8 | 36 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.8 |  20 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.8 |  16 Bewertungen

5 Sterne
( 11 )
4 Sterne
( 3 )
3 Sterne
2 Sterne
1 Stern

Die Namen der Toten – Intelligenter, komplexer und hochspannender Thriller
»Was liest Du?«-Rezension von Nisnis, am 15.05.2018

Ein Politiker am Rand des Abgrunds. Eine Fernsehjournalistin auf der Suche nach der Wahrheit.

Ein todkranker Kommissar, der nur für seinen letzten Fall lebt.

 

Als Christian Wagner erhängt in seiner Berliner Wohnung aufgefunden wird, glaubt Sarah Wolf nicht an Selbstmord. Die Moderatorin einer politischen TV-Talkshow hatte seit ein paar Wochen eine Beziehung mit dem Bundestagsabgeordneten, der gerade von einem Boulevardblatt als Lobbyist des Krankenhausbetreibers Samax AG hingestellt wurde - eine Katastrophe für Christians Karriere, aber ein Grund für einen Suizid? In seinen Unterlagen stößt sie auf einen Bericht über ein Flüchtlingslager in Kenia. Und muss sich fragen, wie gut sie den Mann kannte, den sie zu lieben glaubte.

Unterdessen wird an einem See bei Düsseldorf eine Frauenleiche entdeckt. Kommissar Paul Sellin findet heraus, dass Johanna Kling kurz vor ihrem Tod mit Christian Wagner in Kontakt stand. Was hatte die 28-jährige Menschenrechtsaktivistin mit dem Politiker aus Berlin zu schaffen? Sellin muss den Mord aufklären, koste es, was es wolle. Denn er ist schwer krank, und dieser Fall könnte sein letzter sein…

 

Der Autor:

 

Horst Eckert, 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren, lebt seit vielen Jahren in Düsseldorf. Er studierte Politische Wissenschaft und arbeitete fünfzehn Jahre als Fernsehjournalist. 1995 erschien sein Debüt «Annas Erbe». Seine Romane gelten als «im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit» (Deutschlandfunk). Sie sind in mehrere Sprachen übersetzt sowie preisgekrönt (u.a. Friedrich-Glauser-Preis für «Die Zwillingsfalle», Krimi-Blitz für «Schwarzer Schwan»).

 

Bei Wunderlich erschienen bisher seine Politthriller «Schwarzlicht», «Schattenboxer» und «Wolfsspinne» um den Düsseldorfer Ermittler Vincent Che Veih. (Quelle: Rowohlt/Wunderlich)

 

Reflektion:

 

„Ein hochspannender neuer Stand-Alone vom "Großmeister des deutschen Politthrillers" (hr2 Kultur) zum Thema Lobbyismus und Medien.“ (Zitat Rowohlt Verlag) Ein treffendes Zitat, wie ich finde, denn es bringt das intelligente literarische Können des sympathischen und zurückhaltenden Autors bestens auf den Punkt. 

 

Horst Eckert hat mich mit seinen Büchern bereits mehrfach mit Komplexität, Spannung, Stil, Tiefe und Top-Recherchen in seinen Büchern begeistert. Es ist genau das, was mich als Leser in Anspruch nehmen soll. Der Preis des Todesreicht dem brillanten Thriller Wolfsspinnenicht ganz das Wasser, aber erneut darf man einen hochspannenden und intelligenten Thriller erwarten.

 

Der Preis des Todesgreift die Thematiken Lobbyismus und Medien auf. Ein leider brandaktuelles und zeitgemäßes Thema, das alltäglich präsent vor Augen hält, dass wir nicht glauben dürfen, was wir in den Medien hören und sehen. Es sind nicht unbedingt Unwahrheiten die wir fürchten müssen, sondern es sind oftmals das Ungesagte und das Hochdramatisierte, das uns punktuell nicht vollumfänglich und sachlich informiert. Vorgefilterte Informationen und nach persönlichen Belangen Einzelner kreierte, täuschen und zeichnen ein vorgefertigtes Bild für die Öffentlichkeit. Ein Absurdem, das erschreckt und zugleich unsagbar wütend macht.

 

Horst Eckert greift diese Punkte gekonnt und inklusive seines Insiderwissens aus der Medienbranche auf. Er veranschaulicht mit seiner vollkommen schlüssigen Handlung, mit welchen Mitteln und Begründungen Informationen beziehungsweise Nachrichten bewusst unsachlich in der Öffentlichkeit dargestellt werden. Eigentlich ist das authentische Dramatik und strotzende Tiefe genug, doch Horst Eckert reichert diese brisante und glaubwürdige Lektüre zusätzlich mit tiefsinnigen Konfliktsituationen und ein paar Tötungsdelikten an, so dass das Große und Ganze explosionsartig auf der Zunge des Thriller-Liebhabers zergeht. 

 

Wieder einmal ist dieser Thriller genauestens recherchiert. Vor allem die örtlichen Zustände und politischen Missstände in dem weltweit größten Flüchtlingslager Dadaab (Kenia, Grenze zu Somalia) mit seinen circa 350.000 Einwohnern brennen sich ins Herz des Lesers ein und machen noch einmal bewusst, was in unserer Welt passiert und akzeptiert wird. In diesem Roman spielt Dadaab, ein Pharmakonzern und eine Hilfsorganisation eine tragende Rolle und so springen die Perspektiven dynamisch angenehm und spannungs- und tempofördernd von Berlin und dem Ruhrgebiet abwechselnd bis nach Kenia.

 

Die Handlung dreht sich um die sympathische, unbestechliche Journalistin Sarah Wolf, die in der ARD eine politische Talkshow moderiert. Frisch liiert mit einem Bundestagsabgeordneten, der kurz darauf tot aufgefunden wird, dringt Sarah Wolf mit ihren Recherchen zu den Todesumständen in ein verbrecherisches Netz mit enormen Verstrickungen und Ausmaßes ein, bis auch ihr Leben in höchster Gefahr ist.

 

Horst Eckert zeichnet seine Figuren sehr intensiv und genau. Er stattet die Protagonisten jedoch nicht nur mit stimmigen Charaktermerkmalen aus, sondern er liefert gleich ganzheitliche Legenden mit, die er geschickt und harmonisch in der Handlung verknüpft, sodass die Glaubwürdigkeit der Figuren noch einmal unterstrichen wird.

 

Man kann dieses Buch nicht einfach aus der Hand legen, denn man giert Informationen und Auflösungen entgegen. Seite um Seite ist der rote Faden Hochspannung präsent, so dass dieser Thriller alle Kriterien erfüllt ein Page-Turner zu sein.

 

Fazit und Bewertung:

 

Horst Eckert hat mich mit seinen Büchern bereits mehrfach mit Komplexität, Spannung, Stil, Tiefe und Top-Recherchen in seinen Büchern begeistert. Es ist genau das, was mich als Leser in Anspruch nehmen soll. Der Preis des Todesreicht dem brillanten Thriller Wolfsspinnenicht ganz das Wasser, aber erneut darf man einen hochspannenden und intelligenten Thriller erwarten.

 

Leseempfehlung.

 

Die Fotos entstanden auf der Leipziger Buchmesse. Anne-Claire Kühne vom Rowohlt Verlag hatte zu einem Blogger-Treffen mit Horst Eckert in kleiner Runde eingeladen. Der Austausch mit Horst Eckert war sehr informativ und jedem Blogger hüpft das Herz höher, wenn man Informationen zum Buch aus erster und sympathischer Hand erhalten darf. 

 

©nisnis-buecherliebe.de

mehr zeigen ...

Komplexer Thriller, der von Beginn an Spannung aufbaut
»Was liest Du?«-Rezension von Ingrid von buchsichten.de, am 07.05.2018

„Der Preis des Todes“ von Horst Eckert ist ein Politthriller. Nach drei Kriminalfällen, in denen der Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Che Veih ermittelte, ist das vorliegende Buch ein Einzelband. Die Geschichte spielt auf drei Handlungsebenen, die miteinander verknüpft sind. Eine davon nimmt den Leser mit nach Berlin in ein Apartmenthaus, in dem der Bundestagsabgeordnete und Pharmakologe Christian Wagner erdrosselt aufgefunden wird. In Düsseldorf wird unterdessen nach dem Mörder einer jungen Frau gesucht und schließlich führt die Handlung die Protagonistin Sarah Wolf in ein Flüchtlingslager nach Kenia. Bereits im ersten Kapitel erfuhr ich von beunruhigenden Vorkommnissen, die sich dort ereignet haben sollen. Der Titel erzählt davon, dass den Preis des Todes diejenigen zu zahlen haben, die aufgrund der Umstände in das Visier skrupelloser Akteure geraten, ihnen notwendigerweise vertrauen und dabei ihr Leben verlieren.

Sarah, Mitte 30 und erfolgreiche Moderatorin einer Talkshow im Fernsehen, hat in einer ihrer Sendungen Christian kennen gelernt. Beide haben sich ineinander verliebt und führen ihre Beziehung abseits der Medien. Für ihre nächste Sendung recherchiert das Team um Sarah zum Thema der vorgesehenen Fusion zweier großer Krankenhausbetreiber und der dadurch vorherzusehenden Preissteigerung im Gesundheitswesen. Christian vertritt die Interessen eines der Unternehmen, sein Tod wirft die Frage nach einem Zusammenhang damit auf. Sarah überlässt die Ermittlungen nicht nur der Kriminalpolizei von Berlin, sondern beginnt damit, das Leben ihres Geliebten zu hinterfragen. Sie findet auf seinem Rechner eine Liste mit Medikamenten, die sie schließlich neben anderen Hinweisen auf eine Spur zu einem Krankenhaus nach Ostafrika führen. Außerdem stellt sich heraus, dass die Tote, die am Unterbacher See abgelegt wurde, kurz vor ihrer Ermordung Kontakt zu Christian hatte und für eine humanitäre Organisation arbeitete, die auch in Kenia tätig ist. Sarah beginnt aus der Sachlage heraus, Querverbindungen zu ziehen und unbequeme Fragen zu stellen.

Schon das erste Kapitel deutete an, dass im Flüchtlingslager in Dadaab/Kenia nicht alles rechtens läuft. Doch zunächst einmal baut Horst Eckert seine Protagonisten Sarah und Sellin, den im Düsseldorfer Mordfall ermittelnden Krimalhauptkommissar, auf. Noch ahnte ich nichts von dem Band, das diese beiden verbindet. Die Spannung wuchs anfangs eher ruhig, bis Sarah die Spur nach Ostafrika entdeckt und mit ihrem Team zu Aufnahmen für eine Reportage hinfliegt. Der Autor erzählt von einzelnen Schicksalen im Lager, die jeden Leser berühren werden. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Geschichte mich voll ergriffen und in ihren Sog gezogen.

Neben der spannenden Thrillerhandlung hat es mir zusätzliches Vergnügen bereitet, einmal hinter die Kulissen einer Talkshow zu schauen. Bei den Ermittlungen in Düsseldorf waren mir die Schauplätze meistens bekannt, so dass ich mir das Geschehen besonders gut vorstellen konnte. Horst Eckert recherchiert sehr gut, so dass die von ihm beschriebenen Charaktere und deren Handlungen überaus realistisch erscheinen. Als Hintergrund für seine Thriller nutzt er aktuelles politisches Geschehen, das er verfremdet und darin seine fiktiven Figuren spielen lässt. Am Ende der kurzen Kapitel kommt es häufig zu kleinen Cliffhangern und die Szene wechselt, was für mich als Leser die Spannung noch erhöhte.

„Der Preis des Todes“ ist ein Thriller mit komplexer Handlung, der von Beginn an Spannung aufbaut und bis zum Schluss hält. Markante Charaktere und interessante Themen, die den Hintergrund bilden, sind auffällig und bleiben im Gedächtnis. Mich konnte Horst Eckert mit der Geschichte in seinen Bann ziehen und gerne vergebe ich hierzu eine Leseempfehlung.

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

Ein hochspannender neuer Stand-Alone vom "Großmeister des deutschen Politthrillers" (hr2 Kultur) zum Thema Lobbyismus und Medien. Ein Politiker am Rand des Abgrunds. Eine Fernsehjournalistin auf der Suche nach der Wahrheit. Ein todkranker Kommissar, der nur für seinen letzten Fall lebt. Als Christian Wagner erhängt in seiner Berliner Wohnung aufgefunden wird, glaubt Sarah Wolf nicht an Selbstmord. Die Moderatorin einer politischen TV-Talkshow hatte seit ein paar Wochen eine Beziehung mit dem Bundestagsabgeordneten, der gerade von einem Boulevardblatt als Lobbyist des Krankenhausbetreibers Samax AG hingestellt wurde - eine Katastrophe für Christians Karriere, aber ein Grund für einen Suizid? In seinen Unterlagen stößt sie auf einen Bericht über ein Flüchtlingslager in Kenia. Und muss sich fragen, wie gut sie den Mann kannte, den sie zu lieben glaubte. Unterdessen wird an einem See bei Düsseldorf eine Frauenleiche entdeckt. Kommissar Paul Sellin findet heraus, dass Johanna Kling kurz vor ihrem Tod mit Christian Wagner in Kontakt stand. Was hatte die 28-jährige Menschenrechtsaktivistin mit dem Politiker aus Berlin zu schaffen? Sellin muss den Mord aufklären, koste es, was es wolle. Denn er ist schwer krank, und dieser Fall könnte sein letzter sein...

Eckert, Horst Horst Eckert, 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren, lebt seit vielen Jahren in Düsseldorf. Er studierte Politische Wissenschaft und arbeitete fünfzehn Jahre als Fernsehjournalist. 1995 erschien sein Debüt «Annas Erbe». Seine Romane gelten als «im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit» (Deutschlandfunk). Sie sind in mehrere Sprachen übersetzt sowie preisgekrönt (u.a. Friedrich-Glauser-Preis für «Die Zwillingsfalle», Krimi-Blitz für «Schwarzer Schwan»). Bei Wunderlich erschienen bisher seine Politthriller «Schwarzlicht», «Schattenboxer» und «Wolfsspinne» um den Düsseldorfer Ermittler Vincent Che Veih.