Unterwerfung

Unterwerfung (Taschenbuch)

Roman

Michel Houellebecq

Übersetzung: Norma Cassau, Bernd Wilczek

Taschenbuch
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Es ist vielleicht der umstrittenste Roman der letzten Jahre: 'Unterwerfung' handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum - Fragen, die... (weiter)

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Details
AutorIn Michel Houellebecq
Übersetzung Norma Cassau, Bernd Wilczek
Edition 9. Aufl.
Seiten 272
EAN 9783832163594
Sprache deutsch
erschienen bei DuMont Buchverlag GmbH
Erscheinungsdatum 21.06.2016
Ursprungstitel Soumission
Stichwörter Front National
Gesellschaft
Wandel
Paris
Wahlen
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.9 | 7 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.5 |  3 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.1 |  4 Bewertungen

5 Sterne
( 1 )
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
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1 Stern

Ein Buch, welches mich am ende nur angewidert hat
»Was liest Du?«-Rezension von Schokoloko28, am 10.06.2019


Der Protagonist ist Literaturprofessor in Paris. In diesem Paris sind die Mohammed- Brüder an der Macht und durch eine neue Wahl ist ihre Macht am sinken. Er verliert seinen Job, seine On und Off Freundin Miriam, die Jüdin ist flieht mit ihren Eltern nach Israel und er macht eine Odyssee durch Frankreich; bis zur Grenze nach Spanien.
Eigene Meinung:
Es ist mein erster Houllebecq und ich hatte relativ hohe Erwartung. Doch statt dessen fand ich eine egozentrischen Protagonisten vor, der misogyn ist. Es fanden abstoßende Sexszenen statt. Und am Ende hat mich das Buch und der Protagonist einfach nur angewidert. Auch das querlesen hat mich nicht zum positiven Eindruck des Buches geholfen, so dass ich wohlwollend 2 Sterne vergebe.
 

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Reine Fiktion oder doch möglich?
»Was liest Du?«-Rezension von MagicaDeHex, am 22.09.2016

François ist Literaturprofessor an der Pariser Universität, Sorbonne II. Was er in seinen eigenen Studienzeiten begann, hält er noch immer aufrecht, nämlich Beziehungen zu Studentinnen, erst waren es seine Kommilitoninnen nun sind es seine eigenen Studentinnen. Die Beziehung dauert meistens nur knapp ein Jahr, dann wird sie von „ihr“ beendet. François lebt ansonsten zurückgezogen und versuche Menschen zu meiden. Die Wahl zum nächsten Präsidenten steht in Frankreich kurz bevor. Während François einzig darüber nachdenkt, welche Vorteile ein Wahlergebnis für seine Universität haben könnte, verändert sich die Stimmung im Land. Er selbst nimmt die aufkommende Bedrohung nur langsam wahr, wie Schießereien von Arabern, das Verbot von Juden an der Universität – alles ein schleichender Prozess. Doch auch François beginnt sich zu fragen, ob die Familien seiner moslemischen Studentinnen eigentlich wissen, was er so unterrichtet und auch er beginnt sich zu sorgen.

 

Wir Leser beginnen die aufkeimende Bedrohung erst unterschwellig zu erahnen, bis Michel Houellebecq die Ausmaße immer deutlicher werden lässt, in seiner fiktiven, in der nahen Zukunft spielenden, Dystopie „Unterwerfung“. Ich mag den Schreibstil des Autoren sehr gerne, er kann mich vom ersten Moment an mitnehmen und fesseln. Michel Houellebecqs Sprache ist schön und klar, sein verwendetes Tempo empfinde ich für das Lesen als angenehm.

 

Meine Bewertung für dieses Buch sind ganz klar fünf von fünf möglichen Sternen und ich empfehle es absolut weiter. Natürlich kam das Buch zum richtigen aktuellen, politischen Zeitpunkt auf den Markt, doch dass es sich hierbei um eine Fiktion handelt, darf der Leser meiner Meinung nach jedoch nicht vergessen. Noch ein Zitat, da ich es selbst nicht besser ausdrücken könnte: „Ein Buch, das man mag, ist zudem vor allem ein Buch, dessen Autor man mag, dem man gern begegnet, mit dem man gern seine Tage verbringt.“

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Es ist vielleicht der umstrittenste Roman der letzten Jahre: 'Unterwerfung' handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum - Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Goncourt--Preisträger Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit - und zugleich mit virtuoser Ironie - ausdeutet. Er erzählt in 'Unterwerfung' die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.

Michel Houellebecq wurde 1958 geboren. Er gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart. Für seine Bücher, die in über vierzig Ländern veröffentlicht werden, wurde er mit den wichtigsten Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Prix Goncourt. 2015 erschien sein Roman 'Unterwerfung', der wochenlang auf der Bestsellerliste stand und ein großes Medienecho hervorrief. Norma Cassau, geboren 1975, studierte Komparatistik und Osteuropastudien in Berlin und Kasan. Seit 2009 übersetzt sie Literatur aus dem Russischen und Französischen. Bernd Wilczek war nach dem Studium mehrere Jahre Universitätslektor in Frankreich. Er übersetzte u. a. Maurice Blanchot, André Glucksmann sowie gemeinsam mit Norma Cassau Michel Houellebecqs Roman 'Unterwerfung'.