Der Hof (Taschenbuch)

Thriller

Simon Beckett

Übersetzung: Juliane Pahnke

Taschenbuch
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Das Böse wirft keine Schatten. Ein abgelegener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß, Schweine wühlen im Dreck. In der baufälligen Scheune liegt der junge Engländer Sean mit zerfetztem... (weiter)

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Details
AutorIn Simon Beckett
Übersetzung Juliane Pahnke
Edition 18. Aufl.
Seiten 457
EAN 9783499268380
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum 08.2015
Ursprungstitel Stone Bruises
Stichwörter Eigenbrötler
Hitze
Leichenblässe
Arnaud
Sanglichons
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.4 | 30 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.2 |  6 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.5 |  24 Bewertungen

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Dunkle Familiengeschichte mit verhaltenen Thrillerelementen - Nervenkitzel erwartet man vergeblich
»Was liest Du?«-Rezension von schnaeppchenjaegerin, am 12.07.2019

Der Engländer Sean befindet sich in Südfrankreich und ist offenbar auf der Flucht vor etwas, was er in England getan hat. Ohne Ziel unterwegs tritt er auf dem Gelände eines Hofes in eine Eisenfalle, die der Eigentümer aufgestellt hat, um Fremde von seinem Anwesen fernzuhalten. Sean wird von dessen Töchtern gefunden und verarztet und darf auf dem Dachboden der Scheune bleiben. Für freie Kost und Logis kann er auf dem Hof als Maurer arbeiten und das Haus ausbessern. Avancen macht ihm dabei immer wieder die jüngere der beiden Töchter, Gretchen. Ihr Vater Arnauld beäugt Sean skeptisch und mit unverhohlener Feindseligkeit. Nicht nur Sean, sondern auch er scheint etwas zu verbergen zu haben. 

Von Anbeginn spürt man eine bedrohliche Stimmung. Selbst der Protagonist Sean, aus dessen Sicht der Roman erzählt wird, wirkt am Anfang gefährlich. Auf dem Hof verhält er sich dagegen zurückhaltend und möchte keine Aufmerksamkeit erwecken. Als sein Fuß anfängt zu verheilen, beginnt ihn seine Vergangenheit gedanklich einzuholen. Er denkt zurück an London und seine Freundin Chloe, die er verlassen hat. 

Arnauld nimmt Sean auf seinem Hof auf, obwohl er Fremde sogar mit Waffengewalt abwehrt und alles andere als ein Menschen- (und Tierfreund) zu sein scheint. 
Weshalb Sean auf der Flucht ist und warum sich Arnauld und auch seine Töchter so seltsam verhalten und in der angrenzenden Stadt von allen verhasst zu sein scheinen, erfährt man lange nicht. 
Man fragt sich ohnehin nach Seans Genesung, wann in diesem Buch mal etwas passiert?! Für einen Thriller liest sich "Der Hof" denkbar langweilig, auch wenn man durch die Geheimniskrämerei der Figuren natürlich neugierig darauf wird, was sie letztlich zu verbergen haben. Doch auch diese Erkenntnisse sind nicht so überraschend, als dass es sich lohnen würde, diese dunkle Familiengeschichte mit verhaltenen Thrillerelementen zu lesen. Nervenkitzel erwartet man bei diesem Buch vergeblich. 

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Ein Hof voller Mysterien
»Was liest Du?«-Rezension von Anja liest, am 03.08.2018

Es wurde Zeit, das ich mal wieder zu einem Buch von Simon Beckett greife, denn seine vorherigen Werke, konnten mich meist überzeugen und so manches von Ihnen blieb mir im Gedächtnis.

Der Einstieg in dieses Buch gelang mir mühelos, obwohl ich etwas verwirrt war, über die derzeitige Lage des Hauptprotagonisten Sean, welcher sich gerade auf der Flucht vor etwas befand. Aber wovor? Dies verrät das komischerweise nicht. Es scheint vergessen worden zu sein. Dies änderten auch die Rückblicke auf vorherige Zeiten nicht. Spannung bot das Buch trotzdem genug. 

Der Grund für die Spannung waren nicht die waghalsigen Aktionen oder Geschehnisse, sondern ehr das Nichtwissen welches mich Seite für Seite voran trieb. Was war mit dem Hof? Wieso wurde er so beschützt? Die Fragen türmten sich enorm auf, bis es am Ende endlich zum Showdown kam und man darüber aufgeklärt wurde, was hier eigentlich geschah. 

Doch das Ende haute mich leider nicht wirklich aus den Socken, da ich es als zu unspektakulär empfand. Ich ging geradezu enttäuscht aus dem Buch, da ich mir so viel mehr erhofft hatte. 

Trotzdem wusste das Buch zu überzeugen, denn auch wenn der Ausgang nicht meinen Wünschen entsprach hatte ich bis dahin ein paar echt tolle Lesestunden. Diese lagen vor allem am Schreibstil des Autors, welcher selbst die einfachsten Dinge interessant und spannend klingen lassen konnte. Zudem war es ein absolutes Vergnügen  die Beschreibungen rund um den Hof zu erlesen, da ich stets ein Bild vor Augen hatte, kein schönes, da der Hof seine besten Tage bereits hinter sich hatte, aber doch ein Bild. Auch das Wetter hatte im Buch eine große Rolle, da es mitten in einem heißen Sommer spielte und man beim Lesen, selbst fast zu schwitzen begann. 

Neben Sean, erfährt man vieles über die Personen des Hofes, welches einen schon sehr sonderbar erscheinen. Besonders Gretchen, die jüngste Tochter des Hofbesitzers, machte mich fertig, da sie mit ihren 18, so dermaßen unreif wirkte und sich selbst am wichtigsten nahm, das sich bei mir leichte Zornesfalten bildeten. Auch ihr Vater war sehr eigen, besonders mit seinen Fallen, aber trotzdem verstand man ihn, da hier und da ein paar freundliche Worte parat hatte. Besonders mochte ich Mathilde, die mit ihrer fürsorglichen und trotzdem starken Charakter irgendwie nie so ganz in die Familie passen wollte. Auch hier gab das Ende wieder die Lösungen, die teilweise sogar überraschend waren.

Somit war es keine vollkommene Enttäuschung, aber ein wenig mehr, hatte ich mir vom Buch doch erhofft.

Mein Fazit

Die Geschichte des Hofes war eine spannende Sache, zumindest bis zum Ende, welches dem Geschehnissen irgendwie nicht gerecht werden wollte. Trotzdem überzeugte die Liebe zum Detail, da die Beschreibungen stimmig und glaubhaft wirkten und klares Bild vor den Augen erschienen ließen.

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Das Böse wirft keine Schatten. Ein abgelegener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß, Schweine wühlen im Dreck. In der baufälligen Scheune liegt der junge Engländer Sean mit zerfetztem Fuß. Er ist in eine rostige Eisenfalle getreten - aufgestellt von Arnaud: Ein feindseliger Eigenbrötler, der keine Fremden auf seinem Besitz duldet. Sean darf dennoch bleiben, wenn er die maroden alten Wände neu mauert. Er nimmt das Angebot an, denn er ist auf der Flucht. Arnauds Tochter Mathilde, die ihn liebevoll pflegt, macht den Aufenthalt erträglicher. Doch sie und die anderen Bewohner des alten Gemäuers haben etwas zu verbergen. Etwas, das man besser für immer ruhen lässt.

Beckett, Simon Simon Beckett ist einer der erfolgreichsten englischen Thrillerautoren. Seine Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter wird rund um den Globus gelesen: «Die Chemie des Todes», «Kalte Asche», «Leichenblässe», «Verwesung» und «Totenfang» waren allesamt Bestseller. Sein atmosphärischer Psychothriller "Der Hof" erreichte Platz 1 der Bestsellerliste. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield.