Die Geschichte der Bienen (Taschenbuch)

Roman. Ausgezeichnet mit dem Norwegischen Buchhandelspreis

Maja Lunde

Übersetzung: Ursel Allenstein

Taschenbuch
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England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch... (weiter)

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Details
AutorIn Maja Lunde
Übersetzung Ursel Allenstein
Seiten 528
EAN 9783442717415
Sprache deutsch
erschienen bei btb
Erscheinungsdatum 04.09.2018
Ursprungstitel Bienes historie
Serien btb
Stichwörter Bienen
Familienroman
Bienenstock
Bienenzüchter
Imker
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 24 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.9 |  8 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.2 |  16 Bewertungen

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Absolut lesenswert!
»Was liest Du?«-Rezension von Summerdance, am 26.10.2019

Das Thema von Maja Lundes Roman könnte aktueller nicht sein. Die Geschichte um ihre drei fiktiven Charaktere zeigt beunruhigend viele Überschneidungen mit unserer aktuellen Zeit. Das beschriebene Bienensterben ist bereits seit einigen Jahren ein großes Thema und noch immer nicht komplett aufgeklärt. Auch die Kritik an der Honigindustrie, die ihre Bienenstöcke auf Trucks quer durch die USA fährt, stets bedacht den Gewinn zu maximieren, ist nicht neu. Und selbst das Zukunftsszenario, eine Welt ohne Insekten, ist im chinesischen Sichuan wirklich bereits  eingetreten. Dort bestäuben inzwischen die Menschen mit feinen Pinseln die Blüten der Obstbäume. Eine Lösung für das Problem auf das wir uns gerade hinbewegen kann das Buch nicht liefern, das kann auch niemand von einem Roman erwarten. Eines lässt sich aber festhalten: Maja Lunde gelingt es sehr gut ein aktuelles Thema in eine spannende Geschichte zu integrieren. Was der Leser nun daraus macht liegt an ihm. Der Großteil wird das Buch wohl ins Regal stellen, das grüne Gewissen ist beruhigt, man hat sich ja gerade literarisch mit einem wichtigen Thema auseinandergesetzt und sich im Kreise der Kollegen ausführlich darüber echauffiert. Dennoch bleibt zu hoffen, dass das Buch zumindest einige Menschen dazu anregt, sich mit dem Thema weiter zu beschäftigen und zumindest im Kleinen damit zu beginnen etwas zu verändern. Auf dass das Buch von Maja Lunde mehr war als nur eine gute Geschichte.

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Ein wunderbares Buch, dass die Komplexität der Welt am Beispiel der Bienen darstellt
»Was liest Du?«-Rezension von CarmenHuebner, am 21.10.2019

Klappentext:

Wie alles mit allem zusammenhängt

Mitreißend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Drei Handlungsstränge werden miteinander verbunden und wie bei so einem Aufbau üblich, erfahren wir erst am Ende, wie die Geschichten zusammenhängen.

England im Jahr 1852

William, ein Biologe, liegt seit Wochen im Bett. Eine Depression raubt ihm jeden Antrieb, die dadurch ausgelöst wurde, dass sein Mentor ihm die wissenschaftliche Anerkennung verweigert. William hadert mit seinem Schicksal. Anstatt sein Leben ganz der Erforschung der Natur zu widmen, hat er geheiratet und eine Familie gegründet. Um diese zu ernähren, betreibt er einen Laden mit Sämereien. Im Bett entwickelt er den Plan, einen perfekten Rahmen für die Imkerei zu bauen.

Ohio 2007

Der Imker George ist mit den Auswirkungen der Umweltzerstörung konfrontiert. Die Bienen sind geschwächt und produzieren weniger Honig. Plötzlich sind alle Bienenstöcke verlassen. George und seine Kollegen können sich nicht erklären, was geschehen ist. Gleichzeitig muss er erkennen, dass sein Sohn den Traditionsbetrieb nicht weiterführen möchte, sondern andere Lebenspläne hat.

China 2098

Tao arbeitet als Baumbestäuberin, da alle Bienen verschwunden sind. China ist ein totalitärer Staat, in dem jeder Mensch nur zu funktionieren hat. Bei einem Ausflug wird Taos Sohn plötzlich ohnmächtig. Regierungsvertreter nehmen den Jungen an sich und lassen die Eltern verzweifelt zurück. Während ihr Mann den Anweisungen der Regierung Folge leistet, macht Tao sich auf den Weg nach Peking, wohin ihr Sohn gebracht wurde. Dort gerät sie in eine Endzeitwelt, denn die meisten EinwohnerInnen wurden ausgesiedelt und die restlichen sind sich selbst überlassen.

Mir gefiel die lebendige Erzählsprache der Autorin. Es gelingt ihr, persönliche Schicksalsschläge mit der Umweltproblematik zu verbinden. Vor allem ihre starken Frauencharaktere fand ich bemerkenswert. Es ist nicht Williams Sohn, der den Bienenstock weiter entwickelt, sondern seine Tochter und auch in China ist es Tao, die handelt, während ihr Mann nur im Sinne des Systems funktioniert.

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England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte - die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock. Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden. China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Lunde, Maja Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.